Silber ist in einer Desinformationsblase

Wer heute einen Blick in den FTD Artikel „Silber nimmt Anlauf auf uralte Rekordmarke“ wirft, erfährt: „Zahlreiche Analysten und Experten sehen Silber schon jetzt in einer Blase, viele Rohstoffstrategen warnen daher vor erheblichem Rückschlagpotenzial.“

(Quelle: www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:edelmetallhausse-silber-nimmt-anlauf-auf-uralte-rekordmarke/60039111.html)

Wer gestern einem Artikel von Bob Capman las, der erfuhr nicht nur, dass 96 % aller „Edelmetallexperten“ Vollidioten sind, sondern las  auch folgendes:

In reference to real money the silver trap JPMorgan Chase and HSBC have been trapped in is in all probably coming to a close. We see default somewhere between $48.00 and $60.00. The losses could be as high as $150 billion. No one knows how settlement will be carried out. There could be total default, partial default or the government could step in and supply the capital for a bailout.” (Quelle:  http://news.goldseek.com/InternationalForecaster/1302704507.php)

In Bezug auf  Silber als echtes Geld geht Chapman davon aus, dass  JP Morgan Chase und HSBC in der Falle sitzen.  Er sieht das  Ende  irgendwo zwischen $ 48,00 und $ 60,00 kommen und schätzt die  möglichen Verluste auf bis zu  150 Milliarden $. Niemand weiß, wie diese Summen ausgeglichen werden können und ob die  Regierung ein Rettungspaket bereitstellen wird. Sollten die offenen Short Positionen an der COMEX nicht glattgestellt werden können, ist mit einer Silber Preisexplosion auf 100 USD zu rechnen. Ob Derivate auf Silber (ETFs, Optionsscheine etc.) dann noch bedient oder deren Handel wegen Zahlungsunfähigkeit der Emittenten ausgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Wer liefert nun den stärksten Tobak ab? Chapman, der  von einem baldigen „Default“ von JPM und HSBC ausgeht oder die FTD, die in ihrem Artikel sogenannte Experten schon von einer Blase sprechen lässt. Meine Antwort ist eindeutig: was die Financial Times abliefert ist Desinformation und was Chapman sagt ist Realität. Wie kommt er aber zu seinen Zahlen? Er wird  wohl davon ausgehen, dass die  Großbanken  mind. 10mal mehr Papiersilber verkaufen, als sie physisch besitzen. (Im Fall von JPM waren es an der COMEX seit Dezember rund 395mal so viel: 12,2 Millionen verkaufte Unzen zu 30484 Unzen im  Bestand.)

Geht man von einer weltweiten „Produktion“ von  6.000 MIO Papierunzen aus und davon, dass diese beiden Banken zusammen rund 25 % dieses Papiersilbermarktes beherrschen, dann kommt man auf 1,5 Milliarden  Papierunzen, die ungedeckt sind oder auf mögliche Verluste von 100 Dollar pro Unze.

So lässt sich jedenfalls die „bis zu 150 Milliarden Dollar“ Verlust  Schätzung  in etwa nachvollziehen. Wobei die absoluten Zahlen weniger interessant sind als die Größenordnungen.

In zwei Punkten aber hat die FTD völlig Recht. Erstens: es gibt eine Blase. Aber es ist die Blase an ungedecktem Papiersilber und zweitens: diese Blase wird platzen.

Sie  wird aber nicht platzen, weil die Zentralbanken die Inflation bekämpfen, denn wenn sie das ernsthaft tun würden, krachte das Papiergeldsystem von dem sie leben, zusammen. Nein sie wird platzen, weil jeder Ponzi Trick früher oder später zusammenbricht. Die wunderbare Vermehrung von Silber in Form von Optionsscheinen und anderen Bankprodukten ist im Prinzip nichts anderes als ein  Tricks des Betrügers Namens Ponzi. Wie der endete ist bekannt, er verarmte und starb nach einem Hirnschlag, seine Bestattung musste ein anderer bezahlen.

Wer wird die Bestattungskosten von JPM übernehmen, wenn diese Bank an  ihrem Trick mit den ungedeckten Silberverkäufen zusammenbricht?  Wie man kürzlich lesen konnte hat JPM den Bilanz- Gewinn  auf 5,6 Milliarden USD erhöht, weil es die Rückstellungen auf nur noch 1,2 MRD USD zurückfuhr. Verluste in zweistelliger Milliardenhöhe müssen einer Bank, die zum Eigentümerkreis der FED gehört, aber  nicht zwingend das Knick brechen. Da JPM  ein wesentlicher Teil des Systems ist,  wird man wahrscheinlich versuchen, sie zu retten, um das gesamte FED System vor dem Untergang zu bewahren. Im Juni läuft das QE2 Programm aus. Der Kongress und die FED müssen sich dann etwas Neues einfallen lassen, um das Bankenwesen über Wasser zu halten. Und das was  sie sich einfallen lassen werden, wird, egal wie man es nennt,  wieder eine Größenordnung von Billionen US Dollar haben. Ein Rettungspaket für gescheiterte  COMEX Spekulationen in Höhe von wenigen Prozenten dieser Summe ist da bestimmt noch unterzubringen.

