Offener Brief an Ulrich van Suntum

Lieber Herr Professor van Suntum,

ich beziehe mich auf Ihren Kommentar auf  Alexander Dilgers Blog zum Thema „Alfa will fusionieren“: https://alexanderdilger.wordpress.com/2016/06/13/alfa-will-fusionieren/

Hier Ihr Kommentar: Ulrich van Suntum sagte am 14/06/2016 um 07:07 :

Die DBD hat die Gespräche mit ALFA nicht wegen fehlender Ernsthaftigkeit abgebrochen. Vielmehr haben sie uns von Beginn an im Stile eines politischen Heiratsschwindlers getaeuscht. So haben sie , anders als anfaeglich vorgegeben , nur rd 100 und nicht etwa 2800 Mitglieder und keinerlei Strukturen ausserhalb von NRW. Der Parteivorsitzende wurde wahrheitswidrig als Neffe von Juergen Moellemann ausgegeben , wie die BILD -Zeitung kuerzlich aufdeckte. Die zwischeizeitlich in die DBD eingetretene Mittelstandspartei ist aufgrund solcher Machenschaften bereits wieder raus und jetzt auf dem Weg zu ALFA. Und diese Hochstaplerpartei DBD wollte uns auch noch die Bedingungen diktieren. Nachdem sie rausgeflogen sind , haben sie vertrauliche Mails von mir an die Presse weitergeleitet und versuchen sich jetzt damit wichtig zu machen. Alles in allem : Gut dass sie weg sind. Wir haben viel bessere moegliche Partner gefunden , um eine breite Allianz der Mitte gegen Merkel und die AfD zu bilden. Und zwar mit anstaendigen und zuverlaessigen Menschen z so wie es sich fuer eine konservativ-liberale Partei gehoert. Quelle: https://alexanderdilger.wordpress.com/2016/06/13/alfa-will-fusionieren/

Darauf habe ich  wie folgt geantwortet:

Lieber Herr Prof. van Suntum, eigentlich hatten Sie nach dem Abbruch der Gespräche durch die DBD  geschrieben: “ Ich wünsche keinen weiteren Kontakt mehr.“  Daran hätten Sie sich besser gehalten, denn nun bewegen Sie sich  als Landesbeamter und Politiker auf sehr dünnem Eis. Beleidigungen wie Hochstapler oder Heiratsschwindler können teuer werden, das Geld sollten Sie sich  besser für den Wahlkampf zurücklegen. Im Übrigen können Parteien keine Mitglieder bei der DBD werden, nur natürliche Personen. ( siehe Satzung und Parteiengesetz). Und die natürliche Person des EX MbD Vorsitzenden ist nach wie vor Mitglied der DBD. Auf dem Weg zu ALFA  ist nur ein kleines Grüppchen um den Parteienhopper Stefan Rohmann (EX-FDP,.EX- SPD, EX-MbD , Ex-DBD).  Und noch eine Anmerkung zu Ihrem „freundlichen“ Kommentar : Die DBD ist nicht weg, sie sucht sich aber ihre politischen Partner aus und ALFA hat diesen  Ausleseprozeß  nicht bestanden. Dass dies schmerzt kann ich nachvollziehen, aber wieso zetteln Sie hier einen „Rosenkrieg“ an? Tut es wirklich so weh, dass wir die Gespräche abgebrochen haben und zwar am letzten Wochenende, also vor der Pressemitteilung der DBD, die gestern versendet und vom Handelsblatt aufgegriffen wurde?

