In Silber investieren: wie, wann und warum?

Der steile Anstieg des  Silberpreises auf 49 USD pro Feinunze  wurde im April 2011 gestoppt und es folgte eine scharfe Korrektur; die im  Sommer 2013 bei 19 USD ihren Boden fand. Wer sich den o.a. Langfristchart ansieht, stellt fest, dass es sich wirklich nur um eine zu erwartende Korrektur handelte. Vergessen Sie daher alle Aussagen von sogenannten Experten, die vom Platzen der Gold und Silberblase sprechen.

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Die Fundamentalanalyse spricht für weiter steigende Edelmetallpreise und weil das Gold/Silber Ratio mit derzeit 1 : 61 etwa 4 mal höher als das natürliche Verhältnis von 1:15 zwischen diesen beiden edlen Metallen ist, sind die Chancen für Silber wesentlich größer als die für Gold.

Steigt die Geldmenge, dann steigen die Edelmetalle

Der Goldpreis ist eine Art  Hebel auf die Entwicklung der Geldmenge und der Silberpreis wird in den kommenden Jahren  den Goldpreis outperformen

Bereits im 19. Jahrhundert: schrieb der Nationalökonom Ricardo David

“Die Erfahrung lehrt uns, dass kein Staat und keine Bank jemals die unbeschränkte Möglichkeit der Papiergeldausgabe besaß, ohne sie zu mißbrauchen“.

Der US Dollar hat seit 1913 94 %  seiner Kaufkraft verloren. Wer im Euro investiert  ist, verliert aufgrund der Null-Zinspolitik derzeit jährlich 1,9% an Kaufkraft.

Bad Bernanke, der Chef der  Federal Reserve widersetzte sich mit der jüngsten Entscheidung  den Erwartungen,  die Monetarisierung der Schulden zurückzufahren   und verschob damit  die Beendigung  sogenannten der Quantitativen Lockerung (QE)  auf unbestimmte Zeit. Gold und Silber reagierten sofort und  schossen in die Höhe.

Neben der Geldmengenpolitik, gibt es aber noch einen weiteren, fundamentalen Grund, warum man jetzt in die Edelmetalle und nicht in Aktien oder Immobilien gehen sollte und das ist die bewährte „ 3 Speichen Regel“.

Stellen Sie sich ein Rad mit 3 Speichen vor und schon haben Sie das älteste und erfolgreichste Investitionskonzept vor Augen. Eine Speiche steht für Aktienund Anleihen, die zweite für Immobilien und die dritte für Edelmetalle. Bis 2000 war die Aktienspeiche oben, dann fielen die Aktien und die Edelmetall- Speiche stieg nach oben. In der Vergangenheit galt für das Profitziel von unten nach oben der Faktor 30. Im Jahre 2000 stand Silber bei ca. 5 $ je Unze x 30 = 150 $ je Unze, nach der 3 Speichen – Regel liegt das Ziel für Silber also auch im Bereich von etwa 150 $ je Unze.

Mit Aktien  ist in den nächsten Jahren kein Geld zu verdienen ist. Der Dax wurde durch die  überschüssige Liquidität (Geldmengen) auf ein Allzeithoch getrieben .Die Welt blickte im Sonner nach Syrien, aber  Indien und China könnten sich bald als die größeren Probleme für die Welt darstellen, denn auch Asien schlittert in die Schuldenkrise. Die indische Rupie hat seit Mai über 20% abgewertet. Wenn die Wachstumsstory der Schwellenmärkte sich als hohles Gerede herausstellt, werden die weltweiten Aktienmärkte einbrechen.

Auch Anleihen und Immobilien sind zu teuer. Wenn die Zinsen steigen und das ist nur eine Frage der Zeit, werden diese Märkte einbrechen.

Die Staatsverschuldung der USA hat inzwischen  die Marke von 100% des BIP überschritten. Diese Schuldenlast ist auf die Dauer nicht zu tragen. Die Zinsen 10 jähriger US – Staatsanleihen sind von 1,6 % im Mai auf 2,8% im August gestiegen. Vieles spricht für weiter steigende Zinsen. Wenn die Anleihen – Blase platzt, wird man nicht so wie im Jahr 2008 schnell reagieren können. Das geldpolitische Pulver zum abfedern wurde verschossen, jetzt bleibt nur noch eine Lösung: die Bereinigung der Krise in einem tiefen Tal der Tränen.

Nicht nur in Asien oder den USA, auch in Europa wird diese Entwicklung zu enormen Vermögensverlusten führen.

