Nach der Bankenkrise kommt die Währungskrise

Egal wie man Geld definiert, wer die Kontrolle darüber hat, der besitzt auch die  Macht. Regierungen wollen uns kontrollieren, also wollen sie  bestimmen, was Geld ist.

Aber am Ende des Papiergeldbetruges werden die Menschen um das Recht kämpfen, selbst zu entscheiden, welches Geld sie wollen: Echtes Geld oder FIAT Money. Die Banken wollen das natürlich verhindern. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass die Menschen dann das Vertrauen in beliebig vermehrbares Papiergeld verlieren, wenn die offizielle Währung  immer stärker an Wert verliert. Irgendwann kommt die  Zeit für echtes Geld, für Gold und Silber wieder zurück. Kein Betrug dauert ewig. Griechenland ist der Beweis dafür, dass die Regierungen und Banken nichts retten, sondern nur Zeit für ihr Finanzsystem kaufen. Fitschen, der designierte Chef der Bank mit dem blauen Balken, meint, der Preis für den Schuldenabbau sei, dass die dortige Wirtschaft um sieben bis acht  Prozent schrumpfe. „Das ist kein Zustand, den ein Land überleben kann. Wenn das so weitergeht, dann gibt es eine Katastrophe.“

Bei der jüngsten  Anhörung im US Kongress  sagte Ben Bernanke, die FED  könne erneut an den Finanzmärkten „eingreifen“. Was soll er auch anderes bei den gigantischem US Schuldenberg machen?  Einige Indikatoren ( z.B. die amerikanische Baugenehmigungen oder der deutsche Export ) weisen  in Verbindung mit einem steigenden Ölpreis nicht nur für die USA auf eine schlechte Wirtschaftsentwicklung hin. Andere wiederum (z.B. die Umsätze  deutscher Einzelhändler oder  die Geschäftserwartungen der deutschen Chemieindustrie)  sind positiv.

Wie dem auch sei,  unsere Volkswirtschaften sind jedenfalls  total überschuldet. Der „Point of no return“ für eine „sozialverträgliche““ Rückführung der Schuldenberge  ist schon längst überschritten. Wenn der Öl- und Benzinpreis weiter steigen sollte (achten Sie auf den Irankonflikt) wird es eine ansteigende  Inflation,  steigende Zinsen und somit eine weitere Verarmung breiter Schichten  geben.

Die überschuldeten Staaten emittieren inzwischen mehr Anleihen als die Banken. Hier ist die größte Blase aller Zeiten entstanden. Auf die Bankenkrise in 2008 haben die westlichen Regierungen mit Rettungsschirmen und Konjunkturprogrammen  geantwortet. Nun verlieren die Anleger auch das Vertrauen in die Bonität der Staaten und der Kommunen. Die niedrigen EZB Zinsen sorgten für eine Hausse der    Unternehmensanleihen. 1991 betrugen die Anleihen im heutigen Euroraum weniger als 70 % des Bruttoinlandsproduktes, heute sind es rund 175 %. . Die Weltwährungsreserven, ein Indikator für die Versorgung der Märkte mit Geld, sind bis  Ende März mit 10.294 MRD USD gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,76 % gestiegen. Die nächste ist  Krise programmiert: Die Flucht aus Anleihen wird sich zu einer gigantischen Krise der Währungen entwickeln.

Wenn die größte aller Blase  platzt, kommt die große Stunde für Gold und Silber.  International verständigen sich Staaten bereits darauf, ihre Zahlungen in Gold abzuwickeln und die sogenannten BRICS Staaten arbeiten daran, sich von dem westlichen Finanzsystem unabhängig zu machen.

Der Staat hat selbst kein Geld. Alles, was er braucht, nimmt er  den Bürgern  weg! Auch nach einem unvermeidlichen  Haircut  werden Politiker und Bankster  darum kämpfen, den Bürger wie  im Bild mit dem Frosch, sanft abzukochen. Natürlich  werden sich Transferleistungsempfänger, Rentner  oder Beamte wehren, sobald staatliche Alimente gekürzt werden. Aber meine Hoffnung, dass die Menschen das ungerechte Geldsystem dem Staat und der hinter den Großbanken stehenden Finanzelite aus der Hand reißen werden, wird geringer. Die Menschen werden vom Schulsystem, von Politikern  und  von den Medien gezielt verdummt  und ich befürchte, dass sie auch weiterhin  lieber  der Bildzeitung und der Tagesschau glauben, anstatt selber zu denken.

