Putin und Dilger spalten die AfD

Alexander Dilger betreibt bekanntlich im Internet einen vom Landesvorstand auf Antrag des Kölner Rechtsanwaltes Beckamp mißbilligten Pranger an den er wechselnde AfD Funktionsträger stellt. Nun hat er mit seinem neuesten Artikel:

http://alexanderdilger.wordpress.com/2014/08/21/streit-um-ukraine-und-ausrichtung-der-afd/

die Mehrheit der einfachen AfD Mitglieder an seinen Pranger gestellt, denn er verdächtigt den größeren Teil der in der Ukrainekrise/ Sanktionsfrage gespalteten  AfD  nicht auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zu stehen. Die angeprangerten „Putin Versteher“ behaupten allerdings auch, dem Eid, den unsere Bundeskanzlerin  geleistet hat, verpflichtet zu sein:

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

Unsere Mutti  und jeder Politiker ist  verpflichtet, seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen. Wo steht, dass Politiker auschließlich transatlantische Interessen zu vertreten haben? Wer entscheidet, was das Wohl des deutschen Volkes ist?

Der in Sachen Verfassungstreue unverdächtige Ex Thyssen Chef Spethmann hat zu dem aktuellen Konflikt diese besorgte Meinung vertreten:

„Ukraine und TTIP bilden eine Zange in der Hand der Amerikaner, die Europa zur Kolonie macht. – Europa wird das nächste Nahost.“

Der „Möchtegern Europa Abgeordnete“ Dilger unterstellt den Funktionären in der AfD, die daran zweifeln, dass Sanktionen gegen Russland die richtige Strategie in diesem Konflikt sind, sie wollen „ein ganz anderes Deutschland“. Wollen diese besorgten AfDler das wirklich oder haben sie vielleicht nur Angst davor, dass sich der  aktuelle Krieg in der Ukraine zu einem großen Krieg entwickelt, der auf europäischem, also unserem Boden ausgetragen werden könnte.

Offensichtlich reicht das Vorstellungsvermögen des Professors Dilger nicht aus, um zu erkennen, dass es verantwortungsbewußte Menschen gibt, die sowohl Herrn Putin als auch Sanktionen gegen Russland kritisch sehen. Was haben der narzisstische Dilger und der despotische Putin gemein? Beide spalten die AfD. Dilger will aus der AfD eine FDP 2.0 machen und fordert Lucke auf, die „nötigen Konsequenzen zu ziehen“ Lucke soll also, wie Genscher in der FDP 1.0, bestimmen, was richtig und falsch ist und alle die seiner Fahne nicht folgen kaltstellen oder mit Parteiausschlussverfahren sanktionieren.

Er spricht den Namen zwar nicht aus, aber er denkt vor allem an Marcus Pretzell und unterstellt dessen Anhängern, dass diese kompromisslos an Luckes Stuhl sägen.

Die Transatlantiker Lucke und Dilger werden aber aus der AfD keine neue Genscher FDP machen, denn dazu fehlt ihnen eine innerparteiliche Mehrheit. Der konservative Lucke wird nun die Geister, die er zusammen mit Frauke Petry rief, nicht mehr los. Lucke, Petry, von Storch und andere AfD Größen fischen seit über einem Jahr am rechten Rand und wundern sich nun, dass die AfD einen Rechtsdrall hat und einige Mitglieder sogar die Existenz der BRD als Staat in Frage stellen.

Für mich bestätigt der immer tiefer werdende Graben zwischen den wenigen Liberalen und den vielen Reaktionären in der AfD, zu denen ich ausdrücklich auch die homophobe Europaabgeordnete Frau von Storch oder die fundamentalchristliche Sprecherin Frau Petry, die z.B. den Abtreibungsparagraphen 218 verschärfen will, zähle, dass die AfD keine liberale, sondern eine konservativ bis erzkonservative Partei ist. Nicht Lucke sollte die Konsequenzen ziehen, sondern die noch in der AfD übrig gebliebenen Liberalen. Sie sollten austreten und sich nicht länger als Feigenblatt für diese reaktionäre Partei missbrauchen lassen.

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Ein Gedanke zu „Putin und Dilger spalten die AfD

  1. Kompromisslose, fundamentalistische und extreme Positionen haben in der AfD keinen Platz, weil ansonsten eine Positionierung jenseits von rechts und links im Parteienspektrum unmöglich wird. Aber gerade diese Positionierung ist das Erfolgsrezept der AfD und stand bei der Gründung eigentlich im Mittelpunkt.

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