Murksel und Kollegen

Murksel, Schräuble, Trittihn, Steinbeisser, Röslein und Kollegen  brechen Gesetze und verraten  das Volk. Aber am Geldsystem werden sie sich ihre Zähne ausbeißen.

Irgendwann kommt die Lawine im Tal an. Am Ende des Euro -Schnellballsystems steht die Vernichtung derjenigen, die von den Schulden  in den Abgrund  gerissen wurden.

Viele Menschen halten sich mit der Begründung, sie wären keine Wirtschaftsexperten, aus der aktuellen  Eurokrisen- Diskussion heraus. Dabei ist es ganz einfach. Sie müssten den Begriff „Schneeball“ nur durch den Begriff „Schulden“ ersetzen. Schon kennen sie Ursache und  Wirkung der Eurokrise. Wir alle versinken immer tiefer in den exponentiell wachsenden Schuldenmassen. Das Schuldensystem wird am Ende nicht nur Griechenland oder Italien, sondern uns alle mit in den Abgrund reißen.

Der letzte Schutzwall wurde von Murksel und Schräuble im Mai 2010 eingerissen.  A pro Po  Schäuble, für ihn ist eine Summe von  55MRD schon so unbedeutend, dass sie ihm nicht mehr auffällt, wenn sie auf seiner bösen Bank rumliegt.   Schräuble „hebelt“  die Geschwindigkeit der Billionen Schuldenlawine lieber mittels eines Werkzeuges, das er EFSF nennt. Diese Einrichtung für Schulden und Faschismus- Förderung wird  die Vernichtungskraft der auf Europa herabstürzende Schuldenlawine vergrößern. Sicherheitshalber. Damit  auch ja keiner entkommt. Am Ende dürfen wir froh sein, wenn Brüssel  sich um die Überlebenden der größten Schuldenkatastrophe dieser Welt kümmert.  Arm und hungrig werden  wir europäischen Völker dann sein. Unsere Bedürfnisse  werden sich  auf existenzielle Dinge  reduzieren. Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit werden in weite Ferne rücken.

Demokratie? Für unsere Politiker ein Fremdwort. Wie kann es sein, dass eine überwältigende Mehrheit der Wähler gegen den Euro ist und   unsere Volksvertreter  mit einer überwältigenden Mehrheit dafür sind? Die Volksvertreter halten sich noch nicht mal an die Verfassung oder an ihre eigenen Gesetze! Sie sind Outlaws und gehören von der allgemeinen Gesellschaft abgesondert.

Man sollte sie in das Frankfurter EZB Hochhaus  verbannen. In dieser maroden Bank sind sie gut aufgehoben. Für diese Bank haben sie gebürgt.  Deshalb sollen sie dabei sein, wenn die EZB zusammen mit dem Euro umkippt. Wer den Einsturz der EZB überlebt, der hat Gnade vor Recht erfahren und darf so lange in einem  Resozialisierungs-Lager leben, bis Griechenland seine Schulden getilgt hat.

Silber – die Zeit der Manipulation hat begonnen!

Von Johann Miedler (Silbernews.at)

Seit geraumer Zeit tauchen immer mehr Fälschungen im Edelmetallsektor auf. Bei Gold hörte man die ersten Meldungen schon vor Jahren wo Wolframbarren in Form von aufwändigem chemischem Prozess vergoldet wurden. Diese konnte man von einem Originalen nicht unterscheiden da der Metallüberzug (die Vergoldung) so dick aufgetragen wurde, dass man ohne Probleme den Prägestempel in die Vergoldung vertiefen konnte ohne den Wolframkern zum Vorschein zu bringen. Wolfram hat übrigens eine Dichte von 19,3g/cm³ und liegt Gold mit 19,32g/cm³ fast Punkt genau auf der Spur.

