Silber ist das Geld der Herren

„Gold is the money of kings. Silver is the money of gentlemen. Barter is the money of peasants.
And debt is the money of slaves. „

 

Da ich kein König und auch kein Landwirt bin und kein Sklave sein möchte, bin ich ein sogenannter „Silberbug“. Ich liebe das Gold des kleinen Mannes und liege nun seit 2011 auf der Streckbankfolter. Silber stand im August 2011 über 40 USD pro Feinunze und heute steht es unter 20 USD pro Feinunze, hat sich also mehr als halbiert.

Aber der Langfristvergleich Silber zum DAX zeigt mir, dass die Schlacht nicht verloren wurde:

 

DAX Hoch 2000 = 8069 Punkte  DAX 25.8.14 = 9490                            +17%

Silber in Euro Hoch 2000 ca. 5 Euro Silber 25.8.14 = 14,7 Euro        +294%

 

Um meine silbernen Unzen mach ich mir keine Sorgen, denn eine Unze bleibt immer eine Unze und wird auch noch eine Unze sein, wenn der Euro und der Dollar nur noch Brennwert haben. Deswegen interessiert es mich eigentlich auch nicht, wie der Euro zum Dollar oder zu anderem ungedeckten Papiergeld steht. Ich glaube an mein Silber.

Sollte Ihnen jedoch jemand sagen, er wüsste, wo der Silberpreis (in Euro) sagen wir mal im Februar 2015 steht, dann lügt er. Niemand kann das wissen. Wahrscheinlich ist nur, dass er, was seinen Tauschwert z.B. zum DAX betrifft, weiter steigt. Am Langfristtief in 2000 musste man etwa 1600 Silber- Unzen für den DAX hinlegen. Seitdem hat der DAX nur um 17 % zugelegt und der Silberpreis ist um rund 300% gestiegen. Heute „kostet“ der DAX rund 600 Unzen. Es liegt zwar ausserhalb der Vorstellung vieler Menschen, aber ich bin mir sicher, dass ich noch ein Verhältnis kleiner 1: 50 erleben werde.

Und wie wird sich Silber gegen den Euro oder den Dollar entwickeln? Silber ist knapp und muss mühsam produziert werden. Der Dollar und der Euro sind beliebig vermehrbar. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Die Geldschöpfung aus sehr dünner Luft durch die Zentralbanken (QE 1,2,3,4…90) richtet einen immer größeren Schaden an. Mit immer mehr Geld wird nicht die Konjunktur angeheizt, sondern es werden Vermögensblasen gebildet, die irgendwann platzen. Das Problem ist und bleibt das staatliche Geldsystem und damit die Zentralbanken.

Die „Papierwährungen“ werden unter Schwankungen weiter gegen Sachwerte wie Gold, Silber, Aktien, Immobilien, Öl oder Zucker verlieren.

Gewinner dieser Entwicklung sind die Reichen, die Ihr Geld in diese Anlagen investieren können. Verlierer ist der Sparer, der durch Inflation enteignet wird und der „kleine Mann“, der wegen der schwachen Konjunktur keine Real-Lohnerhöhung bekommt aber mit steigenden Verbraucherpreisen belastet und so immer ärmer wird.

In der wachsenden Ungleichheit zwischen ganz wenigen die immer reicher und sehr vielen, die immer ärmer werden, liegt ein sozialer Sprengstoff. Die Blasen der Vermögenspreise z.B. bei Immobilien nutzen nur einer sehr kleinen Minderheit und schaden einer großen Mehrheit.

Das Problem aller Probleme sind nicht die Währungen und nicht die Währungssysteme sondern diejenigen, die Geld aus dünner Luft schöpfen, allen voran die amerikanische FED.

