Vermögensverteilung

Heute, nachdem Silber aus seinem  Dreieck ausgebrochen und die seit April fallende Trendlinie überwunden hat,  möchte ich nochmals auf die richtige Verteilung des liquiden Vermögens hinweisen.

Unter „liquidem Vermögen“ verstehe ich das nicht in Immobilien angelegte Gesamtvermögen, welches für Investitionszwecke über einem Zeitraum von mind. 12 Monaten, in einem „worst case“ Deflationsszenario auch 24 bis 36 Monate, entbehrlich ist. Selbstverständlich müssen Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihre Liquidität verteilen und wie Sie sicherstellen, dass sie auch nach einem jederzeit möglichen Deflationsschock Ihren finanziellen Verpflichtungen (z.B. Schuldendienst fürs Haus) nachkommen.

Persönlich empfehle ich jedem, der seine Werte langfristig schützen und speichern will, derzeit etwa zwei Drittel in physisches Gold und Silber (ca. 30 Teile Gold und 70 Teile Silber) zu investieren. Wer nur einen kurzen Zeithorizont hat, kann einen kleinen Teil davon auch in einen EFT der ZKB anlegen( um bei Bedarf schnell aussteigen zu können).  Von einer Einkaufsgemeinschaft rate ich ab, da  Herr Schäuble jederzeit Zugriff auf eine solche Gesellschaft hat und es auch das grundsätzliche Risiko der Veruntreuung gibt. Am besten ist es immer noch wenn Sie jederzeit -ohne Bankmitarbeiter oder Zöllner informieren zu müssen – Zugriff auf Ihr physisches Metall haben. Wer ein externes Schließfach bevorzugt, dem empfehle ich die Dienstleistungen  privater Sicherheitsdienste in Lichtenstein oder ein Zollfreilager in der Schweiz.

Das restliche Drittel würde ich in Minenwerte mit dem eindeutigen Schwerpunkt: Silber Junior Produzenten( siehe hierzu das Silberkurs Musterdepot) ) und, wenn ich  Lust auf Zocken verspürte, auch bis maximal 5% der Gesamtsumme meines liquiden Vermögens in Hebelprodukte investieren.

Folgende Hebelprodukte kommen grundsätzlich in Frage:

Knock-out Zertifikate, Optionsscheine und die Faktorzertifikate ( 3- oder 4-fach) der Commerzbank.

Mit K.O. Zertifikaten erleidet man einen Totalverlust bei Berührung der Knock-out Schwelle. Hier habe ich mir schon etliche blutige Nasen geholt, als ich solche Wetten gegen unsere Bankster einging. Solche Wetten können gelegentlich gutgehen, werden aber meistens verloren. Persönlich lasse ich inzwischen die Finger davon weg.

Faktorzertifikate haben einen Verwässerungseffekt bei einer langlaufenden Seitwärtsbewegung, wie wir sie derzeit beim Silber erleben. Sie eignen sich am besten für kurzfristige Wetten.

Langlaufende Optionsscheine sind für das volatile Silber m.E. derzeit das beste Hebelprodukt. Sie haben weder eine Totalverlustschwelle noch einen Verwässerungseffekt während der Laufzeit. Das Risiko ist hier aber die Wertlosigkeit bei Fälligkeit. Für einen Neueinsteiger eignet sich- bei dem derzeitigen Silberpreis von etwa 28$-  die folgende Optionsschein Strategie:

Die für Hebelprodukte vorgesehene Summe, sagen wir mal es wären 3000 Euro, wird auf drei Optionsscheine mit unterschiedlich langen Laufzeiten verteilt. z.B.:

CM17RT (http://optionsscheine.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?seite=os&i=4537631)

Strike 40 $,  Laufzeit bis 4.12.12, aktueller Preis: 0,25 Euro = 4000 Stück

CK66U8 (http://optionsscheine.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?seite=os&i=17986565)

Strike 40 $,  Laufzeit bis 5.03.13, aktueller Preis: 0,57 Euro =  1750 Stück

CM17S8 (http://optionsscheine.finanztreff.de/dvt_einzelkurs_uebersicht.htn?i=4556189&seite=os)

Strike 40 $,  Laufzeit bis 3.12.13, aktueller Preis: 1,44 Euro =  700 Stück

Sollten die ersten beiden wertlos verfallen, so gibt es noch die Chance den Einsatz  bis Ende 2013 wieder zu gewinnen, falls Silber bis dann wieder in der Nähe von 50 $ steht( wovon ich ausgehe).

Gerhard Nadolny , 28.7.2012

www.diesilberseite.de