Jetzt wo sich die Edelmetallpreise auf einem anderen Level bewegen, wird das Geschäft auch mit dem kleinen Bruder des Goldes immer mehr interessant. Auf der größten Handelsplattform im Internet konnte man die ersten Unzen (die einen kleinen Aufdruck „Copy“ trugen) kaufen. Mittlerweile tauchen immer mehr Münzen auf die nicht einmal diesen Aufdruck „Copy“ mehr haben. Nach kurzer Recherche im Netz, kann man diese Münzen die unter den Namen „Souvenir“ laufen auch wählen wie der Metallkern gewünscht sei. Ob Zink Legierung, Messing oder Kupfer so kann auch die Motivwahl aller Handelsüblichen Unzen frei gewählt werden. Würde mich interessieren, ob dieses ohne rechtliche Probleme (auch wenn man bekannt gibt dass der Kern ein anderer Rohstoff ist) einfach so erzeugt werden darf.

Aus eigenem Interesse habe ich mir mal den Philharmoniker in Silber der im Europäischen Raum die meistverbreitete Münze sein wird unter die Lupe genommen. Diese Münze hat einen Außendurchmesser von 37,0mm und eine Wandstärke von 3,2mm. Beim genaueren hinsehen entsteht die Wandstärke von 3,2mm nur deswegen, weil das prägen des Motivs (vorne und hinten) mit erhöhten Druck stattfindet und somit das überschüssige Material vom Münzenrohling (der laut rechnerischem 2,893mm hat) sich am Rand der Unze auftürmt. Da in der Praxis die Unze mehr als 31,104g hat (nach mehrmaligen verschiedenen Messen 31,2 – 31,3g), kommt man bei Silber (das eine Dichte von 10,5g hat) auf eine Rohlingswandstärke von 2,9mm.

Zum besseren Vergleich habe ich Rohlinge mit denselben Maßen angefertigt und auf eine Briefwaage gelegt. Zum einen ein Rohling aus Niro- Stahl, zum anderen einen Rohling aus Messing. Je nach Zusammensetzung bewegt sich die Dichte des Rostfreien Stahls in einem Bereich von 7,9 – 8,0g/cm³. Bei Messing ist diese von 8,41 – 8,86g/cm³. Wenn auf der Hand nicht sofort erkennbar, so zeigt die Waage doch klare Sprache.

links = Rostfreier Stahl ;   rechts = Messing

Darum für den Laien:

1)      Münzgewicht exakt wiegen

2)      Münzmaße mit Mess- Schieber festhalten

3)      Daten vergleichen Ist mit den Soll- Wert

Wenn auch aus jetziger Sicht diese Methode ausreichend sein wird, so wird es sicher heute schon einige geben die mit steigendem Silberpreis auch an der Dichte des Silbers basteln werden und somit die Fälschungen noch präziser scheinen zu lassen.

Beste Grüße wünscht euch

Johann Miedler

www.silbernews.at

Hans Olaf Henkel will die FDP entern

Gestern hat Prof. Henkel seine Euro Alternative  in der Halle Münsterland vorgestellt. Und ich habe gelernt: es gibt in Deutschland zumindest einen „Piraten“, der Ahnung von Wirtschaft und eine Idee zur Lösung der Eurokrise hat. Aus dem ehemaligen  Wirtschaftskapitän ist ein rebellischer Pirat geworden, der  nun die FDP entern will, um den Euro zu retten.

Persönlich habe ich mir die Euro Kritik etlicher Professoren angehört. Unter allen Namen, die mir spontan einfallen wie z.B. Hankel, Schachtschneider, Senf oder Polleit erscheint mir  Henkels Alternative als  der pragmatischste aller Lösungsvorschläge. Sehr überzeugend waren  für mich seine Worte zu der Frage, warum er die Seiten gewechselt hat. Als BDI Präsident habe er an die Zusagen geglaubt es gäbe zwei  Brandmauern. Erstens:  die „Maastricht-Kriterien“ (Der staatliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60 %, die jährliche Nettoneuverschuldung und nicht mehr als 3 % des Bruttoinlandsproduktes ausmachen); Zweitens: die „No- Bail Out“-Klausel (Sie soll gewährleisten, dass ein Euro-Teilnehmerland nicht für Verbindlichkeiten und Schulden anderer Teilnehmerländer haften oder aufkommen muss.)

