Knallrote Warnung: der Euro bricht noch in 2012 auseinander!

Die Euro- bzw. Papiergeld Krise steuert im Sommer 2012 auf einen Höhepunkt zu. Für den Spätsommer/Herbst 2012 gilt ab sofort die Alarmstufe rot. Seit ich mich mit der Papiergeldkrise beschäftige – das begann in 2005- habe ich noch nie so viele Faktoren mit einer so hohen Sprengkraft gesehen. Ich nenne nur 3 davon

1) Die US Wirtschaft steht vor dem freien Fall

2) Die Wall Street und die City of Londen werden ab dem Spätsommer von Bankinsolvenzen erschüttert werden.

3) Die Rettungsversuche der  Zentralbanken werden scheitern.

Niemand muss diese Warnung ernst nehmen, aber das was dem Finanzsystem bevorsteht rechtfertigt eine knallrote Warnung und erübrigt jede weitere Diskussion; der Euro ist nicht mehr zu retten, er wird zerbrechen. Dies kann kein ESM und auch kein anderer Schirm verhindern.

Ich stelle daher  hiermit meine langjährige  Berichterstattung über die Eurokrise ein und konzentriere mich auf die Rettungsboote: Silber, Gold und deren Aktien ( in dieser Reihenfolge).

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Nach der Bankenkrise kommt die Währungskrise

Egal wie man Geld definiert, wer die Kontrolle darüber hat, der besitzt auch die  Macht. Regierungen wollen uns kontrollieren, also wollen sie  bestimmen, was Geld ist.

Aber am Ende des Papiergeldbetruges werden die Menschen um das Recht kämpfen, selbst zu entscheiden, welches Geld sie wollen: Echtes Geld oder FIAT Money. Die Banken wollen das natürlich verhindern. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass die Menschen dann das Vertrauen in beliebig vermehrbares Papiergeld verlieren, wenn die offizielle Währung  immer stärker an Wert verliert. Irgendwann kommt die  Zeit für echtes Geld, für Gold und Silber wieder zurück. Kein Betrug dauert ewig. Griechenland ist der Beweis dafür, dass die Regierungen und Banken nichts retten, sondern nur Zeit für ihr Finanzsystem kaufen. Fitschen, der designierte Chef der Bank mit dem blauen Balken, meint, der Preis für den Schuldenabbau sei, dass die dortige Wirtschaft um sieben bis acht  Prozent schrumpfe. „Das ist kein Zustand, den ein Land überleben kann. Wenn das so weitergeht, dann gibt es eine Katastrophe.“

Bei der jüngsten  Anhörung im US Kongress  sagte Ben Bernanke, die FED  könne erneut an den Finanzmärkten „eingreifen“. Was soll er auch anderes bei den gigantischem US Schuldenberg machen?  Einige Indikatoren ( z.B. die amerikanische Baugenehmigungen oder der deutsche Export ) weisen  in Verbindung mit einem steigenden Ölpreis nicht nur für die USA auf eine schlechte Wirtschaftsentwicklung hin. Andere wiederum (z.B. die Umsätze  deutscher Einzelhändler oder  die Geschäftserwartungen der deutschen Chemieindustrie)  sind positiv.

Wie dem auch sei,  unsere Volkswirtschaften sind jedenfalls  total überschuldet. Der „Point of no return“ für eine „sozialverträgliche““ Rückführung der Schuldenberge  ist schon längst überschritten. Wenn der Öl- und Benzinpreis weiter steigen sollte (achten Sie auf den Irankonflikt) wird es eine ansteigende  Inflation,  steigende Zinsen und somit eine weitere Verarmung breiter Schichten  geben.

Die überschuldeten Staaten emittieren inzwischen mehr Anleihen als die Banken. Hier ist die größte Blase aller Zeiten entstanden. Auf die Bankenkrise in 2008 haben die westlichen Regierungen mit Rettungsschirmen und Konjunkturprogrammen  geantwortet. Nun verlieren die Anleger auch das Vertrauen in die Bonität der Staaten und der Kommunen. Die niedrigen EZB Zinsen sorgten für eine Hausse der    Unternehmensanleihen. 1991 betrugen die Anleihen im heutigen Euroraum weniger als 70 % des Bruttoinlandsproduktes, heute sind es rund 175 %. . Die Weltwährungsreserven, ein Indikator für die Versorgung der Märkte mit Geld, sind bis  Ende März mit 10.294 MRD USD gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,76 % gestiegen. Die nächste ist  Krise programmiert: Die Flucht aus Anleihen wird sich zu einer gigantischen Krise der Währungen entwickeln.