Da Ihr Kollege Dilger diesen Kommentar (noch?)  nicht freigeschaltet hat, erlaube ich mir diese Veröffentlichung, denn ich bin als Teilnehmer unserer Fusionsgespräche von Ihren Problemen  auch betroffen. Dies meint  Herr Piekenbrock heute zu Ihrem o.a. Kommentar:

Ich persönlich bleib lieber bei Fakten. Die DBD ist nicht aus den Verhandlungen rausgeflogen, sondern ich habe Ihnen dies persönlich per Email vor der Pressemitteilung mitgeteilt. Mir liegt auch Ihre Email vom gleichen Tag dazu vor, indem sie unsern Rückzug bedauern. Sie sollten zumindest den Namen der Parteien, mit denen Sie verhandeln, kennen. Wenn Sie von der Mittelstandspartei sprechen, so kann ich Ihnen versichern, dass Sie mit dieser Partei nie gesprochen haben. Mitglieder einer anderen kleinen politischen Vereinigung, sind zum Teil, nachdem sich ihre Vereinigung aufgelöst hat, bei uns eingetreten. Ein paar sind wieder ausgetreten, um den nächsten Verein zu gründen. Ausgerechnet jemand, der bei uns geblieben ist, würde nun groß auf deren neuen HP als Bundesvorsitzender angepriesen, vielleicht weil er der einzige mit Dr. Titel war. Das Problem….er wusste nichts davon, müsste es von mir erfahren. Nun ist er dort nicht mehr platziert. Das sind  die Fakten zu diesem doch kläglichen Versuch, eine Schlammschlacht zu beginnen.

Die ALFA ist doch erst seit den Gesprächen mit uns auf die Idee gekommen, dass man die Parteien der bürgerlichen Mitte zusammenbringen sollte, kurz danach fand die ALFA auch unsere Farbe Orange viel besser und baute um. Unser Gedanke die Parteien der bürgerlichen Mitte zusammen zu bringen, ist sicherlich ein richtiger. Wir sind für uns nur zu der Erkenntnis gekommen, dass dies mit der ALFA unserer Meinung nach nicht geht. Wie will man sich mit jemandem einigen, der sich selbst nicht einig und in sich so zerstritten ist. Sie waren mit 3 Personen als Gast auf unserer Vorstandssitzung und nicht in der Lage über 2 Stunden eine einheitliche Linie zu vertreten, geschweige denn eine Meinung. Sie und Herr Kölmel hatten mir im Mai in Düsseldorf noch versichert, „Herr Lucke wisse, dass er medial verbrannt sei und der Partei in vorderer Front eher schade und wisse, besser eine Zeit aus den Medien raus zu bleiben“. Mein Gespräch mit Herrn Lucke zeigte deutlichst auf, dass er selber von dieser Einschätzung nichts wusste.

Das habe ich Ihnen mitgeteilt und gesagt, dass so weitere Gespräche keinen Sinn machen. Mitte Mai war das schon. Sie sagten, dass es so wäre wie von Ihnen dargestellt und Herr Lucke aus der medialen Präsens abtauchen würde.
Zwei Tage später wird er als Spitzenkandidat benannt. Abgesehen von diesem unprofessionellen Gelüge und Chaos….wo verhandeln Sie denn da mit den ganzen anderen “ viel tolleren Parteien“ auch da auf Augenhöhe?
Vielleicht hat eine dieser Parteien ja einen geeigneteren Kandidaten?
Ich sehe es, als einen recht plumpen und unfairen Versuch an, kleinere Parteien “ einzusammeln“, nur um das sinkende Schiff ALFA noch mal flott zu kriegen. Um Ideologie und politische Veränderungen geht es Ihnen doch gar nicht. Und jetzt sind Sie echauffiert, weil das böse Spiel erkannt wurde. Die DBD wird weiter daran arbeiten, die Kräfte der bürgerlichen Mitte zu bündeln, um wieder echte Demokratie und eine Politik fürs Volk zu gestalten. Im Gegensatz zur ALFA sind uns Parteinamen und Funktionen egal.
Mit freundlichen Grüßen

Ralf Piekenbrock
Diplom Verwaltungswirt

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Putin und Dilger spalten die AfD