Der Abbruch dieser Brandmauer, die den Norden gegen den Süden schützen sollte, habe ihn nun zum Euro Gegner werden lassen. Hart ins Gericht gegangen ist er mit den  sozialdemokratischen Bundeskanzlern Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Unter der Ära  Schmidt hätte die Staatsverschuldung erst  richtig begonnen und Schröder sei ein Meister im Verletzen der Maastricht-Kriterien gewesen. Noch härter fiel sein Urteil über Angela Merkel aus. Sie habe sich im Mai 2010  von dem Franzosen Sarkozy über den Tisch ziehen lassen und die deutschen Interessen missachtet , indem sie uns in  die europäische Transferunion geführt habe. Henkel befürchtet nun zu Recht, dass wir auf dem Weg in die europäische Schuldenunion sind. Dies will er mit seiner Alternative, dem „Nordeuro“ verhindern. Finnland, Holland, Österreich und Deutschland sollten aus der Eurozone austreten und eine neue Währung begründen. Er hofft, dass sich dann auch Länder wie Dänemark, Schweden oder Tschechien, die sich gegen den Einheitseuro ausgesprochen haben, diesem neuen Nordeuro anschließen werden.  Luxemburg erwähnte er nicht und wie sich Frankreich dann verhalten würde, blieb eine offene Frage.

Beantwortet hat  er aber meine Frage nach der Verankerung der neuen Währung: „ So wie die DM!“.

Enttäuscht wurden alle sogenannten „Rechtspopulisten“, die meinten Henkel vor ihren Karren spannen zu können.  Aber auch diejenigen, welche in ihm den Gründer einer neuen europafreundlichen, aber eurokritischen Partei sehen. Schade eigentlich.

Er sprach sich für ein Europa der Vaterländer, für einen EU Beitritt der Türkei und für eine Unterstützung des „FDP Rebellen“  Frank Schäffler aus. Diese Unterstützung ging so weit, dass er sogar indirekt  dazu aufrief, in die FDP einzutreten um beim kommenden Mitgliederentscheid für die Position von Schäffler und Dr. Hirsch  stimmen zu können.

Er entließ die zahlreichen Zuhörer, die aus ganz NRW anreisten, mit der Botschaft, er denke daran, die FDP zu entern. Ob er seinen Worten auch Taten folgen lässt und sich ein gelbes Parteibuch zulegt, ließ er im Raume stehen.

Auf der Rückfahrt von Münster habe ich über seine nicht uninteressante Idee nachgedacht. Wenn der nicht nur in Deutschland hoch angesehene Hans-Olaf Henkel dem „Liberalen Aufbruch“ zum Sieg verhelfen würde, was hätte das für Auswirkungen.

Die Talfahrt des Euros und des Finanzminister Schäubles würden stark  beschleunigt. Die schwarz – gelbe Koalition würde noch vor den Großbanken kippen.

Er hätte die  in Seenot befindliche FDP zwar geentert aber dabei ein weiteres Leck in dieses sinkende Schiff geschlagen. Die Euro-Ratten Westerwelle, Brüderle und Homburger könnten über Bord geworfen werden. Aber wer würde das Ruder in die Hand nehmen?

Würde Schäffler es schaffen die  jugendliche FDP Troika, Rösler, Lindner und Bahr zur Ernüchterung unter Deck zu bringen und der neue Kapitän werden? Oder wird Schäffler  wegen Meuterei auf der FDP von einem Parteigericht  in die Verbannung geschickt  werden?

Und mit wem sollte eine neue FDP den Euro retten? Mit Merkel bestimmt nicht. Und  würden wir die Erlaubnis unserer angelsächsischen und französischen „Siegermächte “ in einem überfälligen Friedensvertrag erhalten oder würde sich Hans-Olaf Henkel nach einem erfolgreichen Überfall auf die FDP nicht bald in einem Erdloch oder einem Abflusskanal  wiederfinden?