Nur eine sehr kleine Minderheit, zu denen auch meine Silberkurs Abonnenten gehören, hat das System durschaut und eine Strategie dagegen entwickelt: Regelmäßig, ohne sich von dem Geschwätz der Systemmedien beeindrucken zu lassen,  sein privates Depot  aus Silber, Gold und deren Aktien weiter  auszubauen.

Gold und Silber sind die allerbesten Speicher für Kaufkraft. Der Tauschwert von Papiergeld ist beliebig manipulierbar und  es gibt keinen Anlass, den Erzeugern von Papiergeld  zu vertrauen. Papiergeld bedeutet  Kontrolle, Unfreiheit und Wertverlust. Der Verlust der Werterhaltungsfunktion des offiziellen Geldes wird Gold und vor allem das unterbewerte Silber immer mehr in den Fokus von Investoren rücken.

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Hans Olaf Henkel will die FDP entern

Gestern hat Prof. Henkel seine Euro Alternative  in der Halle Münsterland vorgestellt. Und ich habe gelernt: es gibt in Deutschland zumindest einen „Piraten“, der Ahnung von Wirtschaft und eine Idee zur Lösung der Eurokrise hat. Aus dem ehemaligen  Wirtschaftskapitän ist ein rebellischer Pirat geworden, der  nun die FDP entern will, um den Euro zu retten.

Persönlich habe ich mir die Euro Kritik etlicher Professoren angehört. Unter allen Namen, die mir spontan einfallen wie z.B. Hankel, Schachtschneider, Senf oder Polleit erscheint mir  Henkels Alternative als  der pragmatischste aller Lösungsvorschläge. Sehr überzeugend waren  für mich seine Worte zu der Frage, warum er die Seiten gewechselt hat. Als BDI Präsident habe er an die Zusagen geglaubt es gäbe zwei  Brandmauern. Erstens:  die „Maastricht-Kriterien“ (Der staatliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60 %, die jährliche Nettoneuverschuldung und nicht mehr als 3 % des Bruttoinlandsproduktes ausmachen); Zweitens: die „No- Bail Out“-Klausel (Sie soll gewährleisten, dass ein Euro-Teilnehmerland nicht für Verbindlichkeiten und Schulden anderer Teilnehmerländer haften oder aufkommen muss.)

Der Abbruch dieser Brandmauer, die den Norden gegen den Süden schützen sollte, habe ihn nun zum Euro Gegner werden lassen. Hart ins Gericht gegangen ist er mit den  sozialdemokratischen Bundeskanzlern Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Unter der Ära  Schmidt hätte die Staatsverschuldung erst  richtig begonnen und Schröder sei ein Meister im Verletzen der Maastricht-Kriterien gewesen. Noch härter fiel sein Urteil über Angela Merkel aus. Sie habe sich im Mai 2010  von dem Franzosen Sarkozy über den Tisch ziehen lassen und die deutschen Interessen missachtet , indem sie uns in  die europäische Transferunion geführt habe. Henkel befürchtet nun zu Recht, dass wir auf dem Weg in die europäische Schuldenunion sind. Dies will er mit seiner Alternative, dem „Nordeuro“ verhindern. Finnland, Holland, Österreich und Deutschland sollten aus der Eurozone austreten und eine neue Währung begründen. Er hofft, dass sich dann auch Länder wie Dänemark, Schweden oder Tschechien, die sich gegen den Einheitseuro ausgesprochen haben, diesem neuen Nordeuro anschließen werden.  Luxemburg erwähnte er nicht und wie sich Frankreich dann verhalten würde, blieb eine offene Frage.

Beantwortet hat  er aber meine Frage nach der Verankerung der neuen Währung: „ So wie die DM!“.

Enttäuscht wurden alle sogenannten „Rechtspopulisten“, die meinten Henkel vor ihren Karren spannen zu können.  Aber auch diejenigen, welche in ihm den Gründer einer neuen europafreundlichen, aber eurokritischen Partei sehen. Schade eigentlich.

