Silberaktien sind der bessere Vermögensschutz

Darf ich Ihnen zunächst  10 Thesen nennen, die Sie mir „abkaufen“ sollten, bevor Sie weiterlesen:

  1. Jeder „Experte“  will ihnen irgendwas verkaufen
  2. Kein „Experte“  kennt die Zukunft und kein Datenfriedhof ist eine Glaskugel
  3. „Fallende Messer“ eröffnen im Silbermarkt große Chancen
  4. Zwischen dem Silberpreis und der Geldmenge gibt es eine positive Korrelation
  5. Silber hat mehr Potential als Gold und Minenaktien mehr als Silber
  6. Minenaktien  sind liquide Sachwerte und erhalten die Kaufkraft
  7. Silberminen erzeugen Produkte, für die es eine steigende Nachfrage gibt
  8. Der Bauch weiß mehr als der Kopf
  9. 90% des Erfolges ist Vorbereitung

10. Wer anderen hinterherläuft, bekommt nur das, was diese übrig lassen

Zugegeben dies sind nicht nur Thesen, sondern auch Allgemeinplätze. Aber für mich sind es vor allem  Hilfen im täglichen Dschungelkampf um neue Erkenntnisse und Informationen.  Zu jeder These und jedem Zukunftsszenario werden heute -vor allem im Internet- völlig konträre Meinungen veröffentlicht und begründet. Der eine „Experte“ sieht den Dax in 2013 näher bei 20.000 als bei 2000 Punkten, der  andere den DOW auf 7000 fallen.  Ein französischer „Think Tank“ sieht die Zukunft des Euros rosarot, ein österreichischer Hartgeld „Experte“ beschwört fast täglich dessen Untergang. Ein amerikanischer Investor sieht das Gold /Silber Ratio  auf 1: 16 fallen, aber eine deutsche Commerzbank hält ein Verhältnis von unter 30 für unwahrscheinlich.  Und dann gibt es noch einen Experten, der seine Meinung im Januar um 180 Grad änderte  und Gold nun in einen „Major uptrend“ (primären Aufwärtstrend) sieht.

Die Meinung eines „Experten“ kann man nur dann gewichten, wenn man seine Interessen kennt. Z.B.: eine Bank, die  kein Interesse an echtem Geld hat, wird sich dafür auch nicht stark machen.

Wenn Fakten und „Experten“  verwirren, dann hilft   der Bauch, er besitzt Zugang zu Informationen, die nicht offen auf dem Tisch liegen, schützt   vor Gier und warnt vor  Fehlentscheidungen. Deshalb befragte ich seit vielen Jahren regelmäßig meinen Bauch, was er von Silber und dessen Aktien hält, und bislang hat er noch immer mit einem guten Gefühl geantwortet. Also bleibe ich entspannt und bereite mich auf weitere Investments vor.

Eine gute Vorbereitung  ist es,  sich die   Fakten und Argumente  aufzuschreiben.  In Bezug auf Silberaktien  fällt  mir spontan Folgendes ein:

–          Wenn  Investoren aus Geldwerten flüchten, gibt es einen Run auf Sachwerte

–          Unsere Probleme werden derzeit mit der Geldruckmaschine bekämpft

–          Der unvermeidliche Abbau von Schulden wird  schmerzhafte  Wertverluste bringen

–          In Zusammenhang mit der Eurokrise könnte es zu einem  „Lehmann 2.0“ kommen

–          In Zusammenhang mit dem Iran Konflikt könnte der Ölpreis explodieren

–          Knappe  Kredite werden den Wert von fremdfinanzierten Immobilien drücken

–          Immobilien sind illiquide und können umfangreich besteuert werden

–          Staatsanleihen haben eine  Blase gebildet, die jederzeit platzen kann

–          Papierwerte können zusammen mit  Banken, Fonds und Versicherungen  untergehen.

–          In der 1929er Krise sind  Standardaktien massiv gefallen  und Edelmetallaktien gestiegen

–          In den inflationären 70er Jahren stieg Silber von 1,25 auf 50 $ ( + 4000 %)

–          Die Marktkapitalisierung von Goldminen betrug  1981 ca. 26%, heute sind es unter    2%

–          Das Marktkapitalisierungsratio  Gold/Silber  betrug  1975 ca. 23,  heute sind es  ca. 120

–          Der DAX ist  seit 2000  von 8000 auf derzeit ca. 6780 Punkte gefallen

–          Das Dow Jones Silber Ratio lag 1980 bei 23, heute liegt es bei 380

–          Der HUI ist  seit 2000 von 35 auf derzeit ca. 550 Punkte gestiegen

–          Das HUI / Silber Ratio war an seinem  Höhepunkt über 25, heute liegt es bei 6

Das Fazit dieser Liste liegt auf der Hand.

  1.    Sachwerte schlagen Geldwerte
  2.    Immobilien schlagen Aktien
  3.    Edelmetallaktien schlagen Standardaktien

Im Prinzip ist es also recht einfach, sich eine Meinung zu bilden. Natürlich muss diese gefestigt sein, denn wer kann schon sagen, ob nicht noch mal ein Ausverkauf an allen Aktienmärkten – nach dem Muster von 2008-  veranstaltet wird.  Zittrige und vorsichtige  Hände, die dann verkaufen oder per “Stopp -loss „ aus dem Silberaktien -Markt geworfen werden haben zwar billig eingekauft, aber noch billiger verkauft.  Als Anlass für einen zweiten Deflationsschock bietet sich die Eurokrise, z.B. ein ungeregelter Staatsbankrott Griechenlands oder eine Verschärfung der Lage in Portugal,  an. Der Finanzelite kämen massiv fallende Kurse entgegen, denn dann hätte sie nochmal die Gelegenheit, vor der großen Hausse billigst einzukaufen. Wer bei diesem  denkbaren Szenario mitspielen will, darf seine Investitionsquote noch nicht auf 100 % hochfahren, sondern muss noch Cash Reserven vorhalten.