 

Gerhard Nadolny im August 2014

Putin und Dilger spalten die AfD

Alexander Dilger betreibt bekanntlich im Internet einen vom Landesvorstand auf Antrag des Kölner Rechtsanwaltes Beckamp mißbilligten Pranger an den er wechselnde AfD Funktionsträger stellt. Nun hat er mit seinem neuesten Artikel:

http://alexanderdilger.wordpress.com/2014/08/21/streit-um-ukraine-und-ausrichtung-der-afd/

die Mehrheit der einfachen AfD Mitglieder an seinen Pranger gestellt, denn er verdächtigt den größeren Teil der in der Ukrainekrise/ Sanktionsfrage gespalteten  AfD  nicht auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zu stehen. Die angeprangerten „Putin Versteher“ behaupten allerdings auch, dem Eid, den unsere Bundeskanzlerin  geleistet hat, verpflichtet zu sein:

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

Unsere Mutti  und jeder Politiker ist  verpflichtet, seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen. Wo steht, dass Politiker auschließlich transatlantische Interessen zu vertreten haben? Wer entscheidet, was das Wohl des deutschen Volkes ist?

Der in Sachen Verfassungstreue unverdächtige Ex Thyssen Chef Spethmann hat zu dem aktuellen Konflikt diese besorgte Meinung vertreten:

„Ukraine und TTIP bilden eine Zange in der Hand der Amerikaner, die Europa zur Kolonie macht. – Europa wird das nächste Nahost.“

Der „Möchtegern Europa Abgeordnete“ Dilger unterstellt den Funktionären in der AfD, die daran zweifeln, dass Sanktionen gegen Russland die richtige Strategie in diesem Konflikt sind, sie wollen „ein ganz anderes Deutschland“. Wollen diese besorgten AfDler das wirklich oder haben sie vielleicht nur Angst davor, dass sich der  aktuelle Krieg in der Ukraine zu einem großen Krieg entwickelt, der auf europäischem, also unserem Boden ausgetragen werden könnte.

Offensichtlich reicht das Vorstellungsvermögen des Professors Dilger nicht aus, um zu erkennen, dass es verantwortungsbewußte Menschen gibt, die sowohl Herrn Putin als auch Sanktionen gegen Russland kritisch sehen. Was haben der narzisstische Dilger und der despotische Putin gemein? Beide spalten die AfD. Dilger will aus der AfD eine FDP 2.0 machen und fordert Lucke auf, die „nötigen Konsequenzen zu ziehen“ Lucke soll also, wie Genscher in der FDP 1.0, bestimmen, was richtig und falsch ist und alle die seiner Fahne nicht folgen kaltstellen oder mit Parteiausschlussverfahren sanktionieren.

Er spricht den Namen zwar nicht aus, aber er denkt vor allem an Marcus Pretzell und unterstellt dessen Anhängern, dass diese kompromisslos an Luckes Stuhl sägen.

Die Transatlantiker Lucke und Dilger werden aber aus der AfD keine neue Genscher FDP machen, denn dazu fehlt ihnen eine innerparteiliche Mehrheit. Der konservative Lucke wird nun die Geister, die er zusammen mit Frauke Petry rief, nicht mehr los. Lucke, Petry, von Storch und andere AfD Größen fischen seit über einem Jahr am rechten Rand und wundern sich nun, dass die AfD einen Rechtsdrall hat und einige Mitglieder sogar die Existenz der BRD als Staat in Frage stellen.

Für mich bestätigt der immer tiefer werdende Graben zwischen den wenigen Liberalen und den vielen Reaktionären in der AfD, zu denen ich ausdrücklich auch die homophobe Europaabgeordnete Frau von Storch oder die fundamentalchristliche Sprecherin Frau Petry, die z.B. den Abtreibungsparagraphen 218 verschärfen will, zähle, dass die AfD keine liberale, sondern eine konservativ bis erzkonservative Partei ist. Nicht Lucke sollte die Konsequenzen ziehen, sondern die noch in der AfD übrig gebliebenen Liberalen. Sie sollten austreten und sich nicht länger als Feigenblatt für diese reaktionäre Partei missbrauchen lassen.

Gutes Geld ist Freiheit; schlechtes Geld ist Unfreiheit

Lassen Sie mich mit dem Begriff: Freiheit anfangen. Für die neu gegründete, eurokritische Stiftung „Freiheit & Vernunft“ ist Freiheit nicht selbstverständlich. Dieser Behauptung kann man ohne „wenn und aber“ zustimmen.

Aber Freiheit (lateinisch= Libertas) ist viel mehr als nicht selbstverständlich.

Die allgemeingültigste Begriffsbestimmung dürfte die Möglichkeit sein, ohne Zwang zwischen allen Möglichkeiten auszuwählen.