Dazu kommt noch, dass wir nach der Wahl vom 22.9.13 mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer und anderen Eingriffen des Staates in unsere Taschen rechnen müssen. Rechnen Sie vorsichtshalber mit dem Schlimmsten (z.B.  Zwangshypotheken oder Sonderabgaben auf größere Vermögen). Gold und Silber, das außerhalb des Bankensystems gelagert wird, sind in solchen Zeiten ein unverzichtbares Basisinvestment.

Die Mehrwertsteuererhöhung für  Silbermünzen von 7% auf 19% ist bereits für den 1.1.2014 beschlossen. Ein weitere Grund, noch in 2013 seine Euro, die man in 2014 nicht  für andere Zwecke braucht,   in Silbermünzen  zu investieren.

In Gesprächen mit Investoren, die nicht nur ein paar Tausend Euro, sondern größere Summen  unterbringen wollen, höre ich beim Thema Silber immer wieder das Lager- Argument. Nicht jeder hat einen Garten und nicht jeder will sein Silber vergraben.

Für größere Summen empfehle ich daher einen “ Drittel – Mix “ bestehend aus

–           Münzen  gelagert im unmittelbarem Zugriff

–           Edelmetall in großen Barren, physisch gelagert in der Schweiz , wobei hier

auch  ein Fonds oder  eine Einkaufsgemeinschaft in Betracht kommen

–           Minenaktien

Das man sein Vermögen  nicht in einen Banksafe legen sollte, liegt auf der Hand, denn der Staat kann jederzeit Zugriff darauf nehmen und  den Inhalt besteuern oder beschlagnahmen.

Wer sein Silber also weder in den eigenen vier Wänden, noch im Tresor einer  Bank lagern will,  der hat  beispielsweise noch die Möglichkeit ein  Schweizer Zollfreilager zu nutzen. Dies hat weitere Vorteile. Für den Investor  fällt die MwSt. weg, solange das Silber in einer sogenannten Freihandelszone lagert.

Natürlich ist es nicht jedermanns Sache, nach Zürich zu fahren und sich dort einen Lagerraum anzumieten. Diese Dienstleistung kann man in Verbindung mit weiteren Vorteilen “outsourcen“ indem man sich  einer Einkaufsgemeinschaft anschließt. Dadurch entstehen natürlich Kosten, die aber durch die Einkaufsvorteile einer solchen Gemeinschaft weitestgehend kompensiert werden können. Die Fondsvermittlung24.de wirbt beispielsweise damit, dass Anleger beim Kauf von Goldbarren einen Einkaufsvorteil von bis zu 18% und bei Silberbarren sogar bis zu 37% gegenüber dem direkten Erwerb bei einem Edelmetallhändler erzielen.

Last but not least bleibt noch die hoch  riskante Investition in Minenaktien.

Diese Küche ist sehr heiss und nur für Anleger geeignet, die auch einen Totalverlust verkraften können.

Das von mir geführte Silber-Minendepot hat im Juni  2013  seinen bisher tiefsten Stand erreicht und erholt  sich seit August. Die Bodenbildung ist abgeschlossen.  Das politische Risiko einer Vermögensabgabe (auch  auf Aktienbesitz) wird nach der Bundestagswahl steigen. Ein Depot, z.B. in Kanada Bereich dürfte in einem solchen Fall zwar keine optimale, aber immer noch eine bessere Lösung als ein Depot in Euroraum sein. Wer konservativ in die Silberaktien investieren will, der sollte sich z.B. Werte wie Pan American Silver,  Silver Wheaton  oder Silver Standard anschauen.

Gerhard Nadolny im September 2013

www.diesilberseite.de

Disclaimer: Ich möchte feststellen, dass ich kein Finanzberater bin und keine Finanzanlagen verkaufe. Dieser Bericht ist – wie ein Zeitungsartikel- eine völlig unverbindliche Information und keinerlei Anlage- oder sonstige Finanzierungsempfehlung.  Ein Totalverlust ist bei Finanzanlagen möglich. Jegliche Haftung irgendwelcher Art für den Inhalt oder daraus abgeleiteter Aktionen der Leser wird ausdrücklich und vollständig ausgeschlossen. Das gilt auch für alle Links, für deren Inhalt ebenfalls jegliche Haftung ausgeschlossen wird. Bitte wenden Sie sich für rechtlich verbindliche Empfehlungen an einen lizensierten Finanzberater oder eine Bank. Es ist grundsätzlich möglich, dass der Autor Käufe oder Verkäufe  in  einer in diesem Artikel beschriebenen  Aktien oder Finanzanlagen tätigt oder getätigt hat  oder in anderer Weise Anteile  hält. Weitere Infos: siehe §34b WpHG.

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