Die tödliche Illusion vom besiegten Sozialismus !

Roland Bader : Kreide für den Wolf- Die tödliche Illusion vom besiegten Sozialismus.

Dieser in 1991 erschienene Klassiker ist seit kurzem als kostenloses Ebook erhältlich. Das Buch von Roland Baader ist keine leicht verdauliche Kost, aber nach wie vor hochaktuell und für jeden Bürger, der sich Sorgen über die Zukunft in Freiheit macht, dringend zu empfehlen.

Ich habe ich die 341 Seiten auch gelesen, um meine Vergangenheit als Sozialdemokrat (ich wurde 1971 in meiner „Sturm und Drang“ Zeit Mitglied der SPD und habe Ende 1984 aus beruflichen und familiären meine kommunalpolitischen Aktivitäten beendet) und  kann  meine „sozialdemokratischen Wurzeln“ nicht leugnen.

30 Jahre später haben mir Friedrich August von Hayek und Roland Baader klargemacht, dass ich als junger Mensch, so wie Millionen von SPD Wählern und Mitgliedern auch, als ich mich von dem Versprechen des Godesberger Programms nach „sozialer Gerechtigkeit „ verführen liess, von einem tief in mir vergrabenen Instinkt aus der Urzeit gesteuert wurde. .

Es ist mir wie Schuppen von den Augen gefallen: Die Forderung nach gerechter Verteilung und nach einer organisierten Macht, die jedem das zuteilt, was er verdient, ist somit genau genommen ein „Avatismus“.  Die Regeln und Instinkte des Horden-, Sippen- und Stammeslebens von hunderttausenden von Jahren sind noch immer noch abgrundtief in meinem (und Ihrem) Unterbewusstsein und in unserer Erbsubstanz verankert.

 Das ist eines der entscheidenden Geheimnisse der Wirkung sozialistischer Ideen.

Baader konnte mich mit seinem Buch auch davon überzeugen, dass Sozialismus immer und überall Unfreiheit bedeutet

Gewalt, Lüge, Terror, Menschenverachtung und Tod; ganz gleich, ob er sich rot, braun, grün oder gelb gebärdet, „national“, „international“, „volksrepublikanisch“ oder „kulturrevolutionär“.

In den 70er und 80er Jahren lag der „alte Sozialismus“ schon im Sterben. Er hatte das Schwergewicht auf der Überführung der Produktionsmittel in Gemeineigentum

Der u.a. von der Sozialdemokratie propagierte „neue Sozialismus“ legt sein Gewicht auf die Verteilung des Sozialproduktes. Sein Gewand heißt „Wohlfahrtsstaat“.

Er blendet die Menschen aber auch mit dem Versprechen der „Demokratie“. Aber im neuen Sozialismus findet nur eine entartete (Schein-) Demokratie statt, die ihren Offenbarungseid mit Hilfe eines uferlosen Fiskal- und Verteilungsstaates um Jahrzehnte hinausschieben kann. Aber eben nur hinausschieben.

Laut Baader ist die Gleichsetzung von Sozialismus und Demokratie,“begrifflicher Götzendienst auf Steinzeitniveau, sprich: geistiger Sondermüll.“

Der neue Sozialismus hat 3 Merkmale:

  1. Politiker und Parteien greifen aus Gründen der „sozialen Gerechtigkeit„ lenkend und umverteilend in die Volkswirtschaften ein.

  2. Gewerkschaften wollen aus den gleichen Gründen immer weiter wachsende Sozialleistungen durchsetzen.

  3. Bestimmte Gruppierungen fordern für sich einen jeweils größeren Teil des nationalen Reichtums.

Alle 3 Merkmale mindern den Leistungswillen, senken die Investitions – und Risikobereitschaft und verzerren die Preise. Kurzum, sie lähmen die produktiven Kräfte.

Auch diese Feststellungen von Baader sind hochaktuell:   Alle unserer „Reichtümer“ und Vermögen Eigenheim (soweit wir es mal verkaufen oder beleihen wollen), Bausparguthaben, Aktien und Pfandbriefe, Lebensversicherungs-und Rentenanwartschaften, Bargeld und Sparguthaben etc. sind „eingefrorene Ansprüche auf das zukünftige Sozialprodukt. Die Notenbanken und internationalen Institutionen, die

den Sozialsozialismus der Sozialstaaten finanzieren und den Kapitalismus deformieren und pervertieren, sind Spielbanken. In ihnen wird unsere Zukunft verspielt.

Die kollektive Zwangsvorsorge und Zwangshilfe ersetzt nicht nur private Hilfe und Eigenvorsorge, sondern sie verdrängt und lähmt diese auch noch, schafft obendrein Anreize zum Missbrauch und belohnt die rücksichtslose Ausbeutung der Leistungswilligen und Leistungsfähigen.

Der Sozialstaat wird in nicht allzu ferner Zukunft vor dem Bankrott stehen, dann wird es tatsächlich zu einem unwürdigen, hässlichen und verzweifelten Krieg kommen:

–      Junge gegen Alte (Bankrott der sozialisierten Rentenversicherung),

–      Gesunde gegen Kranke (Zusammenbruch des sozialisierten Gesundheitswesens),

–      Arbeitslose gegen Arbeitsbesitzer (Kollaps der Arbeitslosenversicherung),

–      Geldbesitzer gegen Sachwertbesitzer (Inflation/Währungsreform),

–      Obdachlose gegen Sozialwohnungsbeleger (Zusammenbruch des freien   Wohnungsmarktes),

–      Sozialabgabengeschröpfte gegen Schwarzarbeiter (Reguläre Arbeit lohnt sich nicht mehr).

 

Baaders Blick in die Zukunft macht Angst:

In großen Krisen und Zusammenbrüchen schlägt die Stunde der Rattenfänger und Volkstribunen. Demagogen aber brauchen Mythen. Und der Kapitalismus ist kein Mythos. Sehr wohl aber die Uralt-Legende, dass er an allen Übeln dieser Welt die Schuld trage und sehr wohl ist auch sein großer Antagonist ein Mythos: der Sozialismus. Das sind die Mythen, die in der Verzweiflung allzeit bereitstehen, die Völker in neue säkulare Katastrophen zu führen. Der Kapitalismus, in der Stunde seines größten Triumphes (Zerbrechen des sozialistischen Kolonialreiches im Osten), ist schon tot; unterspült und ausgelaugt vom Sozialsozialismus steht er -scheinbar unerschütterlich- wie ein morscher Baum. Der nächste Sturm wird ihn fällen. …Der Pöbel braucht immer ein Opfer.

Ja der nächste Sturm wird kommen, die Vorzeichen sind unübersehbar. Noch sind Kapitalismus und damit die Freiheit nicht gänzlich verloren, aber der „soziale Sozialismus“ hat in Deutschlands Parteienlandschaft tiefe Wurzeln und er ist so mächtig wie die menschliche Dummheit und die ist bekanntlich unendlich.

Ludwig von Mises hat bereits 1922 die Kampfansage formuliert:

„…Ideen können nur durch Ideen überwunden werden. Den Sozialismus können nur die Ideen des Kapitalismus und des Liberalismus überwinden. Nur im Kampf der Geister kann die Entscheidung fallen.“

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