Komplexer wird es, wenn Immanuel Kant von negativer und positiver Freiheit spricht. Für die alten Griechen war Freiheit ein Privileg der Oberschicht. In diesem Zusammenhang fällt mir die im Sterben liegende FDP ein. Für Walter von der Vogelweide waren die Gedanken frei.

Friedrich August von Hayek war als klassischer Liberalist für ökonomische Freiheiten und Christian Lindner ist als Vorsitzender der FDP für den mitfühlenden Liberalismus.

In unserem Grundgesetz finden wir den Begriff der Meinungsfreiheit. Unser BGB kennt den Begriff der Vertragsfreiheit und in meinem Testament habe ich meinen freien Willen aufgeschrieben.

Nun zum zweiten Begriff in der Überschrift. Was ist Geld? Geld ist zunächst einmal nichts anderes als ein Tauschmittel. Als freier Mensch müsste ich eigentlich in einem freien Markt entscheiden können, welches Tauschmittel ich als Anbieter oder Nachfrager wählen möchte, also die Freiheit haben zwischen allen Möglichkeiten auszuwählen. So lief das über tausende von Jahren.

Ob Muscheln, Vieh, Wein, Zigaretten, Eisen, Kupfer, Gold oder Silber als Tauschmittel verwendet wurden, entschied der Markt. Heute ist das nicht mehr so.

Das freie Marktgeld haben sich unsere Obrigkeiten natürlich nicht ewig angeschaut, denn Gold und Silber bedeuten Freiheit für die Untertanen und waren für den Staat, der z.B. einen Krieg führen oder viele Beamten besolden will, nicht beliebig verfügbar. Also kam- um ein Beispiel für ein Papiergeldsystem zu nennen- ein Schotte namens Law im 18.Jahrhundert auf die Idee, das auf Gold und Silber basierende Währungssystems Frankreichs zu ersetzen, indem er das Papiergeld einführte.

Wie dieses und bisher jedes andere ungedeckte Papiergeldsystem endete, ist bekannt: im Desaster.

Damit bin ich schon beim Euro angekommen. Auch der Euro ist staatliches Zwangsgeld, welches von den Markteilnehmer angenommen werden muss, also gesetzliches Zahlungsmittel. Und natürlich hat auch die Eurokrise Ihre Ursache in unserem staatlichen Papiergeldsystem.

Der Euro ist Zwangsgeld, welches von Ihnen und von mir angenommen werden muss und welches von den Zentral – und Geschäftsbanken aus „dünner Luft“ geschöpft wird. Ohne eine ständig wachsende Geldmenge , die sich immer weiter von den realen Gütern und Dienstleistungen entfernt, könnte der Staat sich nicht ständig neu verschulden und könnten in der Welt kaum noch Kriege geführt werden, weil den Staaten das Geld dafür fehlte.

Bis 1971 galt in der westlichen Welt das System von Bretton Woods. Es zeichnete sich durch 3 Merkmale aus:

  1. Gold-Devisen-Standard
  2. Feste Wechselkurse
  3. Konvertibilität der Währungen

Das System von Bretton Woods sah vor, dass 35 US Dollar gegen eine Goldunze eintauschbar waren und die übrigen Währungen mit einem festen Tauschkurs an den Dollar gebunden waren.

Richard Nixon hat vor 43 Jahren, am 15.8.1971, den Goldanker des Dollars gekappt und das sogenannte „Goldfenster“ geschlossen. Seitdem ist nicht nur der US-Dollar ankerlos. Der Weg war frei für ein entfesseltes, ungedecktes Papiergeldsystem. Ohne eine ständig wachsende Geldmenge , die sich immer weiter von den realen Gütern und Dienstleistungen entfernt, könnte der Staat sich nicht immer weiter verschulden und könnten in der Welt kaum noch Kriege geführt werden, weil den Staaten das Geld dafür fehlte

Wer Geld gibt steht über dem, der Geld nimmt.