Wenn die größte aller Blase  platzt, kommt die große Stunde für Gold und Silber.  International verständigen sich Staaten bereits darauf, ihre Zahlungen in Gold abzuwickeln und die sogenannten BRICS Staaten arbeiten daran, sich von dem westlichen Finanzsystem unabhängig zu machen.

Der Staat hat selbst kein Geld. Alles, was er braucht, nimmt er  den Bürgern  weg! Auch nach einem unvermeidlichen  Haircut  werden Politiker und Bankster  darum kämpfen, den Bürger wie  im Bild mit dem Frosch, sanft abzukochen. Natürlich  werden sich Transferleistungsempfänger, Rentner  oder Beamte wehren, sobald staatliche Alimente gekürzt werden. Aber meine Hoffnung, dass die Menschen das ungerechte Geldsystem dem Staat und der hinter den Großbanken stehenden Finanzelite aus der Hand reißen werden, wird geringer. Die Menschen werden vom Schulsystem, von Politikern  und  von den Medien gezielt verdummt  und ich befürchte, dass sie auch weiterhin  lieber  der Bildzeitung und der Tagesschau glauben, anstatt selber zu denken.

Nur eine sehr kleine Minderheit, zu denen auch meine Silberkurs Abonnenten gehören, hat das System durschaut und eine Strategie dagegen entwickelt: Regelmäßig, ohne sich von dem Geschwätz der Systemmedien beeindrucken zu lassen,  sein privates Depot  aus Silber, Gold und deren Aktien weiter  auszubauen.

Gold und Silber sind die allerbesten Speicher für Kaufkraft. Der Tauschwert von Papiergeld ist beliebig manipulierbar und  es gibt keinen Anlass, den Erzeugern von Papiergeld  zu vertrauen. Papiergeld bedeutet  Kontrolle, Unfreiheit und Wertverlust. Der Verlust der Werterhaltungsfunktion des offiziellen Geldes wird Gold und vor allem das unterbewerte Silber immer mehr in den Fokus von Investoren rücken.

Silber und Minen in der Krise des Finanzsystems

Die Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen (Welt BSP)  in unserer Welt beläuft sich auf jährlich 60 Billionen $.  Die weltweit titulierten Schulden werden von seriösen Ökonomen auf rund 150 Billionen $ geschätzt.  Diese beiden Zahlen reichen schon aus, um das Dilemma, indem sich  unser Finanzsystem befindet, zu erklären.

Nordamerika und Europa  haben zusammen, sowohl beim  BSP, als auch bei den Schuldtiteln den Löwenanteil.

150 Billionen $ Kreditgeld, welches mit  – ich nehme mal  nur 4 % p.a. an-  verzinst werden muss, verursachen  Zinsen bzw. neues Kreditgeld von  6 Billionen $ pro Jahr. Diese Größenordnung entspricht  10 % des Welt BSP. Um ein Gleichgewicht zwischen der Geldmenge und der Wirtschaftsleistung zu erhalten, bräuchten wir zweistellige  Wachstumsraten. Eine Illusion. Die Folgen dieser  Illusion werden nun sichtbar und deshalb auch täglich in den Medien diskutiert.

Die Schere zwischen Geldmenge (= Schulden)  und Wirtschaftskraft (= Kreditdienstfähigkeit) öffnet sich aber schon seit Jahren. Der „Point of no return“ ist schon länger überschritten. Was derzeit stattfindet ist ein Finanzkrieg an mehreren Fronten. Die vordergründige Schlacht findet  zwischen dem Dollar- und dem Euroraum zur Klärung der Frage, welche Währung zuerst zerbricht, statt. Die Schlacht im Hintergrund geht um die Frage, gelingt es China,  die USA als Weltmacht zu verdrängen.

Bereits im Oktober 2008 habe ich mich gefragt: Gibt es ein Drehbuch für die Krise? (Quelle: http://www.hartgeld.com/filesadmin/pdf/TO2009/Nadolny-KrisenDrehbuch.pdf)

Inzwischen kann man dies eindeutig beantworten. Meine Vermutung, dass die hinter der FED stehende, angelsächsische Finanzelite die Märkte nicht einfach laufen, sondern in ihrem Sinne „managen“ werden, ist inzwischen  sogar Gegenstand von Gerichtsprozessen.

Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung. Also hat die Finanzelite ihre Truppen, zu denen auch die Ratingagenturen gehören, nach Europa geschickt, um eine Krise des Euros auszulösen. Begonnen hat man mit dem schwächsten Glied, den Griechen und nun ist man schon beim ersten Hauptgang, den Italienern,  angekommen. Gelingt es,  Italien in die den Ruin zu treiben, dann wird der Euro auseinander gesprengt werden. Etliche „Experten“ (Olaf Henkel, Prof. Wilhelm Hankel oder Dirk Müller) empfehlen, aus der maroden Gemeinschaftswährung  auszusteigen, während die Brüsseler Eurokratten noch mehr Solidarität, also die fiskalische Vereinigung in einer Transferunion, fordern.

An dieser Stelle macht es Sinn, die Interessen der „Krisen- Drehbuchautoren“ zu hinterfragen. Können die privaten Eigentümer der FED einen Untergang des Euros wollen. Nein, denn in diesem Fall würde der Dollar mit in den Abgrund gerissen werden.

Wollen Sie einen starken, souveränen „Nordeuro“. Ebenfalls, nein.

Was sie wollen liegt auf der Hand: eine europäische Schuldenunion, die stark genug bleibt, um Zinsen zu überweisen, aber nicht so stark, dass sie gefährlich werden könnte. Um das zu erreichen lässt man die EU Politiker Marionetten tanzen und „dehnt“ Verträge und Verfassungen. Es muss befürchtet werden, dass die ferngesteuerten Brüsseler Eurokratten gewinnen (Stichwort: Neue Weltordnung).

Bleibt aber noch die viel diskutierte Frage: Deflation oder Inflation.

In unserem Finanzsystem betragen die Schulden, wie eingangs dargestellt,  in etwa das 2,5 fache des Welt-Bruttosozialproduktes. Zur Aufrechterhaltung dieses Systems, müssen jährlich rund 6 Millionen Euro neue Schulden gemacht werden, hinter denen aber keine entsprechende Wertschöpfung steht.

Wer, so wie die österreichische Schule,  Inflation als Geldmengenwachstum definiert und unser Papiergeldsystem als Schneeballsystem durchschaut hat, dem wird klar: die Preise für alles was man nicht beliebig vermehren kann werden so lange weitersteigen, bis plötzlich ein Funken den „Papiergeld“- Schneelball in Flammen setzt. Dann werden alle Papierwerte verbrennen.

Dies wissen auch die Drehbuchautoren. Man darf nicht davon ausgehen, dass die „Manager der Märkte“  uns den Gefallen tun und mit  „abbrennen“ werden. Sie werden (oder haben) sich  von allem Papier, was verbrennen könnte, trennen und in „echte Werte“ gehen.

So stellte ich mir das Drehbuch für den Finanzkrieg bereits in 2008 vor und so sehe ich es weiterhin.

Allerdings stellt sich die Frage, ob  die westlichen Finanzeliten im Krieg gegen China  noch eine  Schlacht schlagen müssen, die nicht in ihrem Drehbuch steht. China und andere asiatischen Länder können kein Interesse haben, das FED System auf die Dauer mitzutragen. Vor allem China ist kräftig dabei, seine Dollarbestände in Metalle, Öl und andere Rohstoffe zu tauschen. Die Asiaten denken in langfristigeren Kategorien als die Amerikanern. Sie können  warten, bis die Zeit reif ist. Je länger dies dauert, desto mehr Schulden wird der Westen ansammeln und desto tiefer wird er fallen.

Welche Schlussfolgerungen kann man als Otto Normalverbraucher daraus ziehen?  Die Zeit, seine Werte  in  die Wirtschaft zu investieren ist noch nicht gekommen. Wir haben den Tiefpunkt der Krise noch nicht gesehen. Die Zeit, seine Werte in  Papiergeld oder Papierprodukte zu investieren ist vorbei.  Es ist noch die Zeit, seine Werte in „echtem Geld“ zu speichern und abzuwarten.

