Willkommen in den „Vereinigten Schulden Europas“

Beginnen wir  mit  dem Sachverständigenrat. Dessen  Mitglieder schreiben  in der „FAZ“:  „Der Erhalt der Europäischen Währungsunion ist aus deutscher Sicht so eindeutig vorteilhaft, dass es dringend geboten ist, die momentane Blockade der europäischen Politik zu überwinden.“

Die Wahrheit sagt Prof. Spethmann, Ex Thyssen Chef: „Die europäische Gemeinschaftswährung hat Deutschland bislang mehr als 2500 Milliarden gekostet“.

Fahren wir fort mit der Haushaltshoheit. Die liegt angeblich bei unserem Bundestag.

Mit dem für 2013 geplanten, permanenten EFSF-Nachfolger: ESM (“Europäischer Stabilisierungsmechanismus”) wird auch diese Hoheit  über Bord  geworfen werden.

Der Einfluss der angelsächsisch dominierten  Finanzmafia wird am Vertragsentwurf zur Transferunion überdeutlich ( siehe: http://www.freiewelt.net/blog-3321/lesen-sie-hier-den-vertragstext-des-esm-vertrags!.htmle).   Mit dem Vertrag zum Europäischen Stabilitätsmechanismus ( ESM )sollen wir den ESM ermächtigen, beliebig über unser Einkommen und Vermögen zu verfügen.  Der ESM, der  sogenannte Gouverneursrat und das Personal genießen dabei volle Immunität vor der Gerichtsbarkeit! Sollte unser Bundestag diesem verfassungswidrigen Vertrag  zustimmen, dann greift zwar noch das GG Art 20 Abs. 4:“ Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“ Aber glauben Sie wirklich, dass der politisch verdummte deutsche Michel plötzlich die Multifunktionalität von Straßenlaternen entdeckt? Wohl kaum, lieber wird er sich widerstandslos in der europäischen Schuldenunion versklaven lassen.

Wie es mit unserer Souveränität als Staat bestellt ist, kann jeder in dem Zwei-Plus-Vier-Vertrag, im Grundgesetz oder dem Berliner Abkommen  nachlesen.  Es gibt für uns  weder einen Friedensvertrag  noch nationale Freiheit.  Mein  Verständnis von Demokratie  ist ein  anderes. Wie kann es sein, dass ein freier Staat sich bei bestimmten Handlungen eine Genehmigung einholen muss? Tatsache ist, dass Deutschland  nach wie vor unter der   Kontrolle der US Regierung steht und lt. dem  US Sicherheitsberater Brezinski, ein „tributpflichtiger Vasallenstatt“ ist.

Heute, am 21.07.2011, wurde   ein neuer Meilenstein gesetzt:

„Die Vereinigten Schulden Europas“

Es gab einen historischen Krisengipfel  der Euroländer zur  Verabschiedung  eines Rettungsprogramms, angeblich  für die  Griechen und den Euro. Faktisch natürlich zur Rettung der Bankster. Die Banken müssen notwendige  Wertberichtigungen so klein wie möglich halten, um die wenigen Prozente an  Eigenkapital nicht zu verbrennen. Ein Zahlungsausfall Griechenlands wäre das  Ende vieler Banken. (Schade eigentlich.) Bei dem ganzen Krisentheater geht es um nichts anderes als um die Existenz der Banken.

Den Euro, ein ungedecktes Papiergeld,  kann man nicht retten. Man kann nur seinen Untergang verzögern. Normalerweise wird jemand, der ein Schneeballsystem (auch Ponzi System genannt) am Leben hält – und nichts anderes ist unser  Zinseszinssystem-  wegen Betrug angeklagt. Das gleiche gilt für jemanden, der als Verantwortlicher eines Unternehmens  Insolvenzverschleppung betreibt. Das geschieht seit über einem Jahr  im Fall Griechenland. Wenn man jetzt den Schuldenberg Griechenlands, oder besser die noch nicht ausgebuchten  Verluste der Banken, verkleinert, löst man das Problem nicht, sondern schleppt es  auf unsere Kosten nur weiter  mit sich rum. Mit einer Merkelchen „Wurzelbehandlung“ hat dieses Paket nichts zu tun. Es ist nur eine teure Mogelpackung, um europäische und amerikanische Banken vor Pleite zu retten.

Kreativ waren sie heute allerdings, die Politikermarionetten. Sie haben einen „Teilbankrott“ Griechenlands ausgelöst. Was ist eine Teilinsolvenz? Davon kann man nur sprechen, wenn ein Unternehmen noch zahlungsfähig  ist und es nur Probleme mit einer Tochterfirma gibt. Genau betrachtet, hat  die EU also ihre eigene Teilinsolvenz eingestanden, indem sie die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands  festgestellt hat.

Das bedeutet aber noch lange nicht den Untergang des Euros. Totgesagte leben bekanntlich länger.  Europa wird vorerst nicht in den totalen Bankrott   stürzen, so  wie es einige Hartgeld Experten  gerne sehen würden.  Wir deutschen Staatsbürger  werden  zahlen und zwar solange, bis  der Markt uns wie die Griechen einstuft.  Dann  wird man  auch uns, so wie jetzt  die Griechen, ausschlachten.

