2011er Performance Vergleich: Gold, Silber und deren Aktien

In der ersten Ausgabe des Silberkurses 2012 habe ich die Ansicht vertreten, dass wir im Vergleich zu dem Bullenmarkt von 1970 – 1980   jetzt Anfang 1979, also etwa  ein Jahr vor dem Höhepunkt stehen und es immer  noch nicht zu spät sei, in diesen Zug einzusteigen.
Daraufhin  erhielt ich den folgenden  Kommentar eines Abonnenten:  „Mir scheint, als brauchen wir Edelmetallbugs einen langen Atem. Es würde mich nicht wundern, wenn wir – verglichen mit dem Bullmarkt von 1970/80 derzeit eher Ende 1974 wären, und eine zeitliche Korrekturphase vor uns steht, die deutlich länger wäre als in 2008/2009. Das wäre zwar nochmals eine lange Durststrecke, dann aber mit einem spannenden „Finale“ analog 1977/80.  Wäre schön, wenn ich mich irren würde  – und Ihre (…zeitliche…) Prognose eintreffen würde.“
Also ich kann nur hoffen, dass mein Abonnent daneben liegt, denn sonst müssten meine Nerven  noch eine 5 jährige Durststrecke überstehen. Ein für mich schrecklicher Gedanke.
Wegen  seiner folgenden  Aussage  würde ich es aber nie wagen, an seinem  Urteilsvermögen  zu zweifeln, denn er meinte: „Ihre Ausführungen sind sehr umfassend, gut recherchiert. Da steckt viel Mühe und Arbeit dahinter – und der Preis für das Jahresabonnement ist absolut gerechtfertigt.“
Für mich ist das Lob ein Anlass  zu analysieren, wie ein Investor  in 2011 abgeschnitten hätte, der sich an meinen Aussagen zu einem optimalen Edelmetalldepot  orientierte.
Nach meiner schon vor Jahren publizierten Ansicht, sollte man etwa 2/3 Drittel  physisches Metall und max. 1/3 Minen besitzen. Wobei ich mich dafür einsetzte, Silber über zu gewichten. Gehen wir mal von 100.000 Euro aus, die sich wie folgt verteilen:
100 TEUR Depot:  2011er  Performance p.a.  in %  +  Gewinn/Verlust in Euro
40 %  physisches Silber in direktem Zugriff      – 7,4 %                –  3.120,-
30 %  physisches Gold in direktem Zugriff      + 14,0 %               + 4.200.-
30 %  Aktien gem. meinem Musterdepot           – 1,8 %                 –   540,-
Ergebnis für 2011   per Saldo                                      + 540,- Euro

Zugegeben, mit diesem dünnen Ergebnis konnte man in 2011 noch nicht einmal die Preissteigerung auffangen. Aber nicht jedes Jahr kann so fette Erträge liefern, wie 2010 und verglichen mit allen Aktien Indizes  oder gemanagten Fonds , war das Ergebnis sogar  relativ gut, wie die folgenden Bespiele zeigen:
2011er Performance Vergleich
Aktien:  XAU Index :  – 14,7% / HUI  Index:   – 5,5 % /   DAX:   –  14,6%
Fonds:  Stabilitas Gold + Ressouren: – 26% / Noah Mix OP: – 33% / Tell Gold und Silber:   – 50%
Es war und bleibt auch- trotz der hohen Volatilität – m.E. nicht notwendig, dem Rat eines bekannten Börsenexperten zu folgen und derzeit mind. 5 % pro Halbjahr  (also jährlich  rund 10%) aufzuwenden, um seine Versicherung mittels einer Wette gegen eine Bank, abzusichern. Diese Art der  Versicherung halte ich auch weiterhin für überflüssig, selbst  auf die Gefahr hin, als „Klugscheißer“ tituliert zu werden.

Gerhard Nadolny, 2.1.2012
www.diesilberseite.de

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Die 2000% Edelmetall Party hat begonnen!