Er sprach sich für ein Europa der Vaterländer, für einen EU Beitritt der Türkei und für eine Unterstützung des „FDP Rebellen“  Frank Schäffler aus. Diese Unterstützung ging so weit, dass er sogar indirekt  dazu aufrief, in die FDP einzutreten um beim kommenden Mitgliederentscheid für die Position von Schäffler und Dr. Hirsch  stimmen zu können.

Er entließ die zahlreichen Zuhörer, die aus ganz NRW anreisten, mit der Botschaft, er denke daran, die FDP zu entern. Ob er seinen Worten auch Taten folgen lässt und sich ein gelbes Parteibuch zulegt, ließ er im Raume stehen.

Auf der Rückfahrt von Münster habe ich über seine nicht uninteressante Idee nachgedacht. Wenn der nicht nur in Deutschland hoch angesehene Hans-Olaf Henkel dem „Liberalen Aufbruch“ zum Sieg verhelfen würde, was hätte das für Auswirkungen.

Die Talfahrt des Euros und des Finanzminister Schäubles würden stark  beschleunigt. Die schwarz – gelbe Koalition würde noch vor den Großbanken kippen.

Er hätte die  in Seenot befindliche FDP zwar geentert aber dabei ein weiteres Leck in dieses sinkende Schiff geschlagen. Die Euro-Ratten Westerwelle, Brüderle und Homburger könnten über Bord geworfen werden. Aber wer würde das Ruder in die Hand nehmen?

Würde Schäffler es schaffen die  jugendliche FDP Troika, Rösler, Lindner und Bahr zur Ernüchterung unter Deck zu bringen und der neue Kapitän werden? Oder wird Schäffler  wegen Meuterei auf der FDP von einem Parteigericht  in die Verbannung geschickt  werden?

Und mit wem sollte eine neue FDP den Euro retten? Mit Merkel bestimmt nicht. Und  würden wir die Erlaubnis unserer angelsächsischen und französischen „Siegermächte “ in einem überfälligen Friedensvertrag erhalten oder würde sich Hans-Olaf Henkel nach einem erfolgreichen Überfall auf die FDP nicht bald in einem Erdloch oder einem Abflusskanal  wiederfinden?

Und was ist mit dem Anker für den Nordeuro. Schäffler hat in einer persönlichen Erklärung vor dem Bundestag  darauf hingewiesen, dass  ungedecktes Papiergeld ein Schneeballsystem ist. Auch Henkel hat in Münster zumindest eingeräumt, dass auch der Wert unserer  DM durch eine unverantwortlich hohe Staatsverschuldung  aufgeweicht wurde.

Mein Fazit: Mit seinem Nordeuro ist Hans-Olaf Henkel auf dem richtigen Weg. Ob er zur Durchsetzung seiner Alternative  die FDP entern oder besser gleich eine neue Partei gründen sollte, lass ich mal offen.

Für mich sind nach Henkels gestrigem Vortrag noch viele- aus meiner Sicht kriegsentscheidende  Fragen- offen geblieben.

Welche Verankerung hätte Henkels Nordeuro? Wie denkt der liberale Henkel  über freies Marktgeld versus staatliches Papiergeld? Läge die Geldschöpfung weiterhin bei den Banken?  Könnte Henkel sich  den altbewährten  Bimetall –Standard oder zumindest eine physische Deckung vorstellen, die verhindert, dass Staaten oder Banken  den Nordeuro beliebig vermehren. Und was ist mit den Zinsen? Wie will er meine Kinder und Enkelkinder  aus der Zinseszinsknechtschaft befreien? Ich hoffe auf eine Antwort. Wenn  jemand in Deutschland das Steuer noch herumreißen kann, dann heißt dieser Jemand: Hans- Olaf Henkel.