Da  sich aber auch niemand darauf verlassen sollte, dass  die Kurse der Minenaktien noch mal deutlich  fallen, bevor sie extrem steigen, muss man gleichzeitig aber mit dem größten Teil seines Geldes  im Spiel bleiben.

Die letzten drei Rohstoff – Haussen  liefen über einen Zeitraum von 17 Jahren. Der derzeitige Bullenmarkt ist etwa 12 Jahre alt. Den Höhepunkt des HUI  Minenaktien Index haben wir noch nicht gesehen. Die Manipulationen des Silbermarktes erhöhen die physische Nachfrage und sorgen für steigenden Druck im Kessel. Das Edelmetall- Interesse institutioneller Anleger  wird durch die Finanzkrise stetig  angefeuert  und deshalb wird es in naher Zukunft  notwendig werden, Druck abzulassen. Dieser Vorgang wird dann  Silber und seine Aktien „explodieren lassen“.  Bei dieser Ankündigung handelt es sich nicht um eine Vorhersage, sondern um ein physikalisches Gesetz.

Der HUI Gold Bugs Index hat im Januar  ein „bullisches“ Muster gebildet. Der Fall zum Jahresende 2011 unter die 500 Punkte  hat sich als Bärenfalle herausgestellt. Bei 580- 600 Punkten wartet zwar ein massiver Widerstand, aber  kein absolutes Hindernis für 4 stellige Indexpunkte in 2013 oder auch später.

Wenn Sie  bei diesem Rennen dabei sein  wollen, dann wird es langsam Zeit,  in die Pferde zu investieren.

Sie müssen dies tun, bevor die Gesetze der Massenpsychologie greifen.  Wenn breite und neue Käuferschichten damit beginnen, ihr  Bedürfnis nach Sicherheit im Edelmetallsektor zu befriedigen, dann sollten Sie schon drin sein.

Wenn Sie weder selbst  recherchieren noch Börsenbriefe abonnieren wollen, dann können Sie ihr Engagement  zwar auf bekannte  Schwergewichte  wie Newmont  Mining oder Silver Wheaton  beschränken.  Damit machen Sie zwar wenig falsch, aber lassen auch etliche  chancenreiche Juniorproduzenten und Explorer  am Rand liegen. Je mehr Pferde sie im Rennen haben, desto größer sind die Chancen auf einen Siegerplatz.

Seit 2009 beschäftige ich mich mit der Suche und der Bewertung von „Rennpferden“ unter den Silberaktien. In meinem Stall (ich nenne ihn normalerweise  Silberaktien  Musterdepot) befinden sich aktuell 36 Rennpferde. Einige hatten ihren Kaufpreis schon in 2010 verdient und andere wurden ausgewechselt. Mein letzter Kauf in 2011, die Explor Resoures, hat inzwischen  über 50% Gewinn eingefahren.

Insgesamt habe ich 21.030 Euro investiert. Würde ich meinen Rennstall heute liquidieren, läge der Marktpreis bei 48.000 Euro, was einem Gewinn von 128% bzw. ca. 58 % p.a. entspricht.

Ich denke allerdings noch nicht daran, meine Rennpferde zu verkaufen, denn bisher haben sie sich nur warmgelaufen. Das Beste kommt erst, wenn Sie durchstarten. Damit rechne ich frühestens im zweiten Halbjahr 2012 oder spätestens in 2013.

Gerhard Nadolny, 05.02.2012

www.diesilberseite.de

 

Disclaimer:

Ich möchte feststellen, dass ich kein Finanzberater bin und keine Finanzanlagen verkaufe. Diese Webseite ist – wie ein Zeitungsartikel- eine völlig unverbindliche Information und keinerlei Anlage- oder sonstige Finanzierungsempfehlung.  Ein Totalverlust ist bei Finanzanlagen möglich. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. Das gilt auch für alle Links, , für deren Inhalt ebenfalls jegliche Haftung ausgeschlossen wird. Bitte wenden Sie sich für rechtlich verbindliche Empfehlungen an einen lizensierten Finanzberater oder eine Bank. Es ist grundsätzlich möglich, dass der Autor Käufe oder Verkäufe  in  einer in diesem Artikel beschriebenen  Aktien oder Finanzanlagen tätigt der getätigt hat  oder in anderer Weise Anteile  hält. Weitere Infos: siehe § 34b WpHG.

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Ein Gedanke zu „Silberaktien sind der bessere Vermögensschutz

  1. Sehr guter Artikel! Aktuell ist der Silberpreis jedoch noch stark von der Industrienachfrage und somit von der wirtschaftlichen Lage abhängig. Aus diesem Grund muss man das Jahr 2013 sicherlich noch genau betrachten, wie es wirtschaftlich läuft bzw. welchen Einfluss dies auf den Silberpreis hat. Durch die sinkenden Silberreserven wird jedoch auch der Zeitpunkt kommen wo Silber nicht mehr von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig ist. Spätestens dann erkennt man dass der Silberboom eingesetzt hat!

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