Die Zeichen stehen also weiter auf einer Ausweitung der Geld- und Kreditmengen.  Wenn es aber immer mehr Geld und immer weniger Silber gibt, dann kann es – unabhängig von der Frage- ob wir schon am Beginn einer Hyperinflation stehen- für den Preis  nur eine Richtung geben: den  Norden.

Bei einer realen Inflation von mindesten 5 % in der westlichen Welt und Zinsen, die zwischen 0,5 und 1,25% liegen, kann es auch für die Leitzinsen  nur einen Weg geben: den Norden. Höhere Zinsen bedeuten aber höhere Kosten, nicht nur für Unternehmen und Hausbesitzer, sondern auch für Staaten und Steuerzahler.

Steigende Kosten treiben die Preise und reduzieren Kaufkraft und Gewinne. So was nennt man dann eine rezessive Inflation. Rezessiv, weil die Wirtschaft schrumpft und Inflation, weil die Preise steigen .

Welche Auswirkung die Inflation auf die Menschen hat, ist schon im 14 Jahrhundert von einem Mönch so beschrieben worden:“… Und so würde der Fürst schließlich in der Lage sein, fast sämtliche Gelder oder Reichtümer seiner Untertanen an sich zu ziehen und sie zu versklaven…“

Ersetzt man in diesem Zitat, sozusagen als update ins 21. Jahrhundert, den Begriff „Fürst“ durch Bank  und Untertanen durch Bürger so ergibt sich…

Und so würde die Bank schließlich in der Lage sein, fast sämtliche Gelder oder Reichtümer der Bürger an sich zu ziehen und sie zu versklaven…

Wer einmal begriffen hat, dass unser Geldsystem auf Wachstum programmiert ist, dass es also exponentiell wachsende  Geldmengen gibt, die aber nicht durch ein entsprechendes Wachstum an Waren und Dienstleistungen neutralisiert werden können, der hat auch begriffen , dass uns nur noch eine baldige Beendigung dieses Geldsystems vor einer Hyperinflation schützen kann. Beide Szenarien bedeuten aber eine Entwertung von Papiergeld. Die Versicherung dagegen sind Edelmetalle.

Wer weiss, dass der Silberpreis ein sehr gutes Barometer für Inflation ist, der versteht auch, dass die Deutsche Bank lt. dem o.a. FTD Artikel „erst ab 50 Dollar von einer Blase sprechen will“. Entweder können die Jungs mit dem blauen Balken keine Charts lesen, denn sonst wüssten sie, das Silber bei 50 USD noch viele „Meilen“  unter seinem inflationsbereinigten Nachkriegshoch von 1980 und  noch „Lichtjahre“ unter seinem Allzeithoch  von 1477 steht, oder sie betreiben bewusste Desinformation.

Warum ? Natürlich weil man die reale Inflation verheimlichen will. Lt. dem oben zitierten Bob Chapman läge der Goldpreis  – würde man die reale Inflation zugrunde legen – inzwischen bei rund 8000 Dollar. Gehen wir vorsichtshalber von der geschönten Inflationsrate aus, dann liegt dieser inflationsbereinigte Goldpreis bei etwa 2500 Dollar. Bei einem zu erwartenden  Gold / Silber Ratio von 1:16 (oder tiefer) am Höhepunkt der Silberhausse ergibt sich demnach ein zu erwartender Silberpreis von 160 USD. Zu diesem Ergebnis bin ich auf ganz anderen Wegen und  vor Jahren, schon mehrfach gekommen.

Fürs Protokoll verrate ich heute meine aktualisierte Silberpreis- Prognose:

Silber wird in 2011 die 50 USD überschreiten und in 2012 bis auf etwa 120 USD steigen. Danach wird es massiv einbrechen, um bis zu 50%.  Diese Korrektur wird aber nur von kurzer Dauer sein und spätestens in 2014 werden dann die aus heutiger Sicht zu erwartenden 160 USD  erreicht werden.