Gerhard Nadolny, den 23.10.2011

www.diesilberseite.de

Offener Brief an Angela Merkel

Liebe Frau Bundeskanzlerin,

als Physikerin kennen Sie die Sprengkraft exponentieller Systeme. Als Bundeskanzlerin wissen Sie spätestens seit der persönlichen Erklärung des FDP Abgeordneten Schäffler im Mai 2010, dass es sich auch bei unserem derzeitigen Geld um ein Schneeballsystem handelt. Jedes Schneeballsystem hat ein Ablaufdatum und hinterlässt bei seinem Untergang viele Opfer. Aufgrund des Zinseszinses sind inzwischen aus 40 DM Papiergeld, mit denen jeder Bürger in 1948  ausgestattet wurde, rund 24.000 Euro öffentliche Schulden pro Kopf geworden. Diesen  Schulden stehen  Guthaben in gleicher Höhe gegenüber. Wer sind unsere Gläubiger? Wer erzeugt das viele Geld, welches dann als Schulden bei uns landet? Warum sagen Sie den Menschen nicht, dass die Zentral- und vor allem aber die Geschäftsbanken rund 98 % des Geldes, also unserer Schulden, aus dem Nichts erzeugen, die Zinsen dafür aber behalten dürfen? Warum klären Sie die Bürger nicht auf, dass in jedem Produkt, welches wir kaufen,  ein Zinsanteil von 30-40 % einkalkuliert ist. Nicht nur in der Miete,  auch im täglichen Brot und im Bier .

Sehr geehrte Frau Bundekanzlerin, ich bin davon überzeugt, Sie haben das Papiergeldsystem verstanden und wissen: der Euro hat ein Ablaufdatum .

Jedes ungedeckte Papiergeld will,  spätestens nach etwa 60 Jahren,  zu seinem inneren Wert zurückzukehren. Dies haben Sie, im Herbst  2008, also 60 Jahre nach Einführung der DM (Euro Vorgänger) durch Ihr ungedecktes Versprechen an uns Bürger, der Staat garantiere für unsere Euros, noch gerade so verhindern können. Seitdem sind Sie permanent damit beschäftigt, den Euro zu retten. Warum eigentlich? Sie wissen doch ganz genau, dass der Staat den Euro nicht retten,  sondern nur sein Sterben  hinauszögern kann? Warum ? Um die Deutsche Bank, die sich mehrheitlich in ausländischer Hand befindet, zu retten? Um noch mehr  Öl ins Krisenfeuer zu schütten? Für Griechenland wurde vor einem Jahr der Rettungsschirm erfunden. Genützt hat es nichts, inzwischen bestätigen sogar die Ratingagenturen: Griechenland ist pleite und wird seine Zinsen nicht mehr lange bedienen können. Was haben Sie  getan, seitdem Sie mit Ihrem Finanzminister vor die Kamera getreten sind und das Gerücht verbreiteten, unsere Spareinlagen seien sicher? Welche Lösungen für unser Schuldenproblem haben Sie, außer einem permanenten Rettungsschirm, also noch mehr Schulden, entwickelt?

Bitte klären Sie uns auf. Ich und viele, viele andere Bürger können nicht erkennen, welche Lösungen Sie gefunden haben . Unser  Eindruck: das Problem wird durch Ihr Krisenmanagement nur verschlimmert. Das Ablaufdatum des Euros rückt immer näher. Dann werden nicht nur  unsere  Spareinlagen sondern auch Ihre Leistungen als Bundeskanzlerin neu bewertet  werden. Wollen Sie wirklich so enden wie der Euro?

Noch ist es nicht zu spät. Noch könnten Sie mit  uns aufbrechen, um den Euro zu verlassen. Was Deutschland braucht ist ein neues, echtes  Geld. Nicht irgend einen  Geldstandard, indem wir wieder  die Rolle der Zinssklaven für eine kleine Finanzelite haben, sondern  ein freies Marktgeld.

Wir sind der Markt und wir wollen entscheiden, was wir als Geld akzeptieren.

Derzeit liegt das Geldmonopol beim Staat. Davon profitiert , wie die  staatlichen Schuldentürme beweisen, aber weder der Staat noch seine Bürger, sondern nur wenige  Monopolisten. Dies ist schlecht und muss geändert werden. Dafür wurden Sie, liebe Frau Merkel, vom Volk  gewählt. Also erledigen Sie gefälligst Ihren Job .

Ihr

Gerhard Nadolny, im März 2011

P.S.

Ich bitte alle Bürger, die meinen Brief unterschreiben können diesen zu kopieren und mit Ihrer eigenen Unterschrift versehen, an Frau Merkel zu senden.