Gold hat in dieser Woche neue All Time Highs erreicht und physisches Silber  wird immer knapper. Vor diesem Hintergrund haben  die täglichen Märchenstunden an der COMEX  zwar noch einen gewissen Unterhaltungswert, aber keine kriegsentscheidende Bedeutung mehr. Das Bankenkartell hat  noch  Preishoheit  über das Papiersilber, aber immer weniger Marktteilnehmer sind bereit, das physische Edelmetall zu diesen Spottpreisen abzugeben. Es ist  nur noch eine Frage  der Zeit, bis Silber das 50 $ ATH überspringt, um dann  die  100 $ Marke ins Visier nimmt. Am meisten Geld wird man in den kommenden Monaten aber m.E. mit Silberproduzenten und   handverlesenen Explorern machen können. Neben den bekannten Risiken: Geologie, Cash, Management, Infrastruktur  oder  Umwelt muss  man inzwischen  auch das Verstaatlichungsrisiko mit einkalkulieren. Bolivien hat das schon angekündigt und den USA traue ich es jederzeit zu. Vor diesem Hintergrund reduziert sich nach meinen Kriterien die Anzahl der „wählbaren“ Minenaktien mit dem Fokus auf Silber auf überschaubare Größenordnung. Sagen wir mal auf maximal 30 Produzenten und vielleicht noch auf  10- 15  Explorer mit großem  Potential. Als Investor  kauft man aber nicht nur ein Potential von mehreren 100 %, sondern auch ein Verlustrisiko von 50 bis 100 % mit ein.

Minenaktien sind ein unsicheres und ein sehr riskantes Geschäft. Wie kann man das Risiko minimieren?  Indem man sein Vermögen, dass für  eine Investition in Silber vorgesehen ist, aufteilt: mind. 60 % in physisches Metall mit direktem Zugriff (außerhalb des Systems gelagert) und max. 40 % verteilt auf Minenaktien. In das Minendepot sollte m.E. mindestens 10 TEUR, verteilt  auf mindesten 10 Aktien, investiert werden. Diese wiederum aufgeteilt in  Produzenten (z.B. Silver Wheaton), Junior Produzenten (z.B.  Wildcat Silver) und Explorer (z.B. Pretium Resouces). Die sichersten Minen liegen m.E. in Kanada. An Mexiko wird man auch nicht vorbeikommen. Aber von den allermeisten Explorern  sollte man die Finger lassen. Nur sehr wenigen gelingt es,  jemals profitabel zu werden. Entscheidend für den Erfolg ist neben der  Auslese auch das Timing. Am besten ist es, den Kauf auf zeitlich  zu verteilten  und  limitiere Orderaufträge  an der jeweiligen Heimatbörse (z.B. Toronto) zu erteilen.

Von Minenfonds lasse ich inzwischen die Finger weg. Warum soll ich Managementgebühren oder Verkaufsaufschläge zahlen? Schauen Sie sich die Performance der bekannten Fonds im Bergbausektor an, dann werden Sie mir hoffentlich zustimmen.

Niemand kann ein Unternehmen auswählen und sicher sein, damit gute Gewinne zu erzielen.  Deshalb sollte man gleiche Geldsummen auf  möglichst viele Chancen verteilen. Mit jeder zusätzlichen Aktie im Depot erhöht sich die Chance für einen Volltreffer. Das Gesetz, das mit den Chancen auch die Risiken steigen gilt  insbesondere für Bergbauaktien.

Die Sommerflaute liegt hinter uns. Die Indikatoren haben Kaufsignale abgeliefert. Etliche Minenaktien haben in den letzten Wochen eine zweistellige Performance hingelegt. (Ein Beispiel: Wildcat Silver von 1,17 EUR am 20.Juni auf aktuell 1,7 EUR = + 48 % innerhalb eines Monats). Ich bin, bezogen auf einen Zeithorizont von 2 Jahren sehr „bullisch“  für den Minensektor, kann aber kurzfristige Kursexzesse a´ la Lehmann natürlich nicht ausschließen. Kursrückgänge von 50 % und mehr sind bei Minenwerten nicht nur nicht auszuschließen, sondern sogar normal. Wem diese „Küche“ zu heiß ist, der sollte sie nicht betreten.

Mittelfristig,  in 2012 oder 2013, sehe einen dreistelligen Silberpreis. Dies wird sich in den Bilanzen und damit auch in den  Kursen  der Silberproduzenten niederschlagen. Selbst wenn man, trotz der aktuellen Unterbewertung der Minen, nur von einem Hebel von 2 auf den Silberpreis ausgeht,  ergibt sich ein Gewinn Potential innerhalb der nächsten 2 Jahre von rund 300 %

Nimmt man allerdings ein durchschnittliches XAU: Silber Ratio von 10: 1 an, also weit entfernt von einer Hype, und sieht- so wie ich den Silberpreis spätestens in 2013 über 100 $, dann sollte der XAU Index sogar über  1000 Punkten stehen. Bezogen auf den  heutigen 215 Punkte  das 4,6fache.

Gerhard Nadolny

14.07.2011

www.diesilberseite.de