Gerhard Nadolny, am 14.04.2011

www.diesilberseite.de

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Wetten, dass Silber bis zum Juli um 40 % fällt?

Gestern hat ein amerikanischer Trader fast 1 MIO $ darauf gewettet, dass der ishares Silver Trust (SLV) im Juli unter 25$ steht, indem er  100.000 (Puts-) Optionen für den Verkauf von je 100 Anteilen an dem iShares Silver Trust (SLV) zu 25 $ im Juli zu einem Kurs von circa 10 Cent gekauft hat (Quelle).

Aktuell steht der SLV bei 40$. Die Wette kann also nur gewonnen werden, wenn Silber um etwa 40 % bis zum Sommer fällt bzw. der SLV Kurs unter 24,9 $ steht.

Wer hat solche hellseherischen Fähigkeiten? Niemand, auch nicht dieser Trader.

Hier kommt die Erklärung.“It’s so far out of the money that the buyer is probably just looking for a moderate pullback because a $3 retracement to where it was in March could double the position to $2 million.

Frei übersetzt: „Es ist so weit aus dem Geld, dass der Käufer  wahrscheinlich nur auf der Suche nach einem moderaten Pullback ist, weil ein $ 3 Retracement, so wies es im März war, die Position auf 2.000.000 $ verdoppeln könnte.

Jetzt wird ein Schuh daraus. Da hofft kein Spinner auf einen 40 % Rückgang, sondern da wettet ein reicher Zocker darauf, dass der Silberkurs kurzfristig um 3 $ tiefer als heute steht um dann eine schnelle Million an Gewinn einzusacken. Keine schlechte Rendite.

Aber: wer hat so viel Spielgeld übrig? Und: wer traut sich eine solche Wette gegen die  Optionsschein Bankster  zu ? Diese Wette zeigt uns, es gibt  Menschen, die so viel Geld besitzen, dass sie auch mal schnell 1 MIO $  verzocken können. Wie sieht es  mit der sozialen Verantwortung solcher Zocker aus? Das würde mich persönlich  mehr interessieren als die Frage ob er gewinnt.

Auszug aus dem Silberkurs April 2011

Diebstahl durch die Produktion von Papiersilber

Bei der Suche nach Produzenten von Silber bin ich auf etwas sehr bemerkenswertes gestoßen: nicht die Minen, sondern die Banken sind weltweit die größten Produzenten von Silber. Sie verkaufen etwa 10x mehr  Silber als von den Minen gefördert wird! Also müssen die Großbanken entweder Alchemisten sein oder aber das vorhandene Silber mehrfach verkaufen. Mit der zweiten Möglichkeit kennen sich die Geschäftsbanken bestens aus. Gibt man Ihnen eine Einlage von 100 EURO erzeugen sie daraus das 10 fache an Geld. Wenden sie dieses Prinzip auch beim Silber an? Besitzen sie 100 Unzen, verkaufen sie dann 1000 Unzen? Wenn Sie oder ich etwas, dass wir besitzen x-fach verkaufen, physisch aber nur 1x liefern könnten, würde man uns zu Recht einen Betrüger nennen. Wenn  Banken so was tun, so nennt man sie systemrelevant und rettet sie mit unseren Steuergeldern, wenn es in die Hose geht. Dies ist die eine Seite der Medaille. Die andere lautet: Silber hat faktische bereits wieder eine monetäre Funktion. Es dient den Banken bei dem Buchungsvorgang: „Papiersilber gegen Papiergeld“ als virtuelles Tauschmittel und als Medium, dem Kunden Geld aus seiner Tasche zu ziehen. Die Strategie ist dieselbe, nur die Finanzmittel werden ausgetauscht. Ob die Geschäftsbanken nun virtuelles Geld oder virtuelles Silber erzeugen, in beiden Fällen geht es um den Profit  der Banken. Lt. Einer aktuellen Studie über den Silberbesitz, besitzt jeder  Deutsche nur  153 Gramm physisches Silber (ca. 5 Unzen)  aber Papiersilber im Wert von „341 Gramm“. Daran lässt sich auch ablesen wie hoch das Vertrauen  immer noch- trotz aller Bankenrettungen- in das System ist.