Am 2.8, als der Dax noch über 6600 Punkten stand, habe ich die Abonnenten meines Silberkurses wie folgt  gewarnt:

Wir stehen wir vor einem Einbruch aller Aktienmärkte. Der Dax wird sich nicht  in Richtung 8000, sondern eher in Richtung 4000 bewegen.

Die „in Richtung 4000“ Party  ging wenige Tage später  los. Inzwischen wurden  5500 nachhaltig unterschritten und   4XXX  Punkte werden immer wahrscheinlicher. Es wäre fatal, wenn ich nach meinem Treffer in den Ruf käme, ein „Experte“ zu sein.  Wer will schon mit einem Professor „Otto“, der seit Jahren für Aktien  trommelt oder mit einem Elliot Wellen Theoretiker, der Silber bald auf 25 $ einbrechen sieht  oder mit einem permanenten  Währungsreformpropheten  aus Wien oder gar einem Mister Dax, der seine physischen Edelmetallbestände mit Zertifikaten aus Papier  absichert,  in einen Topf geworfen werden?

Wenn schon  in einen Topf, dann in den Topf derjenigen, die  vor einem Deflationsschock warnen. In diesem  Film  sind wir derzeit und es wird ein  ganz großes  Kino werden.  Alle virtuellen Papierwerte verlieren gerade massiv gegen echtes Geld aus Gold und Silber an Wert. Aktien, Immobilien und Anleihen werden gegen  Edelmetalle immer billiger. Auch die Antizykliker, die meinten bei 5500 Punkten wäre der Dax ein „Kauf“,  wurden von der Realität belehrt.

Erst wenn das Ratio Dax zu Silber, welches aktuell noch über 100 steht, bei 30 angekommen ist, werde ich mir den Dax kaufen. Vorher setze ich weiterhin vor allem  auf Silber und seine Aktien. Heute ist der Silberpreis um rund  4 % explodiert und der Dax ist um fast  4 % implodiert. Die Richtung stimmt also. Spätestens wenn der Dax unter 5000 und der Dow Jones unter 10000 steht, wird Helikopter Ben ein sogenanntes QE3 verkünden und dann geht die Silberrakete erst richtig ab. Wo soll die  Liquidität hin? Aktien haben ihre Blase hinter sich, Anleihen sind mitten drin und Immobilien werden nicht weiter steigen, weil  es immer schwieriger  wird,  an Kredite zu kommen. Ich bin mir sicher, die nächste Blase ist aus Gold und Silber.

Sobald die Welt den gigantischen Betrug im Silbermarkt  realisiert, kann man  alle,   auf Basis der Geschichte,  ermittelten Kursziele vergessen. Dann wird kein vernünftiger Mensch mehr seinphysisches Silber für wertloses Papier abgeben. Das sogenannte Smart Money dürfte inzwischen auch die historische Unterbewertung der Minenaktien realisiert haben. Dies zeigt sich an der relativen Stärke vom HUI und XAU – Index.

 

Das XAU: Silber Ratio steht mit aktuell rund 5: 1  wesentlich tiefer als am Höhepunkt der Lehmann Krise in 2008.  Aktuell steht der XAU Index bei 200 Punkten. Mittelfristig ( bis Ende 2012) wird  das Ratio XAU: Silber  zunächst zu seinem gleitenden  Durchschnitt von 10:1 zurückkehren und am Höhepunkt (spätestens in 2014)  sogar auf über 25:1 explodieren.  Bis dahin wird der Silberkurs  3 stellig sein. Wenn wir   einfach  mal das inflationsbereinigte Hoch von 1980 mit 150 $ annehmen, dann reden wir über einen XAU Stand von mindestens  1500 Punkten und am Höhepunkt von  rund 4000 Punkten.