Was ist am dem heutigen Sondergipfel konkret beschlossen worden? Man hat den Euro-Schuldner namens Griechenland  auf die Streckbank gelegt.  Die Zinsen werden um einen Prozentpunkt reduziert und die Rückzahlungsfrist  von 7,5 auf 15 Jahre verlängert. Wahrscheinlich müssen auch die Banken „freiwillig“ auf einen kleinen Teil ihres Gewinnes verzichten.  Ihr Profit ist bei einer Marge von bis zu 2,5 % Punkten immer noch gewaltig.  Für was eigentlich ? Welche Wertschöpfung steht hinter einer   Marge von über 100% auf die Refinanzierungskosten?

Und wo bleibt die von Merkel angekündigte „Wurzelbehandlung?“ Angie-O –Ton:  „Mit diesem Programm wollen wir die Probleme auch wirklich an der Wurzel anpacken.“  Fakt ist: man hat Griechenland nicht an der Wurzel, sondern auf die Streckbank gepackt. Dort liegt es jetzt, ist  fixiert mit Schuldfesseln und wird finanziell  weiter  ausbluten.  Und dies wird uns von den „Presstituierten“   als ein „großer Wurf“ verkauft.

Warum soll Griechenland, wenn man seine  Fristen verlängert,  solventer und wirtschaftlich stärker werden?  Mit umverteilen  und  strecken   löst man kein einziges strukturelles Problem. Im Gegenteil, man verhindert   dringend erforderliche  Lösungen und zieht  Deutschland  als Bürge und Zahlmeister mit in den Abgrund.  Eine Teilentschuldung auf unsere Kosten verschafft den Griechen zwar etwas Luft zu Überleben mit ihrem 350 Milliarden schweren Schuldenberg, aber sie ist kein  tragfähiges Sanierungskonzept und das Konzept ist auch kein  vorsorgendes Programm  für  Italien, Portugal oder Spanien.

Der Rettungsschirm war zunächst „nur“ 0,75 Billionen Euro groß, jetzt reden wir über 1,5 Billionen. Was passiert wenn die Italiener auch unter den Schirm schlüpfen müssen?  Wird er dann wieder verdoppelt? 3 Billionen? Kein Problem, denn der deutsche Staatsbürger hat´s ja.  Warum eigentlich so klein?  Lasst uns doch, gemeinsam mit den USA, Großbritannien und Japan  einen 100 Billionen großen Rettungsschirm basteln. Dann finden  alle insolventen Schuldner dieser Welt dort Platz und keiner kann mehr Pleite gehen. Und wenn auch dieser Schirm zu klein werden sollte , dann basteln wir uns halt einen größeren. Wo ist das Problem?

Und wer bezahlt es?  Hier die Antwort des Marktes am 21.07.2011.

 2 Jahres Bonds :   Greece   -10.9%   Germany  +9.245%

Willkommen in den „Vereinigten Schulden Europas“: Die Zinsen deutscher Anleihen explodieren, die der Griechen fallen.

Und wer profitiert?

Die Banken; z.B. Commerzbank  AG  2.73 +0.22‎ (8.88%‎)  21. Juli 17:10 CET

Unsere Bundeskanzlerin hat heute mal wieder bewiesen, wessen Interessenvertreterin  sie ist.  Mal gespannt, wann man sie gegen die nächste Marionette (Steinbrück?) der Finanzeliten auswechselt? Ihre Schuldigkeit  hat sie spätestens seit heute getan. Eine gut dotierte  Beraterfunktion in der freien Wirtschaft hat man bestimmt schon für sie reserviert.

Mit dem heutigen Gipfel ist es  ihr aber gelungen, ihr persönliches Ansehen endgültig zu ruinieren und das Amt des deutschen  Bundeskanzlers nachhaltig zu beschädigen. Eigentlich müsste  sie zurücktreten. Mit ihrer heutigen Zustimmung zu den „Vereinigten Schulden Europas“  ist sie  als  unsere oberste Volksvertreterin m.E. nicht mehr tragbar. Aber wen interessiert das schon?

Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist,
mit Ausnahme einiger, kurzer, glücklicher Perioden,
eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug.“

– Prof. Dr. Friedrich-August von Hayek –

Gerhard Nadolny, den 21.07.2011

www.diesilberseite.de

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Mein Ausblick auf das zweite Halbjahr 2011: Die „Heiligen Kühe“ werden geschlachtet werden

Als ich auf meinem Seminar im Mai 2010 behauptete, Griechenland werde seine Schulden niemals zurückzahlen können, widersprach mir zwar kein einziger Teilnehmer, aber in der breiten Öffentlichkeit hat sich damals noch kaum ein Mensch für die Griechen interessiert. Als Gerald Celente im Juli 2010 prognostizierte: „Sehr bald schon werden die EU-Bürger merken, wie sie von der EU belogen und betrogen worden seien. Ihr Geld, ihre Ersparnisse, ihre Zukunftsvorsorge – alles weg. Policen von Spareinlagen und Versicherungen seien dann auf einen Schlag nur noch bunt bedrucktes Papier. Reich seien dann nur noch einige EU-Politiker und jene, die mit dem Geld anderer gespielt hätten. Und jene, die sich rechtzeitig (wie etwa Menschen, die schon Gold und Silber gekauft haben) durch Edelmetalle vor der kommenden Krise abgesichert haben. Der Wutausbruch der Bevölkerung in Europa werde nicht mehr kontrollierbar sein. Die EU werde sehr bald auseinander brechen.“ (Quelle: http://www.politikgott.de/gerald-celente-uber-das-jahr-2012) konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich diese düstere Prognosen für Europa schon ein Jahr später als hochaktuell erweisen würde. Heute kann man keinen Blick mehr ins Fernsehen, Internet oder eine Tageszeitung werfen ohne mit der Krise unseres Falschgeldsystems konfrontiert zu werden. Wer nicht die Zeit hat, die Dinge täglich zu verfolgen, dem empfehle ich, sich eine halbe Stunde für die Lektüre folgender Links zu genehmigen, um danach auf dem aktuellen Stand zu sein:

1) http://krisenfrei.wordpress.com/2011/06/30/banken-und-politiker-plundern-burger/

2) http://www.propagandafront.de/176000/finanzkrise-eu-pleitelander-werden-das- weltfinanzsystem-in-den-abgrund-reisen.html

3) http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=16591&seite=3

4) http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/SP-droht-USA-mit-radikaler-Herabstufung/story/18513963

Wer sich jetzt immer noch nicht klar ist, was auf ihn zukommt, der wird wie ein Schaf „geschoren“ werden. Wer jedoch begriffen hat,

• dass das Vertrauen in unsere Politiker zu recht auf einem Allzeittief ist.

• dass bis zu 15 europäische Banken das Jahr 2012 nicht überleben werden.

• dass Griechenland nur die Zündung, aber noch nicht die Explosion darstellte.

• dass die Lehmann Pleite ein Kindergeburtstag – im Vergleich zu dem was noch kommt- war.

• dass die Banken sich „freiwillig“ mit ein paar Peanuts an ihrer eigenen Rettung beteiligen, uns aber den größten Teil der Suppe, die sie eingebrockt haben, auslöffeln lassen.

• dass es den Euro die längste Zeit gegeben hat usw. usw. usw.,

der muss, selbst wenn die Dinge sich langsamer und friedlicher entwickeln werden als Crash Gurus dies meinen, sich darauf vorbereiten, dass ein „schwarzer Schwan“ uns zu jeder Zeit aus den gewohnten und sicheren Bahnen heraus und in unbekanntes Terrain hinein schleudern könnte. Wer seine Lebensversicherung immer noch nicht gekündigt, sein Bankkonto immer noch nicht auf einen notwenigen Vorrat reduziert und in seinem Keller immer noch keine Lebensmittel eingelagert hat, bei dem ist „Hopfen und Malz“ verloren.

Aber nun zu meiner ganz persönlichen Prognose für die kommenden 6 Monate:

Juli/ August/September: Die FED beginnt still und heimlich mit einer weiteren „qauntitativen Lockerung“. Die Edelmetalle setzen ihren Anstieg fort. Gold erreicht 1600$ und Silber wieder 40 $. Die Finanzkrise verschärft sich. Die Landtagswahlen in Mc Pom und Berlin beschleunigen das Ende unserer „alternativen“ Kanzlerin. Die Medien lassen Merkel fallen und bauen Per Steinbrück als neuen Kanzler auf.

Oktober/November/Dezember: Deutschland rettet mindestens eine systemrelevante Bank. Der Bundestag verschärft das Geldwäschegesetz und bereitet weitere Maßnahmen zur Überwachung und Belastung seines Souveräns vor. Das Deflationsgespenst ist endgültig vom Tisch. Die Indizien für eine depressive Hyperinflation sind nicht mehr zu übersehen. Die breite Bevölkerung hat es endlich begriffen und flieht aus ihren Papierwerten. Aktien und Anleihen brechen ein. Gold und Silber stehen auf neuen All Time Highs. Der HUI Index steigt über 600, der XAU Index über 250 Punkte und der Euro hat nur noch eine Halbwertzeit von wenigen Monaten. Banken führen niedrige Limits zur Abhebung des eigenen Bargeldes ein. Dies bringt das Fass zum Überlauf. Die Deutschen beginnen, „die Banken zu stürmen“…

Zugegeben, zumindest beim letzten Satz war der Wunsch der Vater des Gedankens. Aber bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt. Und ich habe die Hoffnung, dass sich das Volk der Dichter und Denker nicht von einer kleinen Finanzelite für Jahrzehnte zu einem Volk der Schuldner versklaven lassen wird, noch nicht aufgegeben.