Meine Rente ab 2018

 

Vor einigen Tagen habe ich meine persönliche Rentenauskunft mit Rentenverlauf von der Deutschen Rentenversicherung erhalten.

Für mich wurden von mir bzw. meinen Arbeitgebern im Zeitraum 1971 bis 2000 insgesamt 148.000 Euro eingezahlt. Seitdem bin ich selbst und ständig und sorge ausserhalb des Rentenversicherungssystems für mich vor. Warum diese Entscheidung richtig war, versuche ich nun zu  begründen:

Ich schenke der „Deutschen Rentenversicherung“ zunächst mal die Zinsen im Zeitraum 1971 bis 2000 und nehme nur an, dass ich die 148.000 Euro ab dem Jahr 2000 mit einer Rendite von 3% angelegt hätte (was unterdurchschnittlich ist- siehe Rendite Staatsanleihen in 2000).

Dann hätte ich bei meinem Renteneintritt in 2018 ein Guthaben von 244.600 Euro (http://www.geldsystem-verstehen.de/zinseszinsrechner-vermoegensaufbau/)

Die mir angekündigte Rente beträgt ab dem 1.3.2018 monatlich 1.160,0 Euro. Würde ich die 244.600 Euro unters Kopfkissen legen könnte ich davon 210 Monate lang, bei monatlich 1160 Euro leben. Wäre die Rendite auch in der Zukunft 3 % p.a. müsste ich über 95 Jahre alt werden, um mein mit Zinsen und Zinseszinsen eingezahltes Guthaben zu verzehren.

Sollte ich nur das statistische Lebensalter von 78 Jahren erreichen, dann bekomme ich in der Zeit von 2018 bis 2030 wesentlich weniger raus als ich hätte, wenn man mir mein Guthaben von 148.000 Euro in 2000 ausgezahlt und ich es in relativ sicheren Staatsanleihen angelegt hätte. Im Jahr 2000 beliefen sich die Umlaufsrenditen festverzinslicher Wertpapiere im Mittel auf 5,4 Prozent. Bei einer solchen Rendite hätte ich jetzt sogar über 300.000 Euro auf meinem persönlichen Konto.

Egal wie man es dreht, eine Rendite ist mit der staatlichen Rente nicht zu erwarten und wenn man auch nur das zurückerhalten will, was man eingezahlt hat, dann muss man schon älter als der statistische Durchschnitt werden. Diese Aussage trifft natürlich nur für jemanden zu, der in den nächsten Jahren in Rente geht. Wer heute 50 oder jünger ist, der muss aufgrund der Bevölkerungsentwicklung mit wesentlich weniger Rente als heute rechnen.

Das Rentenniveau lag 2013 bei 49,7 Prozent. Bis 2020 wird es auf ca. 46% absinken und 2030 wird es bei etwa 43 Prozent liegen. Das heißt: 2030 wird das Rentenniveau um 13,5 Prozent niedriger sein als 2013. Auch wenn das nur eine Prognose ist, so ist die Tendenz aufgrund der demographischen Entwicklung sehr eindeutig. Wer ab 2030  in Rente geht, wird bei gleicher Lebensarbeitszeit deutlich weniger Rente erhalten, als derjenige, der 2016 in Rente geht. Die Altersarmut wird eine sehr große politische Herausforderung werden.

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