Und was ist mit dem Anker für den Nordeuro. Schäffler hat in einer persönlichen Erklärung vor dem Bundestag  darauf hingewiesen, dass  ungedecktes Papiergeld ein Schneeballsystem ist. Auch Henkel hat in Münster zumindest eingeräumt, dass auch der Wert unserer  DM durch eine unverantwortlich hohe Staatsverschuldung  aufgeweicht wurde.

Mein Fazit: Mit seinem Nordeuro ist Hans-Olaf Henkel auf dem richtigen Weg. Ob er zur Durchsetzung seiner Alternative  die FDP entern oder besser gleich eine neue Partei gründen sollte, lass ich mal offen.

Für mich sind nach Henkels gestrigem Vortrag noch viele- aus meiner Sicht kriegsentscheidende  Fragen- offen geblieben.

Welche Verankerung hätte Henkels Nordeuro? Wie denkt der liberale Henkel  über freies Marktgeld versus staatliches Papiergeld? Läge die Geldschöpfung weiterhin bei den Banken?  Könnte Henkel sich  den altbewährten  Bimetall –Standard oder zumindest eine physische Deckung vorstellen, die verhindert, dass Staaten oder Banken  den Nordeuro beliebig vermehren. Und was ist mit den Zinsen? Wie will er meine Kinder und Enkelkinder  aus der Zinseszinsknechtschaft befreien? Ich hoffe auf eine Antwort. Wenn  jemand in Deutschland das Steuer noch herumreißen kann, dann heißt dieser Jemand: Hans- Olaf Henkel.

Gerhard Nadolny, den 23.10.2011

www.diesilberseite.de

Werden die neuen Positionsobergrenzen für Silber jetzt durchgesetzt?

Das neue Gesetz zur Reform der Finanzmarktregulierung (Dodd-Frank act)  macht es erforderlich, dass die CFTC Kommission feste Positionsobergrenzen für Silber im Derivatehandel durchsetzt. Beim COMEX Handel lag die Rechenschaftsgrenze bisher bei 6000 Kontrakten bzw. 30 Mill. Unzen, durfte aber mit anderen Rohstoffen verrechnet werden.

Bei einer öffentlichen Anhörung wurde die CFTC aufgefordert, die Positionsobergrenze für Silber auf 1500 Kontrakte á 5000 Feinunzen zu begrenzen und diese auch zu vollstrecken.

Bekanntlich kontrolliert  „ein Teilnehmer“ (vermutlich JP Morgan) im Silbermarkt immer noch rund 35 Prozent des Silbermarktes.  Ob die CFTC die Einhaltung der 10-Prozent-Grenze bei Silberinvestments, welche mit dem Dodd – Frank Gesetz beschlossen wurde, erzwingen wird, war bisher eine offene Frage.

Gestern hat es eine Sitzung der CFTC Kommission gegeben. Zuverlässige Quellen berichten, dass  die Obergrenzen für Silber  nun durchgesetzt werden sollen und die CFTC endlich handeln und vollstrecken will. Nicht morgen, aber in Kürze.  Die vermutete Short Position von JPM liegt zwischen  15 und 20Tausend Kontrakten. JPM hat also noch eine Menge zu tun, um seine „Short Position“ in Einklang mit dem neuen Gesetz zu bringen.

Es gibt also eine begründete Hoffnung und eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass an einem freudenreichen Tag in 2012, JPM die Kontrolle über den Silbermarkt  verliert und der Silberpreis  endlich von seinen  Fesseln befreit werden wird. Der Preis würde dramatisch steigen. Aber bis dahin müssen Kleininvestoren sich noch auf einiges gefasst machen. Kurzfristig ist alles möglich. Wenn JPM weiß, dass sein Short-Positionen- Spiel zu Ende geht, werden sie vorher noch jede Gelegenheit nutzen, um den Preis zu drücken und sich einzudecken. Also genau das, was wir in der letzten September  Wochen gesehen haben.