Man muss kein Minenexperte sein, nichts über KGVs,  Cashkosten oder NI 101-43 konforme Ressourcen-Schätzungen wissen.  Jeder, der an das Ergebnis der einfachen Formel: 4000/200 x 100 %  glaubt und sich daraufhin die im  XAU Index enthaltenen Werte kauft, hat die Chance, die Anzahl seiner  Euros  im Laufe der aktuellen Edelmetall Party um 2000%   zu vermehren.

Gerhard Nadolny, 19.08.2011

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Folgt auf den nuklearen GAU ein finanzieller GAU?

Japan: Heute Nacht gegen 4 Uhr MEZ hat die japanische Regierung die Kernschmelze eines zweiten Reaktors bestätigt. Nun sind  offensichtlich in zwei Reaktoren  nukleare Kernschmelzen im Gange. Die Ereignisse überschlagen sich und niemand hat mehr Überblick.  Auch die Informationspolitik der Regierung  ist eine  Katastrophe.

Nach diesem Erdbeben wird sich die Erde zwar weiter um ihre Achse drehen, aber nicht mehr so wie vorher. Die  Katastrophe in Japan wird globale Auswirkungen auf die  gesamte Welt haben. Dieses Erdbeben der  drittgrößten Wirtschaft unserer Welt wird  die Finanzmärkte erschüttern.  Die  Aktien der deutschen AKW Betreiber  EON und RWE werden unter Druck geraten. Dafür werden  ab Montag auch die Spekulanten sorgen, die auf fallende Kurse  setzen und diese Werte verkaufen werden. Auch Versicherer wie die Allianz oder die Münchner Rück  werden betroffen sein.

Was derzeit in Japan passiert wird kein japanisches Problem bleiben. Über die Auswirkungen auf die Weltmärkte kann man aber nur spekulieren. Dieses Erdbeben  könnte der Dominostein für ein globales Finanzbeben werden

Die japanische Regierung hat angekündigt Geld in die Wirtschaft zu pumpen, um den Wiederaufbau zu unterstützen. Dies bedeutet  Schulden und wahrscheinlich das Auflösen von Währungsreserven. Japan ist drittgrößter Gläubiger der USA.  Wenn man sich von US-Staatsanleihen trennt, wird  Bernanke diese aufkaufen  und somit die Schuldenkrise der Amerikaner verschlimmern.

Dominoeffekte auf Europa und den Euro sind alles andere als ausgeschlossen.  Im Euroraum steht  die Bonität etlicher  Südländer kurz vor dem Schmelzpunkt. Wenn sich deren „Kreditdienstfähigkeit“ verflüssigt, dann erlebt der Euroraum seinen finanziellen Tsunami. Die Revolutionen in Nahost haben die Ölstaaten erreicht. Die weltweit explodierende Inflation  wird  durch ansteigende Energiekosten zusätzlichen Antrieb erhalten.  Dieses explosive Gemisch kann keine Regierung mehr unter Kontrolle halten. Jetzt könnte jeder  kleine Funken genügen, um ein globales Beben an den Finanzmärkten auszulösen. Keine Regierung in dieser Welt wird  in der Lage sein, ein weltweites, finanzielles Erdbeben  unter Kontrollen zu halten. Wir müssen jetzt jeden Tag damit rechnen, dass es auch bei uns zu chaotischen  Auswirkungen kommt.

Merkel  wird notfalls zwar die Sicherheit der Aktienmärkte, der Spareinlagen oder der deutschen AKWs garantieren, nur wird ihr diesmal niemand mehr glauben. Viele werden versuchen, an dieser angsterregenden Entwicklung zu profitieren und den Nikkei oder den DAX verkaufen.

Ich wage mal eine Prognose für den Sommer 2011: Der DAX wird unter 5000 Punkten, Dollar  und Euro vor oder im Abgrund stehen und der Preis für   Silber  wird im Himmel stehen,  allerdings nur dann, dieses edle Metall nicht  vorher  beschlagnahmt wird, um den Untergang von JPM und anderen Bankstern  zu verhindern.

Gerhard Nadolny

Sonntag, den 13.März 2011

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