In unserem Geldsystem ist Geld = Schuld. Wer Geld nimmt wird zum Schuldner. Für die Schulden des Staates sind wir alle, die Schuldner und die Zinssklaven. Was eigentlich jeder weiß wird ständig verdrängt: der Staat sind wir Staatsbürger , also sind wir nicht nur Bürger sondern Bürgen für die Verpflichtungen des Staates. Seriöse Berechnungen gehen von rund 8 Billionen Euro Schulden aus, die Deutschland inkl. aller Zahlungsverpflichtungen für Beamtenpensionen etc. hat. Das sind für jeden von uns rund 100.000 Euro. Wer soll das bezahlen?

Das Problem aller Probleme sind die Zentralbanken, denn diese steuern die Geldmenge und damit die Schulden.

Staatliches Zwangsgeld bedeutet Schulden und damit Unfreiheit. Es ist mir völlig unverständlich, wie es unter Politiker, die sich liberal nennen, noch welche gibt, die das schlechte Staatsgeld verteidigen.

Wer Freiheit sagt, der muss auch Marktgeld sagen. Das ungedeckte Staatsgeld muss weg. Wir brauchen gutes Marktgeld und ein Bankensystem, in dem das Einlagengeschäft sauber vom Kreditgeschäft getrennt ist. Wir müssen vor allem die Zentralbanken als Geldmonopolisten abschaffen, damit der Markt entscheiden kann, was gutes – und was schlechtes Geld ist, damit die Geldschöpfung aus dem nichts mit all ihren schlimmen Folgen der Vergangenheit angehört.

Wir brauchen kein staatlich produziertes und legalisiertes Zwangsgeld, sondern echtes Geld, welches so wie alle Güter und Dienstleistungen im Markt, aber nicht am Markt vorbei produziert wird. Ob sich dann Gold, Silber, Kupfer, Bitcoins oder irgendwas anderes als Mittel zum Tausch von Gütern und Dienstleistungen durchsetzen, wird sich zeigen, aber eines ist jetzt schon klar:

Gutes Marktgeld wird keine staatliche Rettungspolitik, keine Bürgschaften zu Lasten unserer Sparguthaben und unsrer Zukunft und damit keine Bürger brauchen, die ohne Ihren freien Willen von ihren sogenannten Volksvertretern zu Schuldsklaven des Staates gemacht werden.

Gutes Geld ist Freiheit.

Gerhard Nadolny im August 2014

Liberale Vereinigung wählt Vorstand

München, 11. August 2014 – Auf der vergangenen Samstag in Ellwangen abgehaltenen ersten Mitgliederversammlung der Liberalen Vereinigung wurden verschiedene Vorstandsposten neu besetzt. Der bisher stellvertretende Vorstandsvorsitzende Franz Niggemann wurde bei einer Stimmenthaltung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Niggemann bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und nahm die Wahl an. Er versprach, sich mit voller Kraft den Zielen der liberalen Vereinigung zu widmen.

 Ebenfalls neu besetzt wurden die Positionen von zwei stellvertretenden Vorsitzenden. Wolfgang Baumbast und Prof. Dr. Christoph Zeitler wurden einstimmig gewählt. Prof. Zeitler war langjähriges Mitglied der FDP und zuletzt Teil des bayerischen Landesvorstands. Er war zudem stellvertretender Vorsitzender der FDP Niederbayern und hatte den Fraktionsvorsitz der Partei im Landshuter Stadtrat inne. Wolfgang Baumbast kommt ebenfalls aus dem FDP-Unfeld und ist FDP-Kreisvorsitzender Alb-Donau-Kreis und Vorstandsmitglied der Liberalen Zukunft. Zu Beisitzern wurden einstimmig Susanne Kablitz, Gerhard Nadolny und Stefan Remhof gewählt. Susanne Kablitz ist Bundesvorsitzende der Partei der Vernunft, Stefan Remhof ist Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung und Koordinator der Hayek-Gesellschaft München. Gerhard Nadolny ist Unternehmer mit langjähriger politischer Erfahrung unter anderem als Stadtrat für die SPD.

 

Ziel der Liberalen Vereinigung e.V. ist es, die liberalen Kräfte in Deutschland zu bündeln und so dem Liberalismus wieder zu Stimme, Gehör und Schlagkraft zu verhelfen. Die Vereinigung versteht sich dabei ausdrücklich als überparteilicher Verein, in dem jeder mit liberaler Geisteshaltung willkommen ist.