Alexander Dilger betreibt bekanntlich im Internet einen vom Landesvorstand auf Antrag des Kölner Rechtsanwaltes Beckamp mißbilligten Pranger an den er wechselnde AfD Funktionsträger stellt. Nun hat er mit seinem neuesten Artikel:

http://alexanderdilger.wordpress.com/2014/08/21/streit-um-ukraine-und-ausrichtung-der-afd/

die Mehrheit der einfachen AfD Mitglieder an seinen Pranger gestellt, denn er verdächtigt den größeren Teil der in der Ukrainekrise/ Sanktionsfrage gespalteten  AfD  nicht auf dem Boden unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung zu stehen. Die angeprangerten „Putin Versteher“ behaupten allerdings auch, dem Eid, den unsere Bundeskanzlerin  geleistet hat, verpflichtet zu sein:

„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

Unsere Mutti  und jeder Politiker ist  verpflichtet, seine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen. Wo steht, dass Politiker auschließlich transatlantische Interessen zu vertreten haben? Wer entscheidet, was das Wohl des deutschen Volkes ist?

Der in Sachen Verfassungstreue unverdächtige Ex Thyssen Chef Spethmann hat zu dem aktuellen Konflikt diese besorgte Meinung vertreten:

„Ukraine und TTIP bilden eine Zange in der Hand der Amerikaner, die Europa zur Kolonie macht. – Europa wird das nächste Nahost.“

Der „Möchtegern Europa Abgeordnete“ Dilger unterstellt den Funktionären in der AfD, die daran zweifeln, dass Sanktionen gegen Russland die richtige Strategie in diesem Konflikt sind, sie wollen „ein ganz anderes Deutschland“. Wollen diese besorgten AfDler das wirklich oder haben sie vielleicht nur Angst davor, dass sich der  aktuelle Krieg in der Ukraine zu einem großen Krieg entwickelt, der auf europäischem, also unserem Boden ausgetragen werden könnte.

Offensichtlich reicht das Vorstellungsvermögen des Professors Dilger nicht aus, um zu erkennen, dass es verantwortungsbewußte Menschen gibt, die sowohl Herrn Putin als auch Sanktionen gegen Russland kritisch sehen. Was haben der narzisstische Dilger und der despotische Putin gemein? Beide spalten die AfD. Dilger will aus der AfD eine FDP 2.0 machen und fordert Lucke auf, die „nötigen Konsequenzen zu ziehen“ Lucke soll also, wie Genscher in der FDP 1.0, bestimmen, was richtig und falsch ist und alle die seiner Fahne nicht folgen kaltstellen oder mit Parteiausschlussverfahren sanktionieren.

Er spricht den Namen zwar nicht aus, aber er denkt vor allem an Marcus Pretzell und unterstellt dessen Anhängern, dass diese kompromisslos an Luckes Stuhl sägen.

Die Transatlantiker Lucke und Dilger werden aber aus der AfD keine neue Genscher FDP machen, denn dazu fehlt ihnen eine innerparteiliche Mehrheit. Der konservative Lucke wird nun die Geister, die er zusammen mit Frauke Petry rief, nicht mehr los. Lucke, Petry, von Storch und andere AfD Größen fischen seit über einem Jahr am rechten Rand und wundern sich nun, dass die AfD einen Rechtsdrall hat und einige Mitglieder sogar die Existenz der BRD als Staat in Frage stellen.

Für mich bestätigt der immer tiefer werdende Graben zwischen den wenigen Liberalen und den vielen Reaktionären in der AfD, zu denen ich ausdrücklich auch die homophobe Europaabgeordnete Frau von Storch oder die fundamentalchristliche Sprecherin Frau Petry, die z.B. den Abtreibungsparagraphen 218 verschärfen will, zähle, dass die AfD keine liberale, sondern eine konservativ bis erzkonservative Partei ist. Nicht Lucke sollte die Konsequenzen ziehen, sondern die noch in der AfD übrig gebliebenen Liberalen. Sie sollten austreten und sich nicht länger als Feigenblatt für diese reaktionäre Partei missbrauchen lassen.