Auszug aus dem Silberkurs für Dezember 2013

Zur Lage der Märkte

Dax

Der Dax steht mit 9552 Punkten fast doppelt so hoch wie vor 2 Jahren. Ist die Krise also vorbei? Nein, es wurde nur Zeit gekauft und mit der Liquidität wurde u.a. der DAX aufgeblasen. Es dürfte sich um eine typische Jahresendrallye handeln und ab Januar rechne ich eher mit Rückgängen als mit weiteren Anstiegen. Wer jetzt in Aktien einsteigen will, der sollte ich in Japan, Asien oder Osteuropa umschauen, aber nicht in den DAX oder den DOW gehen. Wer nach Alternativen zu festverzinslichen Euro Bonds sucht, der sollte sich in rohstoffnahen Ländern wie Norwegen, Kanada oder Australien umschauen.
In den USA steigen die Kosten für die Staatsschulden weiter an: Am letzten Freitag durchbrachen die Zinsen für langfristige Treasuries erstmals die 3-Prozent-Hürde. Strategen erwarten, dass die Marke von 3,50 Prozent in den kommenden Monaten erreicht oder sogar überschritten wird. Die Schuldenspirale dreht sich weiter und Obama´s Land wird immer ärmer.

Auch unsere Politiker haben die Schuldenkrise nicht im Griff. Durch die niedrigen Zinsen spart der Staat zwar Zinszahlungen, aber der kleine Sparer wird schleichend enteignet.
Die Umverteilung hat mit der Euro- Einführung begonnen, denn die Südländer profitieren seitdem von niedrigen Zinsen. Diese „Streckbankfolter“, bei der die deutschen Sparer mit Zinsen unterhalb der Inflationsrate um die Kaufkraft ihres Sparguthabens gebracht werden, ist noch nicht das Ende der Krise. Bereiten Sie sich auf einen wie auch immer gestalteten „Hair Cut“ zu Deutsch: auf eine Enteignung vor. Einiges von dem, was diskutiert wird, wird auch kommen. Am Höhepunkt der nächsten Krise wird Ihr Vermögen geringer werden, die Frage ist nur um wie viel und durch welche Maßnahmen.
Zur Krisenvorsorge gehört aber auch ein hinreichender Vorrat an Lebensmitteln, Wasser, Kerzen und Brennstoffen, denn ein Stromausfall ist alles andere als unmöglich. Dann gehen nicht nur die Lichter aus, sondern auch die Heizung und das Radio; aus dem Hahn kommt kein Wasser und aus dem Bankautomaten kein Geld mehr. Was glauben Sie, was in einer Großstadt wie Köln bereits nach 48 Std. Stromausfall los ist? Ein großflächiger Stromausfall von mehreren Tagen könnte das gesamte Wirtschaftssystem zum Einsturz bringen.

Zu den Edelmetallen

Einen jüngsten Beweis für die Tatsache, dass vorhandenes Gold mehrfach verkauft bzw. verleihen wird, liefert ist dieses Zitat:
„Teile des Bundesbank-Goldes wurden vor dem Transport nach Deutschland umgeschmolzen. Offenbar nutzten die Amerikaner das Gold der Deutschen zu anderen Zwecken. Sie konnten die ursprünglichen Barren nicht liefern und mussten daher neue Barren herstellen.“
(http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php/2013/12/25/einschmelzung-zweifel-am-deutschen-ausla )
Warum mussten die Goldbarren vor dem Transport eingeschmolzen werden, fragt Peter Boehringer. Offenbar waren die in den 50er und 60er Jahren von der Bundesbank angekauften Barren nicht mehr unangetastet zum Transport nach Deutschland verfügbar. Daher hat die Bundesbank nun neue Barren mit 2013er Nummern erhalten
„Das Eingeständnis des Einschmelzens von angeblich vorhandenen Bundesbank-Goldbarren legt nun nahe, dass mit diesen Barren in den vergangenen Jahrzehnten von den Amerikanern ‚gehandelt‘ wurde – was bei einer reinen Verwahrung durch eine passive Verwahrstelle, die gar eine ‚Stückschuld‘ gegenüber dem Auftraggeber hat, selbstredend nicht hätte sein dürfen!“

Gold

Den Preis von rund 1200 USD pro Feinunze, den Sie derzeit in den Charts sehen ist der von den Bankster beim sog. Goldfixing festgelegte und durch den Einsatz von Derivaten und Mehrfachverkäufen manipulierte Preis des Goldes. Wenn es kein „ Papiergold“ gäbe, dann würden wir einen anderen Preis bezahlen müssen.

Laut dem World Gold Council beträgt das erzeugte Goldangebot der letzten 12 Monate bis September 2.862,5t. Im gleichen Zeitraum betrug die weltweite Nachfrage 4.476,9t. Die Differenz ist ein Angebotsdefizit von 1.614,4t. Dieses Ungleichgewicht ist bullisch für Gold. Es wird durch Leasinggeschäfte und ETF-Verkäufe nicht möglich sein, diese Lücke auf Dauer zu schliessen.

Silber

Das Jahrestief bei Gold und Silber haben wir im Sommer gesehen, aber die Streckbankfolter dauert und dauert. Die allermeisten Investoren dürften mit Ihren Nerven am Ende sein und sich das Schlammassel nur noch von der Seitenlinie betrachten. Dabei ist es jetzt an der Zeit, vor allem die verprügelten Edelmetallaktien günstig einzusammeln, denn die Korrektur der Edelmetalle könnte bald enden.
Für Silber gibt es positive Signale, denn die Unterstützung zwischen 18 und 19 USD hat gehalten, nun braucht es noch einen Kursausbruch über die Abwärtstrendlinie, dann wäre der Weg nach oben frei. Hoffen wir also auf 2014.

Minen

Das Verhältnis des HUI zu Gold ist ein wichtiger Indikator. Derzeit steht es mit 0,16 extrem niedrig. Erfahrungsgemäß folgen auf solche Tiefststände starke Kursanstiege. Ein derart extremes Tief wie Ende 2013 gab es das letze Mal Ende 2000. Danach ist das Verhältnis HUI zu Gold innerhalb von 3 Jahren von 0,15 auf 0,6 gestiegen. Ein Anstieg von 400 %.

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