Warum Sie in Silber investiert sein sollten.

 

Grafik 1: Silbervorräte in Jahren nach Produktionsländern

Entgegen vieler “Hartgeld” Investoren, sehe ich in physischem Silber viel mehr  als nur  ein Rettungsboot für die Schuldenkrise oder die Hyperinflation. Meine Investitionsentscheidung, welche ich u.a.  Anfang 2008 in dem Artikel „ Warum Silber kaufen” (http://www.silber.de/warum_silber_kaufen.html) begründete, beruhte schon damals auf der uns ins Haus stehenden Silberknappheit.

Die vorstehende Grafik zeigt uns, für wie viele Jahre, basierend auf den aktuellen Produktionsmengen,  die nachgewiesenen Vorräte noch reichen.  Innerhalb der nächsten  10 Jahre  gehen Kanada, China und Mexiko die Silbervorräte aus. Dadurch werden 9000 Tonnen (289 Millionen Unzen) der jährlichen Versorgung aus dem Markt genommen. Das ist eine satte 40%ige Abnahme des derzeitigen Minen- Angebotes!

Und die Angebotsverknappung wird durch die steigende Nachfrage in den kommenden 10 Jahren noch verstärkt werden.

Grafik 2: Jährliche Produktionsmenge in Tonnen pro Land

Die Grafik zeigt die möglichen Auswirkungen wahrscheinlicher Exportbeschränkungen. So könnte alleine China, welches heute noch 60 % seiner Silberproduktion exportiert, aber nur noch Vorräte für etwa 10 Jahre im eigenen Land hat, mit Export- Restriktionen eine Preisexplosion auslösen.

Grafik 3: Nachgewiesene Reserven in Tonnen je Land.

Die Entwicklung einer neuen Mine ist ein sehr  riskantes und langfristiges Projekt. Von den ersten Bohrungen bis zum tatsächlichen Produktionsstart  dauert es ca.10 Jahre oder länger. Es ist Unsinn innerhalb der kommenden 10 Jahre auf neue Produktionsstätten für  physische Silber Versorgung zu hoffen.

Grafik 4: Jährliche Silbernachfrage in Tonnen

Der Bedarf an physischem Silber steigt seit 2001 um durchschnittlich etwa 550 Tonnen pro Jahr. Der Preis ist in diesem Zeitraum  fast um das 10 fache gestiegen.

Selbst bei der  sehr konservativen  Annahme, dass die Silberminenproduktion der kommenden 10 Jahre  weiterhin  auf dem Niveau von  2012  (23.800 Tonnen bzw.765 Mio. Unzen / Jahr) bleibt, genügt alleine schon die seit Jahren linear ansteigende physische Nachfrage der Industrie und der Investoren, um einen physischen Silbermangel zu erzeugen.

Mein Fazit:

Wir stehen einer ca. 40%igen Angebotsverknappung bis zum Jahr 2012 gegenüber und haben  „Peak Silver“, also den Höhenpunkt der Produktion,  kurz vor uns.

Es braucht weder Inflation, noch chinesische Exportbeschränkungen, um das historische Gold: Silber Ratio von 1: 15 wieder zu erreichen.

Wir brauchen nur Geduld, denn “Peak Silber” wird den Preis einer Unze in den kommenden Jahren dreistellig werden und die Kurse von  Silberminen  explodieren lassen.

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Bringt uns die kalte Sophie einen Deflationsschock?

Die frostigen Heiligen  zerstören bekanntlich das was der Frühling gebracht hat. Gilt in diesem Jahr  diese alte Bauernregel auch für den Edelmetall Markt? Anfang Mai ist der HUI Kurs  überhaupt nicht hui, sondern  pfui.

Der Abstand zur 200 Tages Linie ist auf einem 3 Jahres Hoch; das Potential war selten größer.