Die offene Frage lautet: Können sie das noch mal durchziehen? Haben sie die Long Spekulanten bereits entmutigt? Hier liegt der kritische Punkt. Die neueste COT Long Position ist mit 23571 Kontrakten recht  niedrig. Können noch weitere  Spekulanten aus ihren Silberpositionen vertrieben werden? Kann der Preis nochmals deutlich  unter 30$ gedrückt werde? Grundsätzlich ja. Stellen Sie sich vorsichtshalber mal auf noch mehr Volatilität ein. Warum? Das Kartell hat kaum andere Möglichkeiten, als  Silber in den kommenden Tagen und Wochen  noch mal kräftig zu drücken, um aus den Leerverkäufen möglichst günstig heraus zu kommen. Sie werden versuchen, niedrigere Preis zu erzeugen, so wie Ende September.  Der COMEX Eigentümer, die CME  Gruppe, wird dem nichts entgegen stellen. Im Gegenteil. Vielleicht wird  die CME  die Margen als Reaktion auf eine heftige  Volatilität nochmals erhöhen  und so weitere Spekulanten aus dem Markt werfen.

Das Ziel liegt offen auf der Hand:  JPM will sich  möglichst billig   von seinen  Short-Position trennen, um im Laufe des Jahres 2012  unterhalb der  Positionsobergrenze zu sein.

Kurzfristig ist dies jetzt das naheliegende Szenario. Seien Sie nicht überrascht, sondern nutzen Sie es, wenn es real werden sollte und kaufen Sie bei Preisen unter 30 $.
Ihr Nervenkostüm wird dabei natürlich auf Reißfestigkeit  geprüft werden. Aber wer nicht an das Ziel glaubt, der wird diesen Bullen nicht reiten können und abgeschüttelt werden. Auch ein  Preiseinbruch auf 25 $ oder tiefer ist in diesem Szenario jederzeit möglich. Wer diszipliniert ist, wird diese Gelegenheit  zum physischen Kauf nutzen.

So oder so, der Preiskrieg am Silbermarkt ist noch nicht gewonnen, es wird noch eine  große  Schlacht auf uns zukommen. Aber das Ende der Preiskontrolle ist in Sicht. Persönlich setzte ich darauf, dass es nicht mehr gelingt, den Preis unter 30 $ zu drücken.

Einer meiner  treuer Leser sieht das- unbeeinflusst von der CFTC – anders:  “… Das bedeutet für mich, dass die Edelmetalle weiterhin korrigieren werden, mindestens bis ins das erste Quartal 2012. Zielzone bleibt für mich bei Gold 1300 Dollar. Silber wird wahrscheinlich selbst unter 24 Dollar pro Unze sinken. Man sollte nicht überrascht werden, wenn wir nochmal Kurse um die 18-20 Dollar sehen, auch bedingt durch das Lösen von Stopp Loss …“

Als Reaktion auf diese Zeilen  habe ich gestern mit dem Leser um eine Unze  gewettet, dass der Silberpreis  bis zum April 2012 nicht mehr unter 28$ pro Feinunze fallen wird. Er war kein Spielverderber und hat die Wette angenommen.

Das Endpiel hat begonnen

Der Lehmann Sturz in 2008 war für mich kein reiner Zufall. Diese Bankenpleite war der Anpfiff zum Endspiel des Papiergeldsystem und diente den Eliten als Vorwand für einen Deflationsschock und für gesetzliche Maßnahmen, die sich gegen das breite Volk richten (ein Beispiel: die  Immobiliensteuer in Griechenland).

Inzwischen hat sich der Schwerpunkt der Bankenkrise nach Europa verlagert. Die belgische Dexia, die italienische Unicredit oder die französische Société Generalé gehören neben der Bank of America zu den ersten Pleite-Kandidaten. Die Zustände am europäischen Interbankenmarkt sind bedrohlicher als 2008 und sogar Schäuble bereitet die Menschen auf eine eskalierende Bankenkrise vor. Die Bankster erzeugen ungedecktes Geld und verleihen  über 90 % unserer Einlagen (nur ein kleiner Teil dient als Reserve). Wenn man großzügiger Weise von 90 %, die weiterverliehen werden  und  von einem Abschreibungsbedarf von 25 % ausgeht, dann wird das Eigenkapital der Banken um das mehrfache  zerstört werden. Auch deutsche Banken sind sehr stark in Griechenland, Portugal oder Spanien engagiert. Insgesamt geht es für deutsche Banken und deutsche Versicherungen, die als Gläubiger der Banken mit in diesem Boot sitzen, um toxische Wertpapiere in einer dreistelligen Milliardenhöhe. Gegen die Deutsche Bank laufen Klagen in zweistelliger Milliardenhöhe. Lt. Financial Times Deutschland  hatte die Deutsche Bank Ende 2010 nicht bilanzierte derivate Positionen in einem Nominalwert von 55,99 Billionen Euro!  Auch die EZB sitzt tief in diesem Sumpf. Laut zuverlässigen Quellen hält die EZB alleine griechische Staatsanleihen für rund 200 Milliarden Euro und dies bei einem Eigenkapital von rund 82 Mrd. Euro. Insgesamt soll die EZB (und damit auch der deutsche Steuerzahler)  mit weit über 400 Milliarden in den problematischen EU-Ländern engagiert sein. Sämtliche Rettungsmaßnahmen werden den überfälligen Zusammenbruch des Finanzsystems nur noch verzögern, aber nicht mehr verhindern. Klar ist  auch, dass  mit den Großbanken auch der Euro untergehen wird.

Dies spricht sich  langsam aber sicher in der Bevölkerung herum. Deshalb wird das Zeitfenster immer kleiner. Stellen Sie sich vorsorglich mal auf eine Währungsreform ein. z.B. auf eine Aufspaltung in einen Nord- und einen Süd- Euro. Persönlich glaube ich allerdings, dass eine europäische Währungsreform nur eine Zwischenlösung darstellt.  Als Endlösung erwarte ich eine bargeldlose, elektronische Weltwährung

Schulden, Geldmarktfonds, Anleihen, Lebensversicherungen etc. sollte man genauso meiden wie vermietete Immobilien. Echtes Geld (also Gold und Silber), sowie bewegliche  Sachgüter sind die Alternativen. Aktuell ist ein Anteil  > 50% des Gesamtvermögens in Form von physischem Gold und Silber (in unmittelbarem Zugriff) empfehlenswert. Wer jetzt aus Aktien in Staatsanleihen flieht wird sich bald wundern. Anleihen dürften in 2012  die schlechteste aller Anlageklassen werden.

Damit die Schafe aber nicht in die Edelmetalle flüchten werden diese natürlich massiv bekämpft. Obwohl es kaum Alternativen zu Gold und Silber gibt, ist es das Ziel der Finanzeliten, die Anleger zu irritieren und aus echtem Geld zu vertreiben. Wie so ein Angriff aussieht konnten wir zum x-ten Mal innerhalb der letzten Jahre in der zweiten Septemberhälfte 2011 erleben. Obwohl sich an den positiven  Fundamentaldaten (US-Dollar, Euro und Großbanken sind todkrank) nichts geändert hat, sind der Gold- und vor allem der Silberpreis massiv eingebrochen. Abgesehen von den Elliott  Wellen Theoretikern, die seit Monaten vor einer sogenannten C-Welle in Richtung 25 $ für den Silberpreis warnten, hatte kaum ein  Experte diesen Kurseinbruch für  September auf der Agenda.  Allerdings  befinden wir  uns in einem Finanzkrieg und deshalb muss man jederzeit mit einem Angriff rechnen. Aber was macht derjenige, der über  mehrere Jahre hinweg Angst vor  einem Kurseinbruch bei Edelmetallen und deren Aktien hat? Soll er seine Werte in Euros, Dollars, Franken oder Anleihen parken? Wer die Flucht in echtes Geld, wie Gold und Silber boykottiert, dem bleiben nur noch wenige Alternativen, wie beispielsweise asiatische Bonds.

Ende September zeigte sich Silber wieder mal ausgesprochen launisch. Persönlich habe ich derartiges erstmals  im 2.Quartal 2006 bewusst miterlebt. Damals fiel der Kurs innerhalb weniger Tage von 15$ auf 10 $. Zwei Jahre später stand Silber dann auf 21 $ und fiel im 4. Quartal 2008 bis auf rund 9 $. Danach startete Silber eine große Rally, die den Kurs im 2. Quartal 2011 bis auf rund 50 $ trieb.  Nach der danach zu erwarteten massiven Korrektur  begann im Mai eine Konsolidierungsphase. Im August stieg der Preis dann bis auf 44 Dollar.  Dies war ein Anstieg von 27 % innerhalb weniger Wochen. Am 25. August stand es dann wieder bei 39 $. Dort lag die untere Trendlinie und ich hoffte vergebens, sie würde halten.

Die Eliten werden keinen Plan  haben, der die Interessen der Kleinanleger vertritt. Aber am Ende  werden sie die Kontrolle verlieren und dann werden die Edelmetallpreise explodieren. Die Strategie eines Investors muss es jetzt  sein, sein Edelmetalldepot im Laufe dieses Finanzkrieges nicht zu verlieren. Angst und panische Reaktionen sind schlechte Ratgeber. Nur wer einen eventuellen Deflationsschock überlebt, wird zu den Gewinnern gehören.

Für Silber wäre das Worst case Szenario ein Bruch der primären Silberpreis Trendlinie, also Preise unter 24 $ und für Minenwerte ein so tiefer XAU Punktestand, wie wir ihn Ende 2008 gesehen haben.  Im März 2008 stand der XAU noch bei 208 Punkten, danach haben die Minenaktien einen extremen  Deflationsschock erlitten. Ende 2010  stieg der XAU dann bis auf 232 Punkte um dann bis zum heutigen Tage wieder auf rund 180 zu fallen. Wann diese lange Konsolidierungsphase endlich abgeschlossen ist würde auch ich gerne wissen. Mit 638 Punkten konnte der HUI Index im September 2011 sein 609 Punkte All- Time High aus dem April 2011 deutlich übersteigen. Seit kurzem ist das aber alles nur noch „Schnee von gestern“. Anfang September, als die Minenaktien begonnen haben, kräftig zu steigen, war  ich in Sachen Minen viel positiver gestimmt als Anfang Oktober. Nun beherrscht  wieder die Angst vor einem Deflationsschock den Markt. Sogar Silberexperten, die jahrelang megaoptimistisch waren, rudern zurück und sprechen davon auch Silberkurse von 15 oder 10 Dollar persönlich ertragen zu können. Vielleicht sind solche Stimmen aber nur der Indikator dafür, dass der Tiefpunkt erreicht ist? Die Fundamentaldaten sprechen nach wie vor für Silber und für seine Aktien. Die Minenproduktion ist rückläufig und nicht nur die kanadische Münzprägeanstalt meldet steigende Absätze.

Bei dem  Gold/XAU Verhältnis von 9:1 sind Minenaktien extrem unterbewertet. (Seit 1980 liegt der langjährige Mittelwert bei 5:1).

Mutige Investoren, die noch genug „trockenes Pulver“ und die Zeit haben, notfalls eine Zerstörungsphase á la 2008 auszusitzen, könnten sich jetzt, wo die Kanonen donnern, nach Kaufgelegenheiten umschauen. Ob solide Werte wie Silver Wheaton  oder First Majestic noch preiswerter werden, ist ungewiss. Auch hoch riskante Explorer wie Wildcat Silver oder Garibaldi Resources sind massiv unter die Räder gekommen. Wer dort nicht investiert ist, sollte darüber nachdenken, ob er dort etwas „Spielgeld“ einsetzt. In wenigen Jahren werden wir über den aktuellen  XAU Punktestand von 180  lächeln. Vor allem diejenigen, die ihn heute genutzt haben.

Gerhard Nadolny, am 5.10.2011

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