Silberminen Musterdepot

Als ich mein Musterdepot im November 2009 startete stand das Gold/Silber Ratio bei 1: 66 heute bei 1:38. Wer meinem Rat vom Sommer 2010 folgte und Gold gegen Silber oder gegen Silberaktien tauschte, hat ein sehr gutes Geschäft gemacht. Silber wird in mehr oder weniger starken Wellen bis mindestens 1:16 steigen. Der Goldpreis wird mindestens noch bis in  Bereich von 2500$ (inflationsbereinigtes ATH) steigen. Mein bereits vor 3 Jahren verkündetes Silberziel von 150$ (mit höheren Zielen habe ich keinerlei Probleme) bleibt realistisch. Wenn man ganz vorsichtig von einem XAU/Silber Ratio von nur 10:1 ausgeht (das Hoch war bei 29:1) dann ergibt sich ein XAU in Höhe von 1500 Punkten. Derzeit liegt der XAU bei rund 220. Das Potential der Silberaktien beträgt also immer noch  mind. 600-700%.

Erlauben Sie mir noch die folgende, von einem Kursteilnehmer abgekupferte Zahlenspielerei: Wenn Dow 12.000 Punkte,  Dow/Gold Ratio 1:1, Gold/Silber 1:15, XAU/Silber Ratio 29:1 dann ergibt sich zwar rein theoretisch, aber basierend auf historischen Daten, ein XAU von 23.200 bzw. ein Potential von rund 10.000% (Träumen ist doch schön).

Es ist also noch nicht zu spät, um einzusteigen. Wenn Sie ein neuer Leser und noch kein Silberinvestor sind, dann sollten Sie das jetzt tun. Aber halten Sie einen vernünftigen Barbestand zurück. Ich halte permanent nach Kaufgelegenheiten im Silberbergbausektor Ausschau und erwarte im April- nach der “Prospectors and Developers Association of Canada”, der größten Minenveranstaltung in Kanada- neue Informationen über unterbewertete Minenaktien.

Inzwischen haben auch die EW Spezialisten des gelben Forums eingeräumt, dass sie mit ihrer Wellentechnik am Ende und die Märkte für sie unberechenbar geworden sind. Das hat zwar lange gedauert, aber besser spät als nie. Man muss offensichtlich schon ein  betriebsblinder Experte sein, wenn man das offensichtliche übersieht: Manipulierte Märkte folgen nur der Welle, die möglichst viel Geld in die Taschen der Manipulatoren spült. Deswegen ist es auch müßig, im kurzfristigen Bereich herausfinden zu wollen, wann der nächste Hoch- oder Tiefstand kommt. Man kann sich nur an den bekannten langfristigen Wellenmustern orientieren. Diese kann man zwar zeitlich, aber keinesfalls absolut manipulieren.

Aus diesem Grund erachte ich die „Hold- and buy“ Strategie als die bisher erfolgreichste. Und zwar so lange, bis wir kein neues, inflationsbereinigtes ATH in Sichtweite haben.

Ende der 70er Jahre waren es Juniorproduzenten und Explorer, die im Wert explodierten. Hier liegt der Schwerpunkt von insgesamt  25 Silberminen meines Musterdepots. Das Risiko ist breit gestreut. Das Depot bietet einen Hebel auf den Silberpreis, ohne Laufzeitbegrenzung, ohne Kock-out  Schwellen  und ohne Lehmann 2.0 Risiken. In Verbindung mit oberirdischen Silberbeständen bietet es  seinem Besitzer ein optimales Chancen-/Risiko Verhältnis.

Hier die Zusammenfassung des Musterdepots mit Benchmarking:

Performance seit Beginn =   Gesamt  186 %              =     ca.        140 %   p.a.

Performance seit 1.1.2011  ( 34.622 €  zu 43.464 €)  =  bisher ca.   25 %  in 2011

Depot Wert Stand 27.11.2009 / 01.04.2011  

15.666 €

43.464 €
Realisierter Gewinn aus Verkäufen 411 €
Anfangsbestand am 27.11.2009  G+V in €, in % 15.255 € 28.391 € 186 %
Vergleichskurse 27.11.2009 01.04.2011 Gewinn
DAX Aktienkurs 5686 7147 25,6
SIX  Silberaktien Index 89,90 210,4 134,0
NOAH Mix Fonds in € 53,61 62,35 16,3
ABN Quanto Silber Basket 7,13 9,20 29,0
Amex Gold Bugs Fonds 132,00 166,15 25,8
Goldkurs in € 781,75 1007,00 28,8
Silberkurs in € 12,21 26,40 116,2
1 oz Silber Eagle in € 15,00 30,00 100,0
 

aktuelle Kennzahlen per

 

04.03.2011

 

Ziel

Gold / Silber Ratio 38 16
Gold / XAU  Ratio 6,5 3
Dow Jones / Silber Ratio 329 30
Öl / Silber Ratio 3,1 1
Silberhöchstkurs 1980 / in Preisen von Ende 2010 ca. 100 € 110 €

Gerhard Nadolny im April 2011

www.diesilberseite.de