Gäbe es keine Spielverderber unter den sogenannten „Experten“, die permanent vor einem Deflationsschock raten und ihren  Kunden sogar empfehlen, ein Teil des Geldes in Absicherungs-Zertifikate zu investieren (also Gold und Silber zu“ shorten“)  dann müsste man jetzt seinem Juckreiz in den Fingern nachgeben und seine Investitionsquote auf 100 % hochfahren

Aber wer sich anschaut, mit welchem  Hebel  vor allem  europäische Banken unterwegs sind, der kann  zu Recht Angst bekommen. Dazu muss er auch gar nicht bis nach Spanien gehen. Die Zahlen aus Deutschland sind schwindelerregend genug. Gemäß dem  Institut für Wirtschaftsforschung benötigen die deutschen  Banken 147 Milliarden Euro an frischem Kapital. Sie sind völlig unterkapitalisiert und mit einem Hebel von über 30 auf ihr Eigenkapital in den Märkten.  Als Lehmann in 2008  kollabierte war sein Hebel  ebenfalls  30:1.  Wer sein Depot absichern will, der sollte keine Edelmetalle, sondern  europäische Banken shorten.

Die Zentralbanken stehen vor der Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder sie montetarisieren alles und erzeugen so Hyperinflation oder sie lassen die Banken  deflationär kollabieren und dann haben wir „Game Over“.

Man muss kein Insider sein, um zu erkennen, dass die EZB als  ein Teil des Systems alles tun wird, um das System zu stabilisieren und einen deflationären Kollaps zu verhindern.

Ein weiteres Indiz dafür, dass wir vor keinem deflationären Schock stehen, sind die  Frühindikatoren aus der Wirtschaft. Der Wert des  globalen  Einkaufmanagerindex  liegt im April mit 51,4 über der Expansionsschwelle von 50. Auch die Einkaufmanagerindices aus den Schwellenländern trotzen den Pessimisten.

Zwar lässt  die Inflation  in der Eurozone noch auf sich warten und  auch die Kreditvergaben an private Haushalte  sind auf einem Tiefpunkt, aber  die Euro- Geldmenge steigt wieder an. Seit 1980 ist die Geldmenge M3 in den 34 OECD Staaten über 3mal höher als die Wirtschaftsleistung  angestiegen.

Die Mathematik (E-Funktion)  liefert uns die absolute Gewissheit, dass unser Papiergeldsystem endlich ist. Die einzige offene Frage lautet: wann ist das Ende erreicht. Die Volkswirtschaften im Euroraum haben bereits eine Verschuldung erreicht, bei der sie  nicht mehr in der Lage sind, die Schuldzinsen zu bedienen. Es gibt es nur noch die Möglichkeit, alte Zinslasten mit neuen Schulden  zu zahlen, was wiederum neue Zinslasten erzeugt. Dadurch entsteht eine  Verschuldungsspirale, welche am Ende  zu  einer „Währungsreform“  führen muss.

Bisher war man bei jedem „Haircut“ mit Sachwerten besser gestellt als mit Papiergeld. Deshalb bin und bleibe ich b.a.w. ein Silberbug.

Wer sich den  Silberpreis seit Ende 2009 (siehe vorstehenden  Chart) genau anschaut, der sieht  einen steilen  Preisanstieg von $15 auf 50$  (x 3,3) vom Frühjahr  2010  bis zum April 2011 und seitdem Mai 2011  eine  lange Seitwärtsbewegung.

Der Anstieg  vom Ende April über 31 $ erzeugte Hoffnung, dass der massive Widerstand bei 35 $ bald angegriffen wird. Aber derzeit haben „kalte Heilige“ wieder  die Oberhand und prüfen unsere Geduld.

Sobald der Keil, den der Silberkurs ausgebildet hat nach oben durchbrochen und vor allem die 35 $ geknackt sind, steht uns eine Anstiegsphase bevor, die über das 3-fache hinausgehen sollte. Silberkurse  über 100 $ sind deshalb  für das Jahr 2013 alles andere als unwahrscheinlich.

 

Gerhard Nadolny

Im Mai 2012

www.diesilberseite.de

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