Erfahrungen eines „verhinderten“ Waldorf Großvaters

Im Folgenden habe ich meine Erlebnisse, insbesondere mit dem sozialen Verhalten von  Elternvertretern der  Remscheider Waldorf Schule, „verarbeitet“ :

Diese Zeilen richten sich an alle Eltern, die aufgrund positiver Vorurteile für diese Ersatzschulen oder wegen  nachvollziehbarer Bedenken gegen staatliche Schulen ihr Kind auf eine Rudolf-Steiner –Schule schicken wollen.  Bitte prüfen Sie vor Beginn einer Schullaufbahn, die- einmal eingeschlagen-  nur noch mit großen Problemen zu verlassen ist, sehr gewissenhaft, ob Waldorf die richtige Antwort auf PISA oder die bessere Vorbereitung auf das weitere Leben ihres Kindes ist.

Machen Sie sich die Mühe und lesen Sie selbst, was der „Reformpädagoge“ Rudolf Steiner so geschrieben hat. Erkundigen Sie sich über die Fluktuationsrate bei Lehrern, fragen sie auch enttäuschte Eltern über ihre Erfahrungen und schauen Sie sich vor allem die „anthroposophischen“  Elternvertreter  an, welche gemeinsam mit  dem herrschenden Lehrerkollegium  die Fäden der Macht in der Hand halten.

Als Verfasser  dieser Zeilen will ich  mich allerdings nicht mit den esoterischen Grundlagen der Steiner Pädagogik auseinanderzusetzen. Diese Arbeit wurde u.a.  in 2008 von dem Autor Michael Grandt, den ich als Kritiker unseres Geldsystems kennen und schätzen gelernt habe, in seinem lesenswerten  „Schwarzbuch Waldorf“ geleistet.

Nach Grandt´s   kritischer, aber sachlicher Lektüre sollten  sich nicht nur  Eltern aus dem sogenannten Bildungsbürgertum vor der Einschulung fragen, ob  Anthroposophen die richtigen Pädagogen für ihre Kinder sind, denn ein Zurück auf eine staatliche Schule ist nach einigen Jahren Waldorf kaum noch möglich.

Bei Waldorfs  gibt es keine Noten, keinen Leistungsdruck und  es wird auch wenig Wert auf Rechtschreibung,  Mathe oder Physik gelegt.  Dafür gibt es einen Ökogarten,  Mädchen, die schreinern und Jungen die häkeln und natürlich Schüler, die ihren Namen tanzen können.  Die Lehrer werden schlechter bezahlt als an staatlichen Schulen und brauchen auch  keine  wissenschaftliche Hochschulausbildung. Die Kritik an der Lehrerausbildung hat Nicole Glocke, eine ehemalige Studentin der Waldorfpädagogik, bereits 2009 in der ZDF Sendung Frontal 21 so formuliert:

“Von einer Lehrerausbildung kann ich nicht sprechen, weil wir haben die meiste Zeit plastiziert, wir haben die meiste Zeit gesungen, gemalt oder Eurythmie gemacht. Ich muss sagen, das alles erinnert mich sehr an eine Therapiegruppe in der geschlossenen Psychiatrie.”

Die höchst umstrittenen Positionen eines Rudolf Steiners bestimmen Didaktik, Methode und ein Menschenbild, das lebenslang auf allen Waldorf Schülern lastet.

Wenn Waldorf-Schulen  mit Empathie und pädagogischer Kompetenz „alternativ“ erziehen, so ist das m.E. schätzenswert, aber eine Weltanschauungsschule, die staatliche Hilfe beansprucht, jedoch keine kritischen Fragen wünscht, darf  keine Privatsache von Esoterikern sein.  Ein Staat und seine Bürger, welche  die Förderung der Eurythmie Tanzkunst an diesen Ersatzschulen zu 80 % finanzieren, haben nicht nur Pflichten, sondern auch das Recht, zu fragen, was dort mit den öffentlichen Geldern finanziert wird. Deshalb gehört das Thema Waldorf in die Öffentlichkeit und die spirituelle, anthroposophische Waldorf Pädagogik  unter staatliche Aufsicht. Auch eine überwiegend staatlich finanzierte Waldorf Ersatzschule hat sich nach meinem Verständnis zu legitimieren und darf keine Narrenfreiheit haben. Hier besteht ein erheblicher Handlungsbedarf.

Doch nun zu den persönlichen Erfahrungen mit den sozialen und pädagogischen Kompetenzen der Waldorfs.  Meinen  ersten Waldorf  Kontakt hatte ich in den 80er Jahren, als es um die Einschulung unserer ältesten Tochter ging. Dass die Lehrer den Fernsehkonsum meiner Tochter  begrenzen wollten, fand ich gut, aber dass der aufkommende Personal Computer von den damaligen Waldorf Pädagogen verteufelt wurde, befremdete mich noch heute  und wir entschieden uns für die Maria Montessori Pädagogik.

Unseren  zweiten Waldorf  Kontakt  hatte meine Frau Anfang der 90er Jahre  im oberbayrischen  Starnberg, als sie einen Kindergartenplatz für unseren aus Äthiopien adoptierten Sohn suchte. Als sie beim Kindergarten anrief, war noch ein Platz frei. Eine Stunde später, als unser Sohn persönlich  in der Einrichtung stand, war diese plötzlich für Zitat: “ach  so einer ist das “ ausgebucht.  Selbstverständlich gibt es lt. dem Bundesverband keine Rassisten  unter den Waldorfs,  aber nach meinem Kenntnisstand  auch keine öffentliche Distanzierung von Rudolf Steiners rassistischen Aussagen. (Steiner katalogisiert die Rassen in Schwarze mit „Hinterhirn“ und „Triebleben“, in Gelbe mit „Mittelhirn“ und „Gefühlsleben“ und in Weiße mit „Vorderhirn“ und „Denkleben“.)

Den dritten Kontakt hatten wir dann Mitte der Neunziger Jahre, als wir nach Bergisch Born in Sichtweite der dortigen Rudolf-Steiner Schule zogen und unseren Adoptivsohn dort anmeldeten. Unser Sohn schaffte es nach einem  Auswahl Verfahren aber nur auf die als Begründung vorgeschobene Warteliste. Ob es sein Glück oder sein Pech war, werden wir leider nie mehr erfahren.

Den dritten Anlauf hat meine Tochter dann im Jahr 2007 gemacht, als sie ihre 3 jährige Tochter in den Kindergarten der Waldorfs im Schwarzen Weg schickte.  Das Kind war dort nicht glücklich, wie eine akute Neurodermitis und regelmäßige Blessuren im Gesicht, verursacht durch ältere Kinder, zeigten. Nachdem unser Enkelkind den Kindergarten wechselte gehörten auch die fast täglichen Blessuren und sogar die Neurodermitis der Vergangenheit an. Heute kann uns die inzwischen 6 jährige Enkeltochter mitteilen die Waldorf Erzieherinnen hätten dort „nie Zeit gehabt“, weil sie sehr viel telefonierten.

Gleichwohl überwogen leider unsere „positiven Vorurteile“ und meine Frau und ich motivierten deshalb unsere Tochter, unser Enkelkind für das Schuljahr 2012  in der Remscheider Rudolf Steiner Schule anzumelden. Vielleicht spielte bei diesem Fehler  auch ein wenig Egoismus mit, denn der Weg von unserem Haus zur Schule besteht nur aus wenigen Metern und so wären wir in den Genuss gekommen, unser Enkelkind täglich zu sehen.

Aufgefallen war uns, dass die Waldorf Schule in Bergisch Born sich neuerdings  mit einer großflächigen  Plakatwerbung an der Bundesstraße nach Hückeswagen präsentierte. Die Eigenwerbung bestätigte unsere Tochter, als sie während des obligatorischen Auswahl Wochenendes den Eindruck gewann, dass man sehr um neue Schülerinnen und Schüler bemüht war. Erwartungsgemäß kam dann auch eine Zusage der Pädagogen und nun ging es „nur“ noch um die Finanzen.

Laut dem Vertrag, der vorgelegt wurde, war die finanzielle Situation der Eltern kein“ KO Kriterium.“ Das wurde mir in einem Telefonat mit einer Schulsekretärin  auch ausdrücklich bestätigt.

Dies sah der Vorsitzende des Finanzkreises, dessen soziale Kompetenz  so „gepflegt“ wie sein Äußeres war,  allerdings völlig anders. In einem 8 Augen Gespräch, welchem meine Frau beiwohnte, betonte er, es sei unbedingt erforderlich und notwendig, dass die Eltern einen monatlichen Beitrag von 230,- Euro  leisten würden. Nachdem meine Tochter erklärte, sie sei als faktisch alleinerziehende Mutter dazu nicht in der Lage. (Der sorgeberechtige, beruflich selbständige Vater lebt im Ausland und zahlt nicht mehr als  den Mindestunterhalt.) wurde das Gespräch, welches von Seiten der Waldorf Vertreter alles andere als partnerschaftlich geführt wurde,  genauso unfreundlich  abgebrochen, wie man es eröffnete und man  teilte meiner Tochter dann später einen neuen Termin zu.

Zwischenzeitlich wurde familienintern geregelt, dass meine Tochter monatlich 100 Euro Schulgeld zahlen konnte und auch wollte. Dies hat sie dann auch im zweiten Gespräch erklärt. Diesmal zweifelte man aber nicht nur an ihrer Bonität, sondern kritisierte sogar ihre Lebensplanung (sie will im Herbst ein Studium beginnen).

Das mir geschilderte Verhalten dieses Elternvertreters kann ich nur als anmaßend bewerten. Meine 26 jährige Tochter wurde auch diesmal vom gesprächsführenden Elternvertreter unfreundlich und von oben herab behandelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich erlauben würde, beispielsweise mit dem  „Eltern Aushängeschild“  der Schule, einem bekannten Schauspieler, so zu reden. Wird an der Remscheider Waldorfschule  eine alleinerziehende, finanziell schlecht ausgestattete Mutter, anders behandelt als ein gutverdienender, bekannter Schauspieler? Eine berechtigte Frage nach unseren Erfahrungen.

Meine Frau und ich  haben deshalb vollstes Verständnis dafür, dass meine Tochter ihre Anmeldung, aus verhaltensbedingten Gründen der Schule, zurückgezogen hat. Persönlich kann ich nach  unseren mehrfachen,  über Jahrzehnte verteilte Erfahrungen, nur jedem Vater und jeder Mutter empfehlen, sich genau zu überlegen, ob sie ihr Kind bzw. ihre Kinder in eine Waldorf Einrichtung schicken.

Als ehemaliger Arbeitgeber würde  ich sogar davor warnen, denn  meine beruflichen Erfahrungen mit  Waldorf-Abiturienten waren negativ. Ihre Rechte kannten sie sehr genau, aber einen deutschen Satz ohne Fehler zu schreiben oder eine einfache Matheaufgabe zu lösen, damit waren sie trotz  Abitur völlig überfordert.

Wenn man bedenkt, dass viele Waldorfschulen  aus betriebswirtschaftlichen Gründen heutzutage keine sehr  strengen Aufnahmekriterien mehr durchsetzen können oder wollen, dann bleibt wenig Hoffnung, dass die Waldorfschule sich zu einer besseren pädagogischen Alternative und gar zu einer optimalen Vorbereitung auf ein Berufsleben entwickelt.

Mein Fazit: Das  Denken sollten man nicht „den Anderen“ überlassen lassen, aber leider ist  für  Rudolf Steiner das „selber Denken“ unerwünscht, wie dieses Zitat belegt:

„Gerade wenn man aus sich selber nachdenkt und selber Ideen bildet, dann ist das Gehirn voller Unrat, voller Absonderungsprodukte, namentlich Phosphorsäureverbindungen; die schmieren sich dann so durch das Gehirn.“ (Zitat von Rudolf Steiner aus:  Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst, TB, 604, S. 172/173)

Gerhard Nadolny ,  im Februar 2012

P.S. Mein  Angebot einer Stellungnahme hat die Remscheider Waldorfschule leider nicht wahrgenommen

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Das Bündnis Bürgerwille bittet um Ihre Mithilfe

Auch ich bin sehr besorgt über die ständig wachsenden Zahlungsverpflichtungen Deutschlands für Griechenland und andere überschuldete Euro-Staaten. Deshalb möchte ich Sie auf das Bündnis Bürgerwille aufmerksam machen, dem ich mich angeschlossen habe: www.buendnis-buergerwille.de

Das Bündnis Bürgerwille ist eine überparteiliche Sammlungsbewegung von Menschen, die der sog. Euro-Rettungspolitik und der damit einhergehenden Entmündigung des Bundestages kritisch gegenüberstehen. Wir drücken dies in einem Grundkonsens aus, der auch eine klare Abgrenzung von linksradikalen, rechtsradikalen oder ausländerfeindlichen Gruppierungen enthält. Ziel ist es, mit einer elektronischen Unterschriftensammlung eine möglichst große Zahl von Unterstützern zu gewinnen. Es haben sich bereits namhafte Persönlichkeiten aus unterschiedlichen politischen Richtungen und allen Bereichen der Gesellschaft angeschlossen: Unternehmer, Journalisten, Professoren, Künstler und Politiker. Unterstützt wird das Bündnis Bürgerwille u. a. von dem früheren sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt, dem Trompeter Markus Stockhausen, dem früheren Greenpeace- und jetzigem Foodwatch-Manager Thilo Bode, dem Initiator des FDP Mitgliederentscheids Frank Schäffler, dem Spraykünstler Thomas Baumgärtel, dem ehemaligen Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Ulrich Blum, und dem früheren BDI-Vorsitzenden Hans-Olaf Henkel. Eine Übersicht über die Erstunterzeichner befindet sich ebenfalls auf der Homepage des Bündnis Bürgerwille.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie  ebenfalls das Bündnis Bürgerwille durch Ihre Unterschrift unterstützen würden.

FREIE WÄHLER fordern Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk

Zum Rücktritt Wulffs:

FREIE WÄHLER fordern Direktwahl durch das Volk – Hoffnung auf überparteilichen Kandidaten mit Rückhalt in der Bevölkerung

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der FREIEN WÄHLER:

„Die endlose Kette an Vorwürfen und Vorfällen machte es Wulff zuletzt unmöglich, sein Amt auszuüben. Daher war der Rücktritt unausweichlich. Wir fordern erneut die Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk, um ihn dem parteipolitischem Gezerre zu entziehen. Es ist mittlerweile schädlich für das Amt des Präsidenten, wenn fast jedes Jahr ein Rücktritt zu verzeichnen ist. Zur Kandidatenfrage: Wir erwarten einen überparteilichen Kandidaten, der auch die Akzeptanz der Bevölkerung hat, nicht einen parteipolitischen Verlegenheitskandidaten. Sollte Joachim Gauck wieder antreten, könnten sich die FREIEN WÄHLER gut vorstellen, ihn wieder zu unterstützen.“

 

Dieser Forderung muss man sich anschließen. Es wäre ein wichtiger Schritt in Richtung direkter Demokratie.

Silberaktien sind der bessere Vermögensschutz

Darf ich Ihnen zunächst  10 Thesen nennen, die Sie mir „abkaufen“ sollten, bevor Sie weiterlesen:

  1. Jeder „Experte“  will ihnen irgendwas verkaufen
  2. Kein „Experte“  kennt die Zukunft und kein Datenfriedhof ist eine Glaskugel
  3. „Fallende Messer“ eröffnen im Silbermarkt große Chancen
  4. Zwischen dem Silberpreis und der Geldmenge gibt es eine positive Korrelation
  5. Silber hat mehr Potential als Gold und Minenaktien mehr als Silber
  6. Minenaktien  sind liquide Sachwerte und erhalten die Kaufkraft
  7. Silberminen erzeugen Produkte, für die es eine steigende Nachfrage gibt
  8. Der Bauch weiß mehr als der Kopf
  9. 90% des Erfolges ist Vorbereitung

10. Wer anderen hinterherläuft, bekommt nur das, was diese übrig lassen

Zugegeben dies sind nicht nur Thesen, sondern auch Allgemeinplätze. Aber für mich sind es vor allem  Hilfen im täglichen Dschungelkampf um neue Erkenntnisse und Informationen.  Zu jeder These und jedem Zukunftsszenario werden heute -vor allem im Internet- völlig konträre Meinungen veröffentlicht und begründet. Der eine „Experte“ sieht den Dax in 2013 näher bei 20.000 als bei 2000 Punkten, der  andere den DOW auf 7000 fallen.  Ein französischer „Think Tank“ sieht die Zukunft des Euros rosarot, ein österreichischer Hartgeld „Experte“ beschwört fast täglich dessen Untergang. Ein amerikanischer Investor sieht das Gold /Silber Ratio  auf 1: 16 fallen, aber eine deutsche Commerzbank hält ein Verhältnis von unter 30 für unwahrscheinlich.  Und dann gibt es noch einen Experten, der seine Meinung im Januar um 180 Grad änderte  und Gold nun in einen „Major uptrend“ (primären Aufwärtstrend) sieht.

Die Meinung eines „Experten“ kann man nur dann gewichten, wenn man seine Interessen kennt. Z.B.: eine Bank, die  kein Interesse an echtem Geld hat, wird sich dafür auch nicht stark machen.

Wenn Fakten und „Experten“  verwirren, dann hilft   der Bauch, er besitzt Zugang zu Informationen, die nicht offen auf dem Tisch liegen, schützt   vor Gier und warnt vor  Fehlentscheidungen. Deshalb befragte ich seit vielen Jahren regelmäßig meinen Bauch, was er von Silber und dessen Aktien hält, und bislang hat er noch immer mit einem guten Gefühl geantwortet. Also bleibe ich entspannt und bereite mich auf weitere Investments vor.

Eine gute Vorbereitung  ist es,  sich die   Fakten und Argumente  aufzuschreiben.  In Bezug auf Silberaktien  fällt  mir spontan Folgendes ein:

–          Wenn  Investoren aus Geldwerten flüchten, gibt es einen Run auf Sachwerte

–          Unsere Probleme werden derzeit mit der Geldruckmaschine bekämpft

–          Der unvermeidliche Abbau von Schulden wird  schmerzhafte  Wertverluste bringen

–          In Zusammenhang mit der Eurokrise könnte es zu einem  „Lehmann 2.0“ kommen

–          In Zusammenhang mit dem Iran Konflikt könnte der Ölpreis explodieren

–          Knappe  Kredite werden den Wert von fremdfinanzierten Immobilien drücken

–          Immobilien sind illiquide und können umfangreich besteuert werden

–          Staatsanleihen haben eine  Blase gebildet, die jederzeit platzen kann

–          Papierwerte können zusammen mit  Banken, Fonds und Versicherungen  untergehen.

–          In der 1929er Krise sind  Standardaktien massiv gefallen  und Edelmetallaktien gestiegen

–          In den inflationären 70er Jahren stieg Silber von 1,25 auf 50 $ ( + 4000 %)

–          Die Marktkapitalisierung von Goldminen betrug  1981 ca. 26%, heute sind es unter    2%

–          Das Marktkapitalisierungsratio  Gold/Silber  betrug  1975 ca. 23,  heute sind es  ca. 120

–          Der DAX ist  seit 2000  von 8000 auf derzeit ca. 6780 Punkte gefallen

–          Das Dow Jones Silber Ratio lag 1980 bei 23, heute liegt es bei 380

–          Der HUI ist  seit 2000 von 35 auf derzeit ca. 550 Punkte gestiegen

–          Das HUI / Silber Ratio war an seinem  Höhepunkt über 25, heute liegt es bei 6

Das Fazit dieser Liste liegt auf der Hand.

  1.    Sachwerte schlagen Geldwerte
  2.    Immobilien schlagen Aktien
  3.    Edelmetallaktien schlagen Standardaktien

Im Prinzip ist es also recht einfach, sich eine Meinung zu bilden. Natürlich muss diese gefestigt sein, denn wer kann schon sagen, ob nicht noch mal ein Ausverkauf an allen Aktienmärkten – nach dem Muster von 2008-  veranstaltet wird.  Zittrige und vorsichtige  Hände, die dann verkaufen oder per “Stopp -loss „ aus dem Silberaktien -Markt geworfen werden haben zwar billig eingekauft, aber noch billiger verkauft.  Als Anlass für einen zweiten Deflationsschock bietet sich die Eurokrise, z.B. ein ungeregelter Staatsbankrott Griechenlands oder eine Verschärfung der Lage in Portugal,  an. Der Finanzelite kämen massiv fallende Kurse entgegen, denn dann hätte sie nochmal die Gelegenheit, vor der großen Hausse billigst einzukaufen. Wer bei diesem  denkbaren Szenario mitspielen will, darf seine Investitionsquote noch nicht auf 100 % hochfahren, sondern muss noch Cash Reserven vorhalten.

Da  sich aber auch niemand darauf verlassen sollte, dass  die Kurse der Minenaktien noch mal deutlich  fallen, bevor sie extrem steigen, muss man gleichzeitig aber mit dem größten Teil seines Geldes  im Spiel bleiben.

Die letzten drei Rohstoff – Haussen  liefen über einen Zeitraum von 17 Jahren. Der derzeitige Bullenmarkt ist etwa 12 Jahre alt. Den Höhepunkt des HUI  Minenaktien Index haben wir noch nicht gesehen. Die Manipulationen des Silbermarktes erhöhen die physische Nachfrage und sorgen für steigenden Druck im Kessel. Das Edelmetall- Interesse institutioneller Anleger  wird durch die Finanzkrise stetig  angefeuert  und deshalb wird es in naher Zukunft  notwendig werden, Druck abzulassen. Dieser Vorgang wird dann  Silber und seine Aktien „explodieren lassen“.  Bei dieser Ankündigung handelt es sich nicht um eine Vorhersage, sondern um ein physikalisches Gesetz.

Der HUI Gold Bugs Index hat im Januar  ein „bullisches“ Muster gebildet. Der Fall zum Jahresende 2011 unter die 500 Punkte  hat sich als Bärenfalle herausgestellt. Bei 580- 600 Punkten wartet zwar ein massiver Widerstand, aber  kein absolutes Hindernis für 4 stellige Indexpunkte in 2013 oder auch später.

Wenn Sie  bei diesem Rennen dabei sein  wollen, dann wird es langsam Zeit,  in die Pferde zu investieren.

Sie müssen dies tun, bevor die Gesetze der Massenpsychologie greifen.  Wenn breite und neue Käuferschichten damit beginnen, ihr  Bedürfnis nach Sicherheit im Edelmetallsektor zu befriedigen, dann sollten Sie schon drin sein.

Wenn Sie weder selbst  recherchieren noch Börsenbriefe abonnieren wollen, dann können Sie ihr Engagement  zwar auf bekannte  Schwergewichte  wie Newmont  Mining oder Silver Wheaton  beschränken.  Damit machen Sie zwar wenig falsch, aber lassen auch etliche  chancenreiche Juniorproduzenten und Explorer  am Rand liegen. Je mehr Pferde sie im Rennen haben, desto größer sind die Chancen auf einen Siegerplatz.

Seit 2009 beschäftige ich mich mit der Suche und der Bewertung von „Rennpferden“ unter den Silberaktien. In meinem Stall (ich nenne ihn normalerweise  Silberaktien  Musterdepot) befinden sich aktuell 36 Rennpferde. Einige hatten ihren Kaufpreis schon in 2010 verdient und andere wurden ausgewechselt. Mein letzter Kauf in 2011, die Explor Resoures, hat inzwischen  über 50% Gewinn eingefahren.

Insgesamt habe ich 21.030 Euro investiert. Würde ich meinen Rennstall heute liquidieren, läge der Marktpreis bei 48.000 Euro, was einem Gewinn von 128% bzw. ca. 58 % p.a. entspricht.

Ich denke allerdings noch nicht daran, meine Rennpferde zu verkaufen, denn bisher haben sie sich nur warmgelaufen. Das Beste kommt erst, wenn Sie durchstarten. Damit rechne ich frühestens im zweiten Halbjahr 2012 oder spätestens in 2013.

Gerhard Nadolny, 05.02.2012

www.diesilberseite.de

 

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Wie sichere ich mein Vermögen in der Krise?

Gestern Abend hatte ich das Vergnügen, mir den Vortrag eines nicht nur  aus Talk Shows bekannten Professors, der in Köln auch  Vermögensberatung anbietet  und  einen Fonds betreibt, anzuhören. Versprochen wurden „tiefe Einblicke in seine Strategie“. Geliefert hat der Princeton Absolvent dann vor allem seinen Glauben. Er glaubt, dass der Euro hält. Er glaubt, dass die EZB bei Problemen Geld drucken wird. Er glaubt nicht an eine baldige Hyperinflation.  Er glaubt aber, dass Aktien z.Z sehr günstig sind.  Der Wirtschaftswissenschaftler vermittelte den Zuhören aber auch  tiefgreifende Erkenntnisse: Märkte sind irrational, Sachwert schlägt Geldwert, „ich liebe fallende Messer“ und „niemand kennt die Zukunft“. Er plädierte für Aktien , etwas Gold und selektiv Immobilien. Zur Krise lernte ich, dass Beiersdorf (Nivea) so gut wie jede Krise übersteht und dass Nestlé das sicherste Unternehmen der Welt sei. Der Abend war für mich gleichwohl erkenntnisreich. Eigentlich dachte ich, es sei für einen FH-Professor schwer, RTL Werbefernsehen- Niveau zu erreichen. Aber in Köln ist jeder Jeck anders und viele Büttenreden besser, als die eine oder andere Werbeveranstaltung für Aktienfonds. Hinweise auf Rezessions- oder Lastenausgleichsgefahren hätte die Werbung für den eigenen Aktienfonds